Ein Dauerbrenner! Der Heidhauser Turnklub bleibt familiär

Anzeige
Spielfest für Kinder beim 50-jährigen Jubiläum.
 
Heinz Kraiczy mit den „Gründungsvätern“ Wolfgang Oppelt (l.) und Karl-Werner Lentzsch.

Ludger Gerrits ist ein Vorbild: kaum ein Trainingsabend ohne sein spitzbübisches Lächeln! Bei der Gymnastik ist er mit vollem Einsatz dabei, überrascht beim Volleyball mit unnachahmlichen Aufschlägen.

Ludger Gerrits ist stolze 80 Jahre alt! Am 7. November 1972, kurz nach den olympischen Spielen in München, hatte er seinen ersten Auftritt in der Turnhalle der Schule an der Jacobsallee. Bis vor zwei Jahren nahm er jährlich am Sportabzeichen teil, war erfolgreich in der Marathonstaffel.
Die Gründungsväter hatten 1961 die Idee, einen Verein zu schaffen, der sich nicht dem Wettkampf verschreibt, sondern bewusst auf „Jedermannsport“ setzt.
Gesundheit war ein großes Thema. Bald kamen 120 Sportwillige zusammen, Karl-Werner Lentzsch und Wolfgang Oppelt verteilten Flugblätter: „Die Turnhalle ist die billigste Apotheke und der natürlichste Kosmetiksalon!“

Gleicher unter Gleichen

Ihre Nachfolger sind Georg Valentini und Heinz Kraiczy. Der eine bleibt gerne lächelnd im Hintergrund, der andere ist halt der Vereinspräsident. Kein unnahbarer „Boss“, sondern Gleicher unter Gleichen, der sich mit Herzblut und Begeisterung jeden Dienstagabend fit und auch ein wenig jung hält.
Den Ruf als „etwas anderer Sportverein“ haben sie beim HTK über die Jahre eifrig hochgehalten, in Heidhausen heißt es: „Breitensport und Gesundheitssport von Anfang an und kein übertriebenes Leistungsdenken.“
Denn Spitzensport ist beim HTK nicht das Ding, dafür kann vom Anfänger bis zum Fitness-Guru jeder mitmachen.
Der Heidhauser Turnklub ist ein Dauerbrenner, der sich immer wieder verjüngt. Neben den vielen Seniorengruppen ist der HTK nämlich sehr stolz auf seine Turnküken, die unter Anleitung von Christa Heidrich und Annegret Müller die Halle überfluten.
Hier wimmelt es nur so von Kleinen, Eltern, noch Kleineren, Großeltern und ganz Kleinen!

Der Trainer

Eine ganz besondere Nummer ist Rainer Grebert. Der „Trainer“. Ein steter Quell von Dönekes ist der langjährige Übungsleiter der Herrengruppe. Früher ging es bei den Übungsstunden noch formeller zu, man wurde noch gesiezt: „Herr Oppelt, würden Sie mit bitte den Ball zuwerfen? Aber sicherlich, Herr Grebert!“
Unzähligen HTKlern hat er zum Deutschen Sportabzeichen verholfen, immer wieder angestachelt, motiviert. Der „Trainer“ halt. So einem folgt man blind.
Noch so eine Anekdote: Einst machte die Gruppe ihrem Vorturner eine Übung exakt nach, als er verletzungsbedingt nur einen Arm bewegen konnte. Natürlich sollte sie eigentlich zweiarmig ausgeführt werden, „doch sie waren dem Trainer hörig!“
Grebert engagiert sich ehrenamtlich seit mehr als 20 Jahren im Behindertensport, unterstützt Rollstuhlbasketballer, behinderte Schwimmer, Reiter und Eisschnellläufer.

Ehrennadel für Rainer Grebert

Nun bekam Rainer Grebert vom Sportverband Special Olympics Deutschland die Ehrennadel verliehen.
Heinz Kraiczy ist stolz auf‘s Ehrenmitglied: „Der Rainer ist Einer von uns!“
Die jüngste Gruppe ist „Fitness mit Günni“, es gibt Badminton, die bunte Truppe der „Volleys“, Wirbelsäulengymnastik, die Seniorinnengruppe mit Übungsleiterin Elisabeth Heß, Damen Gymnastik & Volleyball und Herren Gymnastik & Ballspiele. Dazu Turnmäuse, Turnzwerge und Turntiger. 412 Mitglieder, davon 224 Kinder und 188 Erwachsene. Zukunftssorgen kennt man nicht an der Jacobsallee.
Wolfgang Oppelt, Vater des Klubs, zeigte sich bei 2011 bei der „50 Jahre“-Feier jedenfalls überzeugt: „Wenn der Vereinsgedanke ‚Jeder kann und soll mitmachen‘ weiter so gründlich umgesetzt wird, hält der HTK noch eine kleine Ewigkeit.“
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.