Kulturführerschein Reformation

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Erfolgreiche Absolventinnen des" Kuturführerscheins Reformation" mit ihren Leiterinnen Claudia Hartmann, Anke Augustin und Claudia Kocabiyik (v.re.)
 
Barbara Bartsch hatte viel Freude an der Gestaltung ihrer eigenen Bibel.
Alle reden vom Reformationsjubiläum 2017 – einige Interessierte haben sich auf Spurensuche zu den Themen Gesellschaft, Malerei, Musik und Sprache begeben.
Das Ev. Bildungswerk Essen unter der Leitung von Claudia Kocabiyik, Pfarrerin Anke Augustin von der Ev. Kirchengemeinde Essen-Dellwig-Frintrop-Gerschede und Claudia Hartmann vom Senioren- und Generationenreferat des Diakoniewerk Essen organisierten eine beeindruckende und interessante Entdeckungsreise, die von März bis Mai an insgesamt 6 Tagen im Haus der Kirche durchgeführt wurde.
Was hat die Leute im Zeitalter der Reformation bewegt? Wer weiß schon, wie es vor 500 Jahren den Menschen gelang, die Veränderungsprozesse anzustoßen? Dies und noch viel mehr wollten die 18 „Reiseteilnehmer“ wissen. Mit dabei war Barbara Bartsch, die ihre Kindheit und Jugend im überwiegend katholischen Polen verbracht hat: „Ich habe die ersten 22 Jahre meines Lebens überhaupt nicht gewusst, dass es auch evangelische Christen gibt“ erzählt sie „deswegen hat mich das Thema nicht mehr losgelassen und ich bin froh, in dieser Runde so viel Wissenswertes erfahren zu haben.“
Wie es sich für das Erlangen eines „Führerscheins“ gehört, galt es sich mit Theorie, als auch mit Praxis zu beschäftigen. An verschiedenen Orten in der Essener Innenstadt fanden Vorträge statt, einer der vielen interessanten Themen bleibt den Teilnehmern sicher noch lange in Erinnerung. „Besonders spannend war der Vortrag von Heinrich Gehring, Superintendent und Pfarrer i.R.“ schwärmt Ingrid Frohwein, die aktive evangelische Christin „denn wir erfuhren, wie die Stadt Essen zur damaligen Zeit von Luther hörte und sich ihm immer mehr Menschen seinen Reformen anschlossen“. In der Essener Marktkirche gab es die erste evangelische Predigt in der Stadt, was damals ein historischer Augenblick war. Auch Pfarrer Steffen Hunder von der Ev. Gemeinde Essen-Altstadt zog seine Zuhörer in der modernisierten Kreuzeskirche mit seinem Vortrag „Relevanz der Vernetzung“ in den Bann. „Im praktischen Teil ließen wir durch verschiedene Aktionen die Geschichte lebendig werden“ erzählt Pfarrerin Anke Augustin „dank unserer großartigen, kreativen Teilnehmer, entstanden zum Beispiel wunderschöne, selbst gestaltete Bibeln“. Ein Ausflug zum Museum Kunstpalast nach Düsseldorf krönte die gesamte Aktion mit einem Besuch der Cranach-Ausstellung. Der Renaissance-Maler Lucas Cranach war vor 500 Jahren nicht nur der bedeutendste Maler seiner Zeit, sondern auch ein großer Befürworter Luthers Thesen.
Grund zum Feiern gab es für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum Abschluss der Fortbildung, denn jeder hatte den Kulturführerschein „bestanden“ und erhielt ein Zertifikat. Die leitenden Veranstalterinnen freuten sich über die rege Teilnahme ihres Angebotes: „Wir hoffen, dass viele Gedanken und Anregungen nun in die jeweiligen Gemeinden weitergetragen werden“ so Claudia Hartmann vom Diakoniewerk Essen „und wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, ist herzlich eingeladen uns anzusprechen“. Dass dies mit großer Sicherheit geschehen wird, ist der „tollen, kompetenten Vorbereitung der Leiterinnen zu verdanken“ erzählt eine Teilnehmerin unter dem Applaus aller anderen „perfekt organisiert und nach dem Motto Essen hält Leib und Seele zusammen, sind wir vom Restaurant Church wunderbar verpflegt worden“.
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