ADFC-Essen dreht 30 Jahre am Rad - Geburtstagsgeschenk für ALLE

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Fahrradpiktogramm. Foto: ADFC
 
Niederfeldsee. Foto: ADFC
 
Radfahrstreifen Haedenkampstraße. Foto: ADFC
Auch im Essener Westen tut sich was Besonderes zum Jubel-Jahrzehnt!

Vorweg: Jörg Brinkmann, den muss man kennen. Den Drahtesel-Befürworter! Ohne Rad läuft nichts bei ihm. Er lässt sich nie unterkriegen, entmutigen. Selbst mit schweren Krankheiten kämpfte er weiter für das Rad, mit Ideen für Radwege. Hartnäckig! Wenn er es nicht längst hätte, das Bundesverdienstkreuz! Er ist immer wieder verdienstvoller „Ordenträger“. Denn Rad-Arbeit ist oft nicht rosig, eher rostig…

Auch der ADFC begann mal winzig. Im Mai 1984, mit nur 22 Aktivisten. Der West Anzeiger radelt mit dem ADFC Essen-Vorsitzenden Jörg Brinkmann zurück und vorwärts.

Welches Ziel hat der ADFC, wie viel Mitglieder in Essen heute?
„Circa 750 Mitglieder. Von Beginn an galt das Hauptaugenmerk der Verbesserung des damals reichlich daniederliegenden Radverkehrs in einer Stadt, die 1991 die „Rostigen Speiche“ als damals fahrradfeindlichste Großstadt Deutschlands erhielt. Die wenig schmei¬chelhafte „Ehrung“ war das Ergebnis eines vom ADFC bundesweit durchgeführten Fahrradklimatests in deutschen Städten. Im Oktober dieses Jahres erfolgt übri¬gens zum 6. Mal eine Neuauflage des besagten Fahrradklimatests.“

Wie machte der ADFC-Essen auf sich aufmerksam?
„Immer wieder hat der ADFC-Essen spektakuläre Aktionen durchgeführt, darunter das aus 200 Radlern gebildete Fahrradpiktogramm am Wasserturm Steeler Stra¬ße oder den auf der Hache- bzw. Hollestraße gebildeten Radwege-Tisch am Hauptbahnhof, der eine Vollsperrung des gesamten Verkehrs bewirkte. Damit sollte auf die fehlende West-Ost-Querung aufmerksam gemacht werden. Gemein¬sam mit der Stadt Essen führte man Aktionen wie die Verleihung des „Radler des Jahres“ oder die Aktionswoche „Rad und Tat“ durch, um nur einige Beispiele zu nennen.“

Neue Rad-Aktionen?
„ Aktuell beteiligt man sich an Aktionen wie das „Stadtradeln“ und veran¬staltet in diesem Zusammenhang das „Nachtradeln“, bei dem unter Polizeibeglei¬tung 25 Kilometer kreuz und quer durch das abendliche Stadtgebiet geradelt wird. Die nächste Aktion „Nachtradeln“ findet am 19. September statt, gestartet wird um 20 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz.“

Wer erarbeitet die Radtouren?
„Ja, sie werden immer umfangreicher, welche der ADFC-Essen gemeinsam mit der Essener Fahrrad-Initiative (EFI) durchführt. Waren es zu Gründungszeiten sechs Touren, sind es inzwischen über 80 Fahrten pro Jahr, wobei von einfachen Touren für Eltern mit kleinen Kindern bis zu ambitionierten Mountainbike-Touren alles dabei ist.“

Wer kann, darf bei Touren mit radeln?
„ Jeder. Man sollte aller¬dings immer Länge und Charakteristik einer jeden Fahrt beachten, schließlich soll die Tour ja auch Spaß machen. Alle Informationen hierzu finden sich im jährlich herausgegebenen Fahrradkalender der Stadt Essen, auf dem Tourenflugblatt von ADFC und EFI oder auf der Internetseite www.adfc-essen.de. Auch alle weiteren aktuellen Informationen über die Aktivitäten des ADFC sowie das Neueste über den Radverkehr in Essen. Wer persönlich den ADFC kennen lernen möchte, sei herzlich zu den monatlich stattfindenden Radlertreffen einge¬laden. An jedem 1. Freitag im Monat um 19.30 Uhr im „Verkehrs- und Umweltzentrum“ , Kopstadtpassage, Kopstadtplatz 12.“
Auf weitere Jahrzehnte: Hals- und Speichenbruch!


