Die Räuber sind in der Stadt

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Die Räuber im Aalto-Musiktheater (von links): Zurab Zurabishvili (Karl), Marcel Rosca (Maximilian), Liana Aleksanyan (Amalia); liegend: Aris Argiris (Franz). (Foto: Thilo Beu / TuP)
„I masnadieri“-Premiere im Aalto-Theater

Einen echten Klassiker hat Regisseur Dietrich W. Hilsdorf aufgegriffen, um diesen im Aalto-Musiktheater zur Aufführung zu bringen: Die Räuber (I masnadieri) von Giuseppe Verdi nach Friedrich Schillers gleichnamigem Drama.
Dem Publikum gefällt‘s, was bereits üppiger Szenenapplaus beweist.
Zu Recht: Musikalisch ist die Essener Fassung äußerst gelungen. Das Erscheinen des Chores an ganz unterschiedlichen Orten des Opernhauses ist originell und sorgt für kraftvollen Gesang. Auch die Essener Philharmoniker unter Srboljub Dinic sind eine wahre Freude.
Ob Pussy Riot, Anonymous und die Börsenaufsicht nun zu den genialsten Ideen der modernen Inszenierung gehören, mag dahingestellt sein. Es wirkt jedenfalls streckenweise nicht sonderlich schlüssig und etwas aufgezwungen.
Auch das Bühnenbild von Johannes Leiacker ist etwas statisch und wenig originell - alles schon mal so oder ähnlich (besser) gesehen.
Ist ein Besuch der Räuber eine dingende Pflicht? Musikalisch auf jeden Fall, ansonsten hat das Essener Opernhaus schon sehenswertere Produktionen hervorgebracht.

Weitere Vorstellungen: 14., 16., 18., 20., 23., 29. Juni; 3., 5., 7., 10., 20. Juli
Tickets: 0201 / 8122-200
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