Studenten auf Spurensuche

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Leerstehender Luftschutzbunker aus dem zweiten Weltkrieg an der Heßlerstraße in Altenessen. (Foto: Isabell Hoffmann)

Kriegsverbrechen, sichtbare und unsichtbare Spuren und die Erinnerungsarbeit an den zweiten Weltkrieg im Ruhrgebiet - Studenten haben sich auf die Suche gemacht.

Mayk Förster, Isabell Hoffmann, Tabea Borchardt und Janosch Rauter haben sich mit der Geschichte des zweiten Weltkrieges auseinandergesetzt, künstlerisch verarbeitet und damit das Projekt „Bunkerarchäologie“ der Bildung und Vermittlung des Folkwang Museums fortgeführt.
Wie wurde der Krieg und die Gewalt im Ruhrgebiet wahrgenommen? Welche sichtbaren Spuren lassen sich entdecken? Und wie lässt sich dies mit der zeitlichen Distanz bis heute verbinden?
Insbesondere die Stadt Essen spielt bei ihrer Suche auf historischen Pfaden eine bedeutende Rolle, denn hier lassen sich neben der "Waffenschmiede des Reiches" noch weitere Orte des Kriegsverbrechens finden. Demnach lassen sich offensichtliche Spuren an den Mauern der St. Gertrud Kirche erahnen sowie frühere Luftschutzbauten entdecken - festgehalten in der Fotografie, in Collagen und in der Schrift.
Neben der Recherechearbeit mit Archivmaterial wurde das Projekt durch Zeitzeugenaussagen und unvermuteten Entdeckungen von nicht zerbombten Dingen getragen.
In Zusammenarbeit der Bildung und Vermittlung des Folkwang Museums, dem Haus der Essener Geschichte sowie Studenten des Universität Duisburg-Essen und der Folkwang Universität der Künste ist der Katalog unter dem Titel "Geschich_tet" entstanden. Einzelne Arbeiten aus der bereits veröffentlichten Publikation sowie die künstlerischen Weiterentwicklung lassen sich vom 10. September bis zum 21. Oktober im Kunstraum der Notkirche auf der Mülheimerstraße 70 in Frohnhausen bestaunen. Bei der Vernissage am 10. September um 18 Uhr heißen sie Pfarrer und Kurator, Werner Sonnenberg, Peter Daners vom Folkwang Museum sowie die Künstler willkommen.
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