Kulinarisches Altendorf

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Ließen es sich beim Kinder-Koch-Workshop besonders schmecken: Cilina (10), Antoinette (7), Pauline (7) und Melissa (5) (v.li.).
 
"Puff Puff" (vorne) heißen die beliebten frittierten Teigbällchen, die es in vielen afrikanischen Ländern unter unterschiedlichem Namen gibt.
Ferienspatz zu Gast bei afrikanischer Gemeinde



Endlich sind sie da: Die Sommerferien! Und mir ihnen kommt, wie in jedem Jahr, der Ferienspatz samt vieler toller Angebote und Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche.


Auch wieder im Programm ist der Verein Afrika Kultur und Wohlfahrt aus Altendorf mit seinem Kinder-Koch-Workshop. Bei diesem zeigen die Teilnehmer, was kulinarisch in ihnen steckt, indem sie gemeinsam kochen. Ziel ist es, durch das gemeinsame Kochen Gerichte der afrikanischen Kultur, vornehmlich aus Nigeria, Ghana und Kamerun, kennen zu lernen. Gleichzeitig lernen sie, wie bestimmte Zutaten auf englisch beziehungsweise im Original in der jeweiligen Landessprache heißen.

Koch-Workshop soll weg vom Fernseher locken

„Wir freuen uns jedes Jahr, dass so viele Kinder Interesse an unserem Koch-Workshop haben“, erklärt Chrystelle Najeme, Organisatorin der Veranstaltung. „Zusätzlich zu dem interkulturellen Austausch wollen wir den Kindern, die nicht in den Urlaub fahren, zeigen, dass es auch schöne Aktivitäten zu Hause gibt, die Spass machen. So wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, dass die Kinder nicht zu Hause vor dem Fernseher sitzen, sondern andere Kinder kennen lernen.“
Najeme selbst ist seit dem Jahr 2002 in Deutschland, seit 2008 lebt sie mit ihrer Familie in Essen und ist Inhaberin des afrikanische Restaurants und Veranstaltungssaals MBOA in Altendorf, in dem der Koch-Workshop jedes Jahr stattfindet.
„Als wir klein waren, hatten wir nicht die Möglichkeiten, die unsere Kinder jetzt haben“, so Najeme weiter. „Und dass diese immer weiter ausgebaut werden, dazu wollen wir unseren Beitrag leisten.“

Landestypische Gerichte stehen auf dem Programm

Um auch genau den Geschmack der Kinder zu treffen, wird zu Beginn zunächst eine kleine Umfrage gestartet. Es gibt bestimmte Zutaten, aus denen man verschiedene Gerichte zubereiten kann. Einige Gerichte jedoch stehen schon im Vorfeld fest. Dazu gehören zum Beispiel die so genannten „Puff Puff.“ Das sind frittierte Teigbällchen, ähnlich unseren Donuts. Nur ohne Loch.
Einfach und schnell zubereitet und mit Zucker oder Puderzucker bestäubt, sind sie nicht nur lecker, sondern auch über den ganzen afrikanischen Kontinent bekennt: In Nigeria heißen sie „Puff Puff“, in Ghana „Bofrot“, „Mikate“ im Kongo, „Beinye“ in Kamerun oder „Kala“ in Libreria.
Dazu gab es einen frischen Salat, Reis mit verschiedenem Gemüse und Fleischhäppchen in pikanter selbstgemachter afrikanischer Sauce. Für den kleinen Hunger zwischendurch schnibbelten die Kinder Obst.
Und noch mehr gehört zum Unterhaltungsprogramm: Vor dem Essen wird noch ein wenig getanzt und wer will, kann nachher entspannt bei Mal- und Bastelaktionen verdauen.
„Ich finde das Kochen hier immer richtig toll“, erzählt Pauline (7). „Heute habe ich vor allem viele gesunde Sachen gegessen, weil mir der Salat so gut geschmeckt hat. Da haben wir viele Tomaten, Salatblätter und Karotten reingemacht. Und die „Puff Puff“ haben wir richtig toll gemacht. Zu Hause esse ich die auch immer sehr gerne.“
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