13000 Euro - für Hunde-Plumpsklos…?

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Wie finden Sie die Rasenfläche? "Wie kann man ein Beet, das ja für uns Frohnhauser Bürger eine "Augenweide" sein soll, so von Hunden zu scheißen... Nicht nur ein Problem des Gervinusplatzes , sondern betrifft ganz viele Stellen in Frohnhausen", empört sich verärgert Heidrun Weber, Stadtteil-Spaziergänger-Patin.
 
Wie elektrisiert war Renate Mittmann, als sie Anfang Februar erfuhr, dass die Politiker der Bezirksvertretung III u. a. für die Rundbeete am Gervinusplatz 13000 Euro bewilligen... Fotos: Gohl
Geteilt - gehäufte Beschwerden – jetzt Abhilfe…?

Der riesige Stadtteil Frohnhausen besitzt ein Filetstück. Das liegt zentral – heißer Gucker. Könnte! Haltestelle von Straßenbahn, Bus. Hunderte Menschen steigen dort täglich ein, aus. Juchhu?! Vier Beete – die zum Himmel stinken. Nun plumpsen 13000 Euro da rein. Die Meinungen darüber scheiden sich gewaltig…

Wie elektrisiert war Renate Mittmann, als sie Anfang Februar erfuhr, dass die Politiker der Bezirksvertretung III u. a. für die Rundbeete am Gervinusplatz 13000 Euro bewilligen. Um quasi den Rasen zu „radieren“ –dann als Schotterstaudenfläche zu liften.

„Dieses halte ich für keinen guten Plan“, empört sich die Frohnhauserin. Vor Jahren waren diese Rundbeete bepflanzt, von sogenannten Paten betreut. Ich machte kurze Zeit mit. Aber, die Beete wurden als Hundeklo und Müllhalde benutzt. Schöne Blumen zertrampelt oder gestohlen! Die jetzige Rasenbepflanzung kann leicht gepflegt werden, sieht ordentlich aus. Ich sehe keinen Handlungsbedarf. Dagegen die Reinigung von Dreckecken ist dringend angezeigt. Deshalb, bitte die Sache noch mal zu überdenken.“

Untätig blieb Renate Mittmann nicht, sprach mit Ratsherrn Udo Karnath von ihrem Ärger für das viele Gervinusbeet-Geld, dass man besser in Schulen stecken könnte. Dem Ratsherrn übergab sie einen Brief an die Bezirksvertretung III. „Doch als sie ihn nach Tagen traf, sagte er mir, die Umgestaltung hätte eine Mehrheit erzielt. Die Pflege würden die Stadtteil-Spaziergänger-Paten übernehmen….Das ist der Hammer. Eine Totgeburt. Jetzt sehen die Beete ordentlich aus. Ich sehe nicht ein, dass hier Geld verplempert wird.“

Fakt ist, viel Moos wurde immer wieder in die vier Beete gesteckt. Doch blieben die ewig ein Dorn für viele Menschen. Strophen kann davon Klaus Persch, Bezirksbürgermeister, singen. Auch das alte Lied kennt jeder: Zwar ist der Gervinusplatz städtisch. Aber Grün und Gruga hat kein Geld, um Blumenbeete zu pflegen.
Aufreger 2011, als zwei Baumbeete, von uneinsichtigen Menschen ständig als „Trampelpfad“ benutzt, Eisenumrandungen erhielten. Die BV III blätterte dafür 2000 Euro auf den Tisch!

Ach ja, was meint dazu die Stadtteil-Spaziergänger-Patin? Heidrun Weber erlebte mit ihren Leuten intensiven Gervinusbeet-Kontakt. Wie die Ameisen wuselten die älteren Menschen im Boden. Ließen die Beete nie stiefmütterlich im Stich. Bepflanzten die regelmäßig. Aber jetzt?

„Gut ist, dass endlich die Grünfläche weg kommt und durch Schotterbepflanzung ein ordentlicher Eindruck entsteht. Ich habe mit meinem Enkel im Herbst Frühjahrszwiebeln gepflanzt. Als ich vor circa drei Wochen nachschaute, ob dort schon was sprießt, habe ich mich geekelt und für meine Mitmenschen geschämt! Wie kann man ein Beet, das ja für uns Frohnhauser Bürger eine „Augenweide“ sein soll, so von Hunden zu scheißen? Hunde können nichts dafür, aber das leidige „Herrchenproblem“ am anderen Ende der Leine, sollte sich verantwortlich fühlen - die dicken Scheißhaufen entfernen. Das ist aber leider – wie wir wissen – nicht nur ein Problem des Gervinusplatzes, sondern betrifft ganz viele Stellen in Frohnhausen: Immer auf der Hut um einem Hundehaufen auszuweichen. Während wir unsere Spaziergänge unternehmen, erschallt immer öfter der Ruf: Achtung Tretminen.

Um wieder auf die Blumenbeete zurückzukommen, ich finde die Bepflanzung richtig. Dort werden Pflanzen gesetzt, die den Örtlichkeiten angepasst sind und sicherlich nicht plattgetreten oder ausgerissen werden. Meine Spaziergänger und ich übernehmen das Gießen nach dem Pflanzen und auch – sofern überhaupt sichtbar – auch das Entfernen des Unkrautes. Wer sagt, wir haben unter den Bäumen doch eine wunderschöne Rasenfläche, der hat sich das Malheur noch nicht aus der Nähe angeschaut. Grauselig und ekelig!“

Weber verärgert: „Hundehaufen in ganz Frohnhausen stinken zum Himmel. Bei sonnigem Wetter stinkt es derart in der Kölner Straße, dass ich spontan die Mundatmung einschalte, Nasenatmung geht gar nicht. In der Braunschweiger Straße ist es seit einiger Zeit so, dass an diversen Häuserwänden neben den Hauseingängen dicke Haufen liegen. Also haben wir in der Dunkelheit unsere Wege auf die Straße verlegt. Aber – auch dort Hundehaufen. HILFE!! Das kann es doch nicht sein, Slalomlaufen - um nicht in Hundehaufen zu treten.“
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2 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 26.02.2016 | 19:01  
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Ursula Dotzki aus Essen-Nord | 04.03.2016 | 13:16  
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