Große Krümelmonster

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Alle ziehen an einem Strang: (v.li.) Martin Ehlers, Larissa Kügler, Uwe Roth, Lydia Kellermanns, Patrick Lindackers, Rebecca Löffler, Franko Mielke, Edgar Backs, Kevin Beusch und Lydia Sommer.
 
Auch in diesem Jahr können sich die Besucher des Weihnachtsmarktes wieder über die selbstgebackenen Kekse vom Aposteljugendhaus und dem Achilles-Förderverein freuen. (Foto: privat)
Advent und Weihnachten stehen vor der Tür und somit auch wieder zahlreiche Veranstaltungen rund um die besinnliche und karitative Zeit. Ein Ereignis, welches sich schon seit Jahren als Publikumsmagnet etabliert hat ist der Weihnachtsmarkt am Gervinusplatz in Essen Frohnhausen.
Neben den vielen Ständen und Buden, die wieder zu finden sein werden, darf auch besonders ein Stand nicht fehlen: Der vom Aposteljugendhaus und vom Achilles-Förderverein, bei dem unterschiedliche selbst gebackene Kekse gegen einen kleinen Obolus unters Volk gebracht werden.
„Das Geld, das dabei eingenommen wird, kommt dann dem Förderverein zugute“, erklärt Uwe Roth, Leiter des Kulturbereichs im Aposteljugendhaus. „In den vergangenen Jahren wurden unsere Kekse unglaublich gut angenommen, sprich wir waren ausverkauft. Auch in größeren Mengen haben und die Leute das Gebäck abgenommen und ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere enttäuscht wäre, wenn unser Stand fehlen würde.“
Zwar sind es kleine Kekse, aber sie legen einen großen Weg zurück. Gebacken wird zu verschiedenen Zeiten auf verschiedenen Posten. Der Bärenanteil der Nascherei kommt vom Ehepaar Heidi und Olaf Eickmeier. Schon ganz lange ist ihre Hilfe für das Gelingen der Aktion unabdingbar, denn sie stellen die Kekse nicht nur selbst her, sondern portionieren und verpacken zudem alles, was zum Verkauf steht. Uwe Roth und sein Praktikant Edgar Backs organisieren im Aposteljugendhaus mit Jugendlichen eine Backaktion und auch jedes Vorstandsmitglied des Fördervereins trägt seinen Teil bei. Zudem engagiert sich Ellen Schröder vom Reisebüro Schröder tatkräftig in doppelter Hinsicht: Zum einen backt auch sie mit und zum anderen werden die fertigen Werke in ihrem Reisebüro gesammelt und dann von dort aus zum Stand gebracht. Spenden sind natürlich immer gerne gesehen und über jede Person, die sich an der Aktion beteiligt, freuen sich der Förderverein und das Aposteljugendhaus.
„Alle Bäcker spenden ihre Kekse zu einhundert Prozent“, erklärt Martin Ehlers, 1. Vorsitzende vom Achilles-Förderverein. „Somit haben wir nur einen Reingewinn, der dann dem Förderverein gegeben wird, welcher dann davon wieder in Projekte und Aktionen investiert werden kann.“
Gegründet wurde der Achilles-Förderverein für das Aposteljugendhaus im Jahr 2004 und besteht momentan aus etwa 50 Mitgliedern. Die Aufgabe des Vereins ist die finanzielle und ideelle Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit im Aposteljugendhaus.
„Im Februar letzten Jahres haben wir unser 10-jähriges Bestehen mit vorangestelltem Gottesdienst, Bands und Vertretern aus der lokalen Politik, allen voran Bezirksbürgermeister Klaus Persch, gefeiert. Wir unterstützen das Aposteljugendhaus bei Projekten und helfen so das Angebot für die Kinder bunt und abwechslungsreich mit zu gestalten“, so Ehlers weiter.
