Pinocchio als charmantes Musical

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Haben viel Spaß auf der Bühne (von links): Jana Flaccus (Blaue Fee), Rick Middelkoop (Gepetto), Elisa Pape (Grille) und Maik Dehnelt (Pinocchio). (Foto: Theater Liberi)

Pinocchio ist wohl die berühmteste Holzpuppe der Welt: Bereits im Jahr 1883 sind seine Abenteuer, erschaffen durch den italienischen Autor Carlo Collodi, als Kinderbuch erschienen. Seitdem begeistern Pinocchios Lügennase und sein Wunsch, ein echter Junge aus Fleisch und Blut zu werden, alle Generationen. Das Theater Liberi hat aus der Geschichte ein Musical erschaffen, das nun im Colosseum Theater Station machte.

"Pinocchi - Das Musical" ist keine pompöse Produktion, bei denen gigantische Bühnenbilder und eine Vielzahl von Darstellern zu erleben sind. Doch die Aufführung hat durchaus ihren Charme. Die sechs Darsteller bringen ein Kindertheater (für die ganze Familie) mit viel Musik, schönen Kostümen und einer bunten Kulisse auf die Bühne.
Erzählt wird die bekannte Geschichte der lebenshungrigen Wunderpuppe Pinocchio, die sich von einem Abenteuer ins nächste stürzt, unterstützt von der treuen Grille und der blauen Fee. Und dann ist da ja auch noch sein liebevoller Vater Gepetto, der Holzschnitzer, der plötzlich verschwunden ist. Pinocchio bricht sofort auf, um ihn zu retten...
Es ist die Geschichte von den Herausforderungen des Heranwachsens. Und: Zum Glück -
wie schön - gibt es ein Happy End.
Die Eigenkompositionen des Musikerduos Christoph Kloppenburg und Hans Christian Becker wirken zwar zum Teil etwas sehr weichgespült, doch motivierte Musical-Darsteller und ein - für die Möglichkeiten von Tournee-Produktionen - gelungenes und wandelbares Bühnenbild sorgen für eine rundum unterhaltsame Veranstaltung.
Genial in ihrer Darstellung ist Elisa Pape in ihrer Rolle der Grille: Hier stimmt jeder Schritt und passt jeder Ton, sie verhilft der Figur zu einem unverkennbaren Charakter und präsentiert dies mit stimmiger Mimik und vollem Körpereinsatz. Meine Prognose: Elisa Pape wird uns bestimmt in den nächsten Jahren noch in größeren Produktionen begegnen. Eine Hauptrolle? Unbedingt! Ein echter Tipp für alle Talentscouts.
Frank Blum

Weitere Aufführungen: Samstag, 17. November, 15 Uhr, Aula der St. Ursula Realschule, Dorsten
Infos: www.theater-liberi.de
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