Luther - Ich fürchte nichts!

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Martin Luther kommt zum 500. Reformationsjubiläum auf die Bühne und hat sein Gastspiel in der Apostelkirche. (Foto: Veranstalter)

Jeder von uns kennt diese Zeiten – man wendet sich hin und her, die Gedanken kreisen und man findet keinen Schlaf. Hat man es dann doch endlich in das Land der Träume geschafft, werden diese von dunklen Gestalten und Zeiten überschattet. Auch Martin Luther litt unter seiner Arbeit und wurde von Alpträumen heimgesucht „Luther – ich fürchte nichts!“ heißt das Theaterstück des N.N. Theaters in Köln. Am 16. September findet ein Gastspiel in der Apostelkirche statt.

Musik, Witz, Tragik und Poesie – zum 500. Reformationsjubiläum erscheint Luther zurück auf der Bühne. Doch dieses Mal findet er keinen Schlaf: düstere Träume, sich kreisende Gedanken und die Furcht sich in Wittenberg lächerlich gemacht zu haben. „Ich fürchte nichts“ von Autor George Isherwood hat bereits am 17. Februar seinen Auftakt in der Düsseldorfer Johanneskirche gefeiert und positive Kritik geerntet: „Das von Georg Isherwood verfasste und von Gregor Höppner inszenierte Stück ist mutig, kritisch, sensibel, humorvoll und aktuell, ein wahres Meisterwerk zum 500. Reformationsjahr“, schreibt die Bad Kreuznacher Zeitung. Bis November diesen Jahres finden 70 weitere Aufführungen in ganz Deutschland statt – unter anderem in der Apostelkirche in Frohnhausen.
Der ungetrübte Blick von außen auf eine zentrale Figur europäischer Kirchengeschichte sei gewollt, betont der Regisseur Gregor Höppner. Der Autor sowie Regisseur haben Freiraum bei ihrer Umsetzung erhalten und ein provokantes Theaterstück entstehen lassen. Den Auftrag dazu habe die Evangelische Kirche im Rheinland zum 500. Reformationsjubiläum erteilt. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Evangelische Kirche in Essen, die Evangelische Kirche im Rheinland und durch die Kulturarbeit der Bezirksvertretung Essen-West.
Welche gesellschaftliche Rolle nahm Luther ein? War er ein Revolutionär für Unabhängigkeit? Kämpfte er für soziale Gerechtigkeit? Oder stand er doch nur auf der Seite der Obrigkeit? Genau diese Fragen werden in dem Theaterstück aufgegriffen. Auch der Antisemitismus spielt eine tragende Rolle. „Mit seiner Bibelübersetzung hat Luther unter anderem erreichen wollen, dass die Juden zum evangelischen Glauben übertreten“, erzählt der Autor. Gleichwohl werden finanzielle Bestechungen präsentiert. Demnach kauft sich das Bankhaus Fugger Stimmen für die Wahlen von Papst und Kaiser – gekaufte Machtverhältnisse, die auch in der Gegenwart von Bedeutung sind... 

Informationen: 

Das Theaterstück findet am 16. September um 17 Uhr in der Apostelkirche an der Mülheimer Straße 72 in Frohnhausen statt. Die Karten (5 Euro) sind im Vorverkauf erhältlich bei BorBäcker Siebers am Frohnhauser Markt oder im Café Forum in der Apostelkirche (im August wegen der Ferien geschlossen). Informationen
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