Ein besonderer Geburtstag

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Angelika Steinfurth ist seit Vereinsgründung Geschäftsführerin beim Integrationsmodell.

„Jeder Mensch ist unterschiedlich, ob behindert oder nicht-behindert“, ist sich Angelika Steinfurth sicher. Die 63-jährige ist Geschäftsführerin beim Integrationsmodell Ortsverband Essen. Der Verein feiert dieses Jahr seinen dreißigsten Geburtstag.

„Als Träger betreuten Wohnens begleiten wir Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung im Wohn- und Lebensbereich“, erklärt Steinfurth.
Das Integrationsmodell wurde 1971 unter dem Motto "Miteinander leben lernen" in Münster als Verein für integrative Freizeit- und Bildungsarbeit gegründet. Ziel war es, der Isolation behinderter Menschen in Großeinrichtungen, Sonderschulen oder Spezialkliniken entgegenzuwirken. Der Gründer, Pfarrer Hartmut Bartsch, brachte die Idee 1975 nach Essen. Und solange ist auch schon Angelika Steinfurth mit dabei. "Der damalige Vorsitzende kam aus Münster, den hab ich in meinem vorigen Berufsleben kennengelernt. Ich war zu der Zeit beim Caritas Verband im Behindertenreferat angestellt", erzählt sie.

Integratives Wohnen

Die Arbeit des Integrationsmodell fokussiert sich besonders auf das integrative Wohnen. Im Jahr 1985 wurden die ersten beiden Wohngruppen gegründet. Aber auch Bildungs- und Freizeitaktivitäten bietet der Verein an. So gibt es zum Bespiel regelmäßige Nähtreffen, wo Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam nähen. "Wir haben den Ansatz, Menschen zu finden die irgendein Hobby haben. Das können sie dann zusammen in der Gruppe machen, egal ob sie behindert sind oder nicht", erklärt die Geschäftsführerin das Konzept.

Ziel ist Inklusion

Der Verein fordert, dass die Menschen trotz der Unterstützung beim Wohnen so weit es geht selbstständig sein können. "Das Ziel des Integrationsmodells ist Inklusion. Wir legen sehr großen Wert darauf, dass jeder Mensch soweit es möglich ist selbstbestimmt leben kann", erzählt Steinfurth.
Als Geschäftsführerin ist es ihre Hauptaufgabe zu gucken, dass die Finanzen übereinstimmen. "Da entsteht leider viel Papierkram, aber ich muss sehen, dass wir über Stiftungsmittel Gelder bekommen um zum Beispiel neu bauen zu können oder Objekte zu sanieren".
Besonders wichtig bei ihrer Arbeit ist es, dass die Behinderten nicht nur miteinander wohnen, sondern das auch eine gute Atmosphäre herrscht. Auch der Umgang unter den Mitarbeitern ist ihr wichtig. "Wir müssen darauf achten, dass wir alle zusammen an einem Strang ziehen".
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