30 Jahre ohne Alkohol, ohne Drogen!

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Immer wieder gibt es im Altendorfer "Lädchen" großen politischen Bahnhof, links Vorsitzender Bruno Goriß. Foto: Gohl
 
Bruno Goriß, Lädchen-Vorsitzender, durchlebte schon die Hölle und den Himmel... Fotos: Gohl
Altendorfer Suchthilfeverein Lädchen jubelt: Drei Jahrzehnte Suchthilfe - mit vielen starken Händen!

Wow, wie der strahlt! Grund genug hat Bruno Goriß. Ein wahres Arbeitstier, Vorbild für andere. Aber, so war er nicht immer, der Vorsitzende vom Altendorfer „Lädchen“, Altendorfer Straße. Er schaute vor Jahrzehnten dem Tod ins Auge. Alkohol! Längst vorbei. Gott sei Dank. Seit 30 Jahren schluckte er von dem Teufelswasser nie mehr einen Tropfen. Damals hatte er ein unvergessliches Schlüsselerlebnis…

Albtraum für Bruno Goriß war vor 30 Jahren das Koma im Krankenhaus, als der Arzt ihm sagte: „Noch einmal, dann hörst du die Engel im Himmel singen.“ Schock. Doch Willi Kolbe, Leiter der Langzeittherapie, wusste Rat. „Wir gründeten einen Verein für alkoholabhängige Menschen.“ Mit Hilfe von Prof. Dr. Seferath, Philippusstift, wurden 1984 Räumlichkeiten, zunächst in der Dresdner Straße, Frohnhausen, angemietet; Wege aufgezeigt, wie die Gruppe von der Stadt finanziell, mit damals sieben Kollegen, von der Stadt finanziell unterstützt werden kann.

Wer gab den Namen Lädchen?
„Willi Nothbaum, Gott hab‘ ihn selig, sagte immer. „Wir haben da so einen Laden. Zack, das „Lädchen“ wurde getauft.“

Wie kam es zum Umzug zur Altendorfer Straße?
Dem Altendorfer Friedel Sniatecki liegt immer sein Stadtteil am Herzen. 1995 war er SPD-Ehrenvorsitzender des Altendorfer Ortsvereins, ebenso Vorsitzender vom „Lädchen“. Vorher knüpfte er bereits zu dem Verein Kontakte, die so aussahen. „1991 war in der Altendorfer Straße 391 eine Eigentumswohnung frei, 50 qm, die Willi Nothbaum gehörte.“

Nothbaum kannte Sniatecki, der „klopfte“ an, ob die Altendorfer SPD der suchtfreien Kontaktstelle mit Geld helfen kann.
Sniatecki rückblickend: „Die Räume waren desolat. Horst Radtke, damaliger Landtagsabgeordneter, half mit einer großen Summe vom Sozialministerium des Landes NRW. Auch baten wir die damalige Oberbürgermeisterin Annette Jäger um eine Finanzspritze. Sie wiederum setzte sich mit der Sparkasse in Verbindung. Es klappte. Wir wurden gesponsert.

Viel Glück gehabt. Denn das Lädchen e.V. ist mittlerweile eine wichtige Anlaufstelle; leistet herausragende Aufgaben, Hilfestellungen bei der privaten, beruflichen und gesundheitlichen Wiedereingliederung. Personen werden beraten, bei Behördengängen betreut.

Und immer wieder gab es großen politischen Bahnhof im „Lädchen.“ So zum 25-Jährigen mit Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Petra Hinz, MdB, Bürgermeisterin Annette Jäger, damaligem Oberbürgermeisterkandidat Reinhard Paß.

Regelmäßig finden bis jetzt den Weg dorthin Jens Geyer, Europaabgeordneter, Petra Hinz, MdB, Britta Altenkamp, Landtagsabgeordnete, Annette Jäger.
Und auch OB Paß. Denn das Lädchen platzte mittlerweile wegen der Enge aus den Nähten. Die Not war groß. Der hartnäckige Sniatecki „quälte“ immer wieder den OB. Der versprach, sich bei der Alfred-Krupp-Stiftung umzuhören. Das Märchen wurde wahr.
Paß setzte sich so packend ein, dass 2012 50000 Euro auf dem Lädchen-Tisch landeten. Jubel, Trubel.

„25000 Euro überwies das Sozialamt sofort an den Vermieter. Somit wurde der neue Raum gekauft. Alles korrekt gelaufen. Der Altendorfer Notar Rainer Blechschmidt wurde eingeschaltet, damit der ca. 39 qm Raum für den Verein Lädchen auf die Stiftung ins Grundbuch eingetragen wurde.
25000 Euro flossen in Renovierungsarbeiten. Teil in Selbsthilfe. Starke Unterstützung erhielt das Lädchen von der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord, Prof. Dr. Lang; außerdem durch Architekt Jacobi, der ehrenamtlich die Bauarbeiten koordinierte.

Alle Achtung: Bruno Goriß, Lädchen-Vorsitzender, packte in seinen drei Wochen Ferien mächtig mit an. Mit Helfern wurden Boden gefliest, Decke abgehängt, Wände gestrichen; behindertengerechte Toilette installiert. Trennwände wurden eingebaut für ein kleines Büro, für Beratungen, „damit die menschlicher, sozialer durch den Vorstand gestaltet werden.“

Glückwunsch! Weitermachen.

Lädchen e.V.
Die Räumlichkeiten, Altendorfer Straße 391 und Angebote des Lädchens stehen an sieben Tagen in der Woche als Freizeitangebot zur Verfügung. Öffnungszeiten:
Mo.-Fr.: 9.30 – 19.00 Uhr, Sa., So., Feiertag: 12.30 – 19 Uhr.
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2 Kommentare
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 03.10.2014 | 11:45  
Frank Blum aus Essen-West | 27.11.2014 | 13:32  
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