Weil bei vielen Projekten Drittmittel vom Land nur beantragt werden können, wenn ein bestimmter Eigenanteil vorangestellt und erbracht wird, wären manche Aktionen nicht machbar gewesen. Wie zum Beispiel beim größten Steckenpferd des Fördervereins, der Mittagsbetreuung für Kinder, bei der der Förderverein die Summe des Eigenanteils übernommen hat.
„Als die Mittagsbetreuung für Kinder ins Leben gerufen wurde, haben wir von den Kindern eine kleine Summe verlangt. Leider hat das aber nicht geklappt, weil sich einige Kinder das nicht leisten konnten. Glücklicherweise ist dann der Förderverein eingesprungen und hat das übernommen. Nur so können wir sicher stellen, dass auch jedes Kind ein warmes Mittagessen bekommt“, erzählt Roth.
Die Gelder für Aktionen und Projekte kommen aus verschiedenen Töpfen. Zum einen zahlen die Mitglieder einen Mitgliedsbeitrag. Die größeren Summen kommen aber von Einnahmen von Veranstaltungen und von direkten Geldspenden. Auch auf Firmen geht man zu, welche dann mit vor allem Sachspenden ihren Beitrag leisten.
„Am Tag der Vereine waren wir mit einem Verkaufsstand vertreten, bei dem wir gespendete Sachgüter für wenig Geld verkauft haben. Ein neues Spiel wurde dann für den Bruchteil des regulären Preises weitergegeben, damit sich Kinder, welche es sich nicht leisten können, den vollen Preis zu bezahlen, auch an dieses Spiel herankommen können. Alle Einnahmen werden kann über das Jahr verteilt gesammelt und am Jahresende in den Haushalt gepackt. Aus diesem Topf schöpfen wir dann, um dem Aposteljugendhaus zur Seite zu stehen“, meint Ehlers. „Der Name Achilles wurde deshalb gewählt, weil symbolisch wirken soll. Jeder hat sofort die Achillesferse im Kopf und verbindet diese mit einem Schwachpunkt. Hier ist es so, dass die Jugend die Achillesferse in der Gesellschaft darstellt und somit besondere Aufmerksamkeit verlangt. Nur wenn den Kindern eine gute Lebensperspektive gegeben wird und diese nicht vernachlässigt werden, kann gewährleistet werden, dass sie einen festen Standpunkt in der Gesellschaft bekommen und somit gestärkt werden.“
Und da kommt die weihnachtliche Zeit wie gerufen, um besagten Topf noch etwas mehr zu füllen, denn wer kann selbst gebackene Kekse schon ausschlagen.
Entstanden ist die Tradition in privater Initiative. Eigentlich wollte Lydia Sommer, Mitglied in der Bezirksvertretung III Essen West, nur ein paar Kekse backen und diese dann spenden. Aber aus der harmlosen Aktion hat sich schnell mehr entwickelt.
„Damals vor vier Jahren war ich Kinder- und Jugendbeauftragte im Bezirk und hatte nur vor privat etwas beizusteuern“, so Sommer. „Dann aber haben sich Lydia Kellermanns und Susanne Kroppe angeschlossen und es ging immer so weiter. Die Einnahmen flossen in den Jahren und fließen ja noch immer ins Aposteljugendhaus.“
Dank den freiwilligen Helfern und den Ehrenamtlichen ist so eine solche Aktion überhaupt nur machbar. Und wenn das so bleibt, wird die Bachstube sicherlich noch lange Zeit Bestand haben und die Besucher des Weihnachtsmarktes auf dem Gervinusplatz erfreuen.
Keks- und Plätzchenspenden sind herzlich erwünscht und bei Interesse am Achilles-Förderverein kann man sich auf der Seite des Aposteljugendhauses informieren oder den 1. Vorsitzenden Martin Ehlers direkt unter der Mail-Adresse ehlers.martin@gmx.de und unter der Nummer 0151 / 44 51 53 82 kontaktieren.
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