Kirchenfenster aus aller Welt

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  Von außen ist nicht zu erkennen, was im Inneren zu sehen ist. Das Gemeindezentrum in Essen-Altendorf ist ein riesiges Gebäude, mit Buchhandlung, Stuckdecken und einem großzügig gestaltetem Raum, der sich „Die Galerie“ nennt. Und da Nomen für gewöhnlich Omen meint, ist dieser Platz wieder einmal zu einem Ort für Kunst geworden. Gemeint ist damit die aktuelle Fotoausstellung, die, bereits im Jahr 2012 begonnen, nun ihren glanzvollen Höhepunkt feiert.
„Ursprünglich war unser Gemeindezentrum ein ehemaliges Verwaltungsgebäude der Firma Krupp. Dieses wurde vor langer Zeit renoviert und seit daher gibt es auch „Die Galerie“, in der regelmäßig Ausstellungen der Gemeinde stattfinden“, erklärt das Gemeindemitglied Ralf Somplatzki. „Wir sind bemüht, immer neue Themen und Techniken zu präsentieren, was uns nun wieder zu dem Medium der Fotografie gebracht hat. Nach „Mit Gott im Pott“ und „Licht“ läuft die jetzige Fotoausstellung nun unter dem Motto „Lichtblicke-Kirchenfenster aus aller Welt“. Wenn wir hier schon keine Kirchenfenster haben, weil wir uns ja in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude befinden, dann soll eben anhand von Fotos der verbindende Gedanke geschaffen werden.“
Zum Wettbewerb aufgerufen wurde schon im Jahr 2012. Alle, die daran interessiert waren mitzumachen, waren herzlich dazu eingeladen ihre Kamera in die Hand zu nehmen und das zu fotografieren, was ihrer Meinung nach unter das Thema fällt.
„Herausgekommen ist nun eine Fülle an verschiedenen Motiven, Orten und Intentionen. Viele der Fotos sind an den Orten entstanden, wo die Leute Urlaub gemacht haben. Wir haben neben Essen, Erfurt und Aachen auch internationale Kirchenfenster aus Griechenland, Irland, Spanien, Sardinien oder Island eingereicht bekommen“, meint Somplatzki stolz.
Eine weitere Anforderung war darzulegen, wieso gerade jenes spezielle Bild als Motiv ausgewählt wurde. Deshalb sollten die Teilnehmer neben „ihrem“ Kirchenfenster auch eine kurze Geschichte oder ein kleines Statement abgeben, was sie mit dem Motiv verbinden. Betrachtet man die Fotos und liest also den nebenbei hängenden Text, wird schnell klar, dass neben ungemein vielseitigen Motiven auch interessante Mini-Stories zusammen gekommen sind: Meistens geht es hierbei um die persönlichen Erlebnisse oder die Geschichte hat etwas mit der ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte der Kirche zu tun, in der die Fenster hängen.
„Insgesamt haben 18 Personen mit 68 Bildern teilgenommen. Was die Siegerehrung angeht ist zum einen eine fünfköpfige Jury dafür zuständig, als auch zum anderen unsere Gemeindemitglieder. Wir haben alle Bilder in der Galerie und im Treppenhaus aufgehängt und jeder, der wollte, konnte sie sich anschauen und seine Stimme für drei Bilder geben. Der Wahlzettel sollte dann, natürlich anonym, in eine kleine Box geworfen werden, die im Treppenhaus aufgestellt war. Uns ist es sehr wichtig gewesen, dass auch alle Gemeindemitglieder die Möglichkeit zur Mitwahl hatten, denn der Geschmack des Volkes durfte hier auf keinen Fall fehlen“, erklärt Somplatzki.
Alles in allem haben sich, nach Auszählung der Stimmzettel, etwa 100 Personen am Public Voting beteiligt.
„Wer es nun aufs Treppchen geschafft hat und einen der Siegerplätze ergattern konnte, steht schon fest. Um die Sieger auch gebührend zu ehren und zu feiern, wird am 24. Mai die Ausstellung mit einem kleinen Sektempfang, Snacks und Live-Musik um 18:30 Uhr eröffnet. Dann werden die Sieger verkündet, die Siegerfotos großformatig ausgehängt und über mehrere Wochen ausgestellt. Wir freuen uns über alle Personen, die mit uns dieses kleine Fest feiern wollen“, beschließt Somplatzki.
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