Alle unter einem Dach

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Durfte bei einem Fest mit 40 Nationalitäten auf keinen Fall fehlen: Afrikanisches Trommeln der Drittklässler. (Foto: Gohl)
 
Die Eltern richteten landestypische Stände ein. Typisch Marokko: Pfefferminztee. (Foto: Gohl)
Diergardtschule Frohnhausen feiert Schulfest



Hand in Hand um die Welt - so lautete das Motto des Festes, das auf dem Schulhof der Diergardtschule stattfand und mit ihren Kindern aus 40 Herkunftsländern tatsächlich einmal um die Welt herumreichen würde.


„Mit diesem Fest wollten wir ein Zeichen setzen“, so der Schulleiter Gerhard Gröne. „Ein Zeichen, das signalisiert, dass es sehr wohl klappen kann, wenn mehrere Nationalitäten und Kulturen aufeinanderprallen. Wir sollen zeigen, dass gegenseitiger Respekt und ein gutes Miteinander kein Wunschdenken sind, sondern dass es im Alltag umzusetzen ist.“ Und wer an diesem Tag anwesend war, der konnte das nur mehr als bestätigen. Schon alleine das Show- und Performanceprogramm ließ keine Wünsche offen. Aufgeführt und vorgetragen wurde es von fast allen Klassen beider Standorte plus der Ganztagskinder. Aufgeteilt in zwei Showteile startete man zunächst als Einstimmung in das Fest mit dem Gervinuslied, gefolgt von den Klassen 4a und 4b mit der Gesangseinlage „Das müsste Musik sein“. Danach brachten die Kinder aus der Klasse 2c den Anwesenden etwas über „Aufstehen-aufeinander zugehen“ bei und über „Paule Pumanns Paddelboot“ ging es in der Vorstellung der Klassen 3a und 3b. Wer sich den zweiten Showteil noch anschaute, konnte eine Trommelshow der Klassen 3c und 3d bestaunen, sowie ein Lied zum „Land der Buntkarierten“, einen Dance Mix der Tanz AG und eine Darbietung der Kinder des offenen Ganztags der Diergardtschule. „Das Programm soll zum einen unterhalten, zum anderen sollen die Eltern sehen, was ihre Kinder alles gelernt und einstudiert haben. Auch hier wollen wir wieder demonstrieren, dass Integration durchaus funktionieren kann und Kinder die besten Kandidaten dafür sind, dies umzusetzen“, so Gröne weiter.

Marokkanischer Minztee und internationale Spezialitäten

Doch es gab noch mehr zu bestaunen: Das Spielmobil des Kinderschutzbundes war mit seiner Hüpfburg und seinem Schminkstand angereist. Der Spielplatz auf dem Gelände lockte mit einem Klettergarten, einer Rutsche, einem überaus genutzten Bewegungsparcours und diversen anderen Spielgerätschaften. Wen bei dem ganzen Getobe der kleine Hunger packte, konnte bei selbstgemachten Salaten, Kuchen und anderen internationalen Spezialitäten satt werden. Alles von den Müttern der Schülerinnen und Schüler eigens zubereitet.
„In diesem Jahr haben wir das Konzept etwas verändert“, präzisiert der Schulleiter. „Für Essen und Trinken zahlten alle Erwachsenen einmalig zwei Euro, jedes Kind 50 Cent. Dafür konnte man sich dann an den Ständen selbst soviel Nachschlag holen wie man wollte.“
Wer nun aber glaubt, dass die Hauptattraktion draußen auf dem Schulhof zu finden war, der irrt. Im Vorfeld hatte man sich nämlich etwas ganz besonderes überlegt, was das Motto des Festes nochmals so richtig herausstellte: Das Museum. Dabei handelte es sich um einen langen Gang, an dessen Seiten typische Gegenstände und Utensilien eines jeweiligen Landes ausgestellt waren. Zur Einstimmung gab es am Start ein Gläschen marokkanischen grünen Tee mit frischer Minze.
„Im letzten Jahr hatten wir ein afrikanisches Fest“, klärt Mina Salehaddine, Ideengeberin für das diesjährige Fest, auf. „Da lag die Idee nahe ein Fest zu machen, wobei alle Kulturen zugegen sein sollten. Und da das im Kollegium auf große Begeisterung gestoßen ist, haben wir das dann in die Tat umgesetzt.“

Vitamin C und Kugelschreiber wurden in Ungarn erfunden

Bestaunt werden konnten dann die Länder, die an der Schule vertreten sind. Alle Gegenstände waren Leihgaben der einzelnen Familien und wurden nach dem Fest wieder mit nach Hause genommen. Kinderschuhe aus Leder, Geldscheine oder selbst geschnitzte Holzfiguren aus Guinea waren zu sehen, Matrijoschkas aus Russland, traditionelle bunte Kleidung aus Afrika sowie ein Betteppich und eine Kette aus dem Irak und altes Kochgeschirr, antike Schminkutensilien oder einen Türklopfer aus Marokko. Übrigens: In Ungarn wurde das Vitamin C entdeckt und der Kugelschreiber hat dort seinen Ursprung.
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