Reise ohne Flug und Fähre: Die griechische Insel Patmos erleben

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Der außergewöhnliche Ausstellungsort tut der Wirkung der Aquarelle keinen Abbruch.
Essen: Gaststätte Nefeli |

Obwohl die Sonne vom Himmel lockt und der große Biergarten des Restaurants Nefeli an der Nöggerathstraße zum Verweilen einlädt, lohnt sich der Gang in das Innere des griechischen Restaurants. Dort ist derzeit die erste Ausstellung der Malerin Ursula Jankowski zu bewundern.



Rund 40 Aquarelle zeigen die Sicht der 60-Jährigen auf ihre erklärte Lieblingsinsel. Und so wundert es nicht, dass sie, gleich nach dem Auftakt ihrer Ausstellung, erneut in ihre zweite Heimat gereist ist. Gut für alle, denen ihre Bilder gefallen, denn bereits am ersten Tag wurden sieben Werke verkauft. Sie bleiben jedoch vorerst vor Ort. Nun nutzt Jankowski sicherlich die Gelegenheit und lässt sich von der Schönheit Patmos' zu neuen Aquarellen inspirieren. Die Insel ist, auch aufgrund ihrer infrastrukturellen Anbindung, touristisch kaum erschlossen. So zeigt sich hier noch das traditionelle Griechenland mit seinen Tavernen und Gassen und dem Blick über das Meer. Dieses Gefühl versucht Jankowski durch ihre Bilder nach Deutschland zu bringen. Die Borbeckerin lässt sich dabei nicht nur von der Architektur der Insel, sondern auch von den Menschen und der Natur beeinflussen.
Die Idee zu der Ausstellung im Nefeli hatte eine Bekannte des Inhabers Vassilios Dimas bereits im vergangenen Jahr. Da für den Griechen die Bilder jedoch in den Sommer gehörten, ruhte die Idee eine Weile bis sie im Frühjahr wieder auflebte. Schnell wurden sich die Künstlerin und der Restaurantbesitzer einig und 40 von der Malerin ausgewählte Bilder fanden den Weg in den Speiseraum. "Wenn wir während der Ausstellungszeit eine Feier ausrichten, müssen wir die aktuelle Anordnung anpassen, aber vorerst kann das so bleiben", freut sich Dimas. 40 Personen kamen zur Ausstellungseröffnung und einige weitere im Anschluss. Besonders begeistert die Farbauswahl der Künstlern, die neben dem klassischen Weiß und Blau auch mit weiteren Nuancen der Farbpalette spielt. So finden sich Orangetöne ebenso wie Lila, Gelb oder Grün. Das freut besonders Dimas, dessen zwei Lieblingswerke an zentraler Stelle im Restaurant präsentiert werden:" Die Farben inspirieren mich. Das eine Bild stellt eine Kirchenglocke ohne Glocke dar, das andere eine Gasse auf der Insel." Typische Eindrücke aus seiner Heimat Griechenland, in die es ihn noch immer in fast jedem Urlaub zieht. Doch sein Herz schlägt auch für sein Restaurant und so kann er sich vorstellen, in Zukunft häufiger Gastgeber für Künstler aus Essen und Umgebung zu sein. "Wenn die Patmos-Ausstellung weiterhin so gut läuft, dann warum nicht?", grinst Dimas.
Die aktuelle Ausstellung ist noch bis zum 15. August im Nefeli, Grunertstraße 66, zu sehen. Das Restaurant öffnet um 17 Uhr und hat dienstags Ruhetag.
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