Fahrradtour durch den Essener Westen
Empfohlen von Jörg Brinkmann, ADFC-Essen-Vorsitzender


Bedauerlicherweise gilt der Essener Westen in Radfahrkreisen nach wie vor als Diaspora. Aber auch hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, so dass sich daraus eine durchaus attraktive Rundfahrt zusammenstellen lässt. Die vom ADFC-Essen ausgearbeitete und nachfolgend beschriebene Tour ist etwa 14 Kilometer lang, führt in überwiegendem Maße über verkehrsberuhigte Straßen sowie abseits des Autoverkehrs – darunter etwa 7 Kilometer über Bahntrassen-Radwege – durch die Stadtteile Frohnhausen, Holsterhausen. Altendorf.

Start ist auf dem Frohnhauser Platz. Diesen verlassen wir Südwest-wärtig über die Göttinger Straße. An der Breslauer Straße angekommen, biegen wir links in diese ein, folgen ihr über die Autobahn. Weiter geht es über die Keplerstraße ein ganzes Stück geradeaus bis zu einer abknickenden Vorfahrt, wo wir nach rechts in die bergauf führende Menzelstraße einbiegen. Oben angekommen geht es links in die Gemarkenstraße, der wir nunmehr ein ganzes Stück ins Holsterhauser Zen¬trum folgen. An der Aldegrever Straße biegen wir rechts in diese ab, queren im weiteren Verlauf im Linksrechts-Versatz die Holsterhauser Straße und folgen dann der Virchowstraße bergab. An der Kreuzung mit der Hufelandstraße können wir durch die kürzlich erfolgte Öffnung der Einbahnstraße weiter geradeaus fahren.
Am Haumannplatz angekommen, biegen wir an der Kreuzung links in die Schön¬leinstraße und kurz danach rechts in die Hans-Luther-Allee. Diese geht halbrechts über in die Pelmannstraße. Aber nur wenige Meter weiter biegen wir links in den steil bergauf führenden Zufahrtsweg zum Gruga-Radweg, einer ehemaligen Bahn¬trasse, die seit gut 10 Jahren Radfahrern und Spaziergängern zur Verfügung steht. Wir biegen nach rechts auf besagten Radweg und folgen diesem knapp vier Kilometer bis zu seinem Ende am Frohnhauser Weg. Da die Fortsetzung über Mül¬heim-Heissen noch nicht fertiggestellt ist, folgen wir zunächst der Straße nach rechts, um dann links in ein Sträßchen namens Breilsrand einzubiegen. An deren Ende geht es kurvenreich weiter über einen schmalen Radweg.

An der Böhmerstraße angekommen biegen wir links ab und unterqueren mittels zweier Unterführungen die Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Mülheim. Am Ende geht es halblinks die Rampe hinauf zum Radweg auf der früheren Rheini¬schen Bahntrasse. Diesem 2010 fertig gestellten Bahntrassen-Radweg folgen wir nun ca. drei Kilometer weit und überqueren dabei den jüngst fertig gestellten Niederfeldsee mittels einer kleinen Brücke. Nach der großen Brücke über die Helenenstraße erreichen wir den Krupp-Park mit seinem ebenfalls neu angelegten See. Diesen umfahren wir rechts herum im Uhrzeigersinn, um anschließend nach links in großzügiger Slalommanier weiter durch besagten Park zu fahren. Am Ende landen wir an der riesigen Kreuzung des Berthold-Beitz-Boulevard mit der Altendorfer Straße.

Weiter geht es geradeaus über den Berthold-Beitz-Boulevard bis zu dessen Ende an der Frohnhauser Straße, in die wir rechts abbiegen. Der weitere Verlauf unter der Eisenbahnbrücke ist derzeit noch Großbaustelle, ein Ende ist aber abzusehen. Solange aber müssen wir uns noch rechts an der Baustelle vorbeimogeln. Direkt hinter besagter Bahnunterführung biegen wir rechts in die Kerkhoffstraße, der wir auch über die Kreuzung mit der Martin-Luther-Straße hinaus weiter folgen. An der nächsten beampelten Kreuzung biegen wir nach links in die Dahnstraße, die im weiteren Verlauf zur Lüneburger Straße avanciert. An deren Ende geht es noch ein kurzes Stück links über die Kölner Straße bis zur Mülheimer Straße. Dort an¬gekommen befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Frohnhauