Auf St. Anna: "Das isset!"

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22.10: Jetzt „rockt“ die Band auf Stahl - mit Skulpturenschau…

Mensch, welch eine Vielfalt an Kunstschätzen hütet die 104-jährige St. Anna-Kirche, Sälzerstraße, unter ihrem Dach. Die Mischung macht’s: Malerei, Fotos, Kunst- und Handwerksmärkte, Konzerte. Noch bis zum 23.10., bei freiem Eintritt.


Klang & Kunst – die Vereinigung muss man erleben. Genießen wollten viele Altendorfer Samstag die Einmaligkeit mit dem Ausnahmetalent jayAge. Dahinter steht Jörg Hüttemann. Geheimtipp. Da wurde nicht Musik nach Noten gespielt sondern viel improvisiert. Wo gibt es einen besseren „Klangkörper“ als St. Anna? Begleitet wurde der Klangkünstler von dem Trompeter Art Lips, dem Saxophonisten Uwe Weisbrod. „Ein bombastisches Konzert mit ungewöhnlicher Klangfülle“, lobt Arndt Sauer, Leiter Mehrgenerationenhaus.
Tja, die ganze Ausstellung stimmt. „Genau so isset.“ Die Besucher sind hin- und hergerissen So ziehen beispielsweise die Zechen-Malereien von Aribert Pfeng die Besucher an, mit Essener Häusern, Straßen, mit viel Perspektive, Höhen und Tiefen. Auch die Fotos von Norbert Rittmann. Da stehen noch die Bütterkes auf dem Tisch, man bekommt Appetit Fett-/Ölkannen und mehr sind Zeugnis vom Bergwerksleben. „Da wird nicht die Schickimicki-Welt wie jetzt auf Zollverein gezeigt, sondern Werkshallen, in denen noch schwer geschuftet wurde“, so Sauer. „Denn das ist es genau, was ich sehen will: Wie war die Arbeit wirklich auf der Zeche? Nicht nur lecker Kaffeetrinken.“
„Die Fotos entstanden vor ca. acht Jahren auf Zollverein. Sind mittlerweile geschichtsträchtig“, bestätigt Norbert Rittmann. „So in dieser Form findet man die Werkzeuge, Ketten, Schrauben nicht mehr. Die lagen in Ecken, voll Staub.“ Nicht poliert und gewienert wie heutzutage. Jedes Bild zeugt erlebte Geschichte, Einzigartigkeit.“
Wie geht’s weiter? Mit „Rock und Stahl, 22. Oktober, ab 20 Uhr. Die Band Laut & Lästig spielt ihren unverwechselbaren Sound als Hommage ans Ruhrgebiet. Danach dürfen Sie die Künstlerin Kißmann „löchern“ über ihre Metall-Skulpturen.
Samstag, 23. Oktober, ab 17 Uhr, feiert der Deutsch-Tunesische-Verein für Familie und Kultur mit dem Mehrgenerationenhaus St. Anna den Abschluss der Kirchen Triennale bei Tanz und Musik, der Ausstellung u. a. „Essen meine zweite Heimat“ und „Kohle-Kunst-Kultur“. Nur wer kommt, kann pures Vergnügen erleben…

Alle Fotos: Michael Gohl / West Anzeiger
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1 Kommentar
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Jörg Hüttemann aus Oberhausen | 03.11.2010 | 14:11  
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