Vom Mythos der schweigsamen Frau

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Unterhaltsame Komödie: „Die schweigsame Frau“ mit Julia Bauer (Aminta) und Franz Hawlata (Sir Morosus). (Foto: Matthias Jung)

Einen unterhaltsamen Abend im Aalto-Musiktheater verspricht „Die schweigsame Frau“, die am Samstag Premiere feierte. Besonders Franz Hawlata in der Rolle des Sir Morosus, Julia Bauer als Aminta sowie Martijn Cornet als Barbier wurden mit reichlich Applaus bedacht.

Die Komische Oper in drei Aufzügen von Richard Strauss kommt in einer modernen und stimmigen Version zur Aufführung - mit einem gelungenen Bühnenbild (Johannes Leiacker), das zudem einige Video-Sequenzen umfasst. Das Aalto-Musiktheater verwandelt sich kurzfristig in ein Stummfilm-Kino.
Die Zuschauer erwartet eine meisterliche Komödie - frei nach Ben Jonson von Stefan Zweig - über den knurrigen, reichen und heiratswilligen Kapitän Sir Morosus, der durch eine Intrige seines Neffen Henry zunächst mit dessen Frau Aminta verehelicht und dann vom Heiratswunsch kuriert wird.
Der Kapitän kann in Folge einer Explosion seiner Galione keine Art von Lärm ertragen.
Zu dumm nur: Die schweigsame Titelfigur mutiert rasch zur rasenden Ehefrau. Und Sir Morosus sinniert zum Schluss: „Wie schön ist doch die Musik - aber wie schön erst, wenn sie vorbei ist.“
Dies mag gelegentlich für Opern-Inszenierungen gelten. In diesem Fall jedoch sind die drei Stunden Vorstellungsdauer - mit einer überraschenden Pause mitten im zweiten Aufzug - kurzweilig und von den Darstellern mit viel Humor und Ironie gekonnt durchzogen.

Weitere Vorstellungen: 17., 19., 22. März; 1., 4., 19., 22., 24., 30. April.
Die nächste Premiere: Rusalka, Lyrisches Märchen in drei Akten von Antonín Dvořák, 23. Mai, 19 Uhr.
Tickets: 02 01 81 22-200
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