Von Tritsch-Tratsch-Polka bis Mala Moja

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Schwarz und weiß: So schick präsentieren sich die Chormitglieder bei Konzerten und anderen öffentlichen Auftritten.
 
Musiker mit Leib und Seele: Der studierte Komponist und Pianist Yevgeniy Vitovskyy leitet im Raum Essen insgesamt vier Chöre. Die Sängervereinigung 1868/71 ist eine davon.

Die Sängervereinigung 1886/71 aus Frohnhausen stellt sich vor

Schwarz und weiß: Für dieses Outfit haben sich die Sängerinnen und Sänger der Chors entschieden, wenn sie Konzerte oder andere Auftritten haben. Dies sieht nicht nur professionell aus, sondern zeugt auch von einer Einheit unter den Chormitgliedern. Gemeint ist hierbei die Sängervereinigung 1868/71 unter der Leitung von Yevgeniy Vitovskyy.
„Mit berechtigtem Stolz kann unser Chor, als einer der ältesten Chöre der Stadt Essen, auf über 145 Jahre Chorgesang zurückblicken“, erklärt Brigitte Hanisch, Vorstand der Sängervereinigung. „Durch den Zusammenschluss der beiden Männerchöre 'Geselligkeit 1868' und 'Harmonie 1871' im Jahr 1972 zur Chorgemeinschaft Sängervereinigung 1868/71 Essen-Frohnhausen entstand ein leistungsfähiger Chor, der bei öffentlichen und karitativen Veranstaltungen vielen Menschen Freude bereitet. Durch die Verstärkung der Ehefrauen im Jahr 1975 entstand aus dem Männerchor der heutige gemischte Chor.“
Geleitet wurde der Chor zunächst 22 Jahre von Wolfgang Neuhaus, der sich stark dafür einsetzte, dass selbiger verstärkt am kulturellen Leben der Stadt teilnahm. Sein Nachfolger wurde 2010 der Pianist und Komponist Yevgeniy Vitovskyy. Dieser studierte an der Staatlichen Sergej-Prokofjew-Akademie Donezk in der Ukraine und wurde schon während des Studiums mit einem Stipendium ausgezeichnet. Bis zu seiner Einreise nach Deutschland war er als Dozent für Klavier und als Solist tätig. In Essen leitet der Fachmusiker insgesamt vier Chöre, die Sängervereinigung ist einer davon.
Mit knapp 40 weiblichen und männlichen Mitgliedern ist der Chor gut aufgestellt. Gesungen werden vor allem geistliche uns weltliche Werke sowie Volkslieder. „Insgesamt haben wir mehr als 100 Lieder im Repertoire“, meint der Musiker. „Diese werden je nach Auftritt ausgewählt. Nicht zu finden sind bei uns Gospel- und Jazzstücke, wir bleiben lieber bei deutschem Liedgut vom Barock bis zur Moderne.“ Wie auch bei anderen Chören ist die Sängervereinigung vierstimmig, allerdings mit der Ausnahme, dass es hier einen ersten und einen zweiten Sopran gibt. Tenöre und Bässe sind dann wieder normal anzutreffen.
Bei jeder Probe wird sich zunächst eingesungen: Durch Mundlockerungsübungen, Tonleiterspringen und Zwerchfellübungen soll zunächst alles gelockert werden. Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass eine Mango besungen wird oder der Apfelsaft – natürlich nur im Rahmen einer Einsingübung für eng aneinander liegende Töne. Dann geht es an die richtigen Stücke: „Glocken der Abendstunde“, „Mala moja“, „Abendsegen“ und „Trisch-Tratsch-Polka“ sind aktuell. Das bringt zum einen Abwechslung und zum anderen können durch die Eigenheiten im Gesang, manchmal laut und leise, manchmal einen Ton halten oder punktuiert singen, viele Dinge geübt werden.
„Was uns, abgesehen vom Gesang selbst, sehr am Herzen liegt, ist die Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander“, so Hanisch weiter. „Die aktiven und fördernden Mitglieder der Sängervereinigung unternehmen in jedem Jahr Ausflüge und Fahrten, wobei wir natürliche auch Freunde und Verwandte dazu einladen. Gemeinsam haben wir schon viel gesehen und planen auch für dieses Jahr Tagesfahrten und unseren Chorausflug.“
Natürlich wäre es verschwendete Liebesmühe, sollte ein Chor nicht regelmäßig auftreten, um das Geprobte und in vielen Stunden Eingeübte einem Publikum zu präsentieren. Hierfür bieten sich der Sängervereinigung 1868/71 über das Jahr verteilt zahlreiche Möglichkeiten. „Beim Gruga-Singen am Tag des Liedes erfreuen wir die Zuhörer mit unserem Chorgesang. In verschiedenen Seniorenheimen haben wir ein besonders dankbares Publikum, da sich viele der Bewohner an die in der Schule gelernten Volkslieder erinnern und mitsingen. Das Advent-Singen in der Marktkirche ist für uns immer etwas Besonderes und auch beim nachweihnachtlichen Konzert in Altendorf sind wir schon mindestens zum 20. Mal dabei“, zählt der Vorstand auf.
Wer sich die Sängervereinigung gerne einmal selbst zu Ohren führen möchte, kann dies voraussichtlich am 22. Mai beim Gruga-Singen tun. Wer nicht im Publikum sitzen will, sondern selbst mitsingen möchte, ist auch dazu herzlich eingeladen: Geprobt wird immer am Mittwoch von 19-21:30 Uhr in der Grevelstraße 36 in Frohnhausen.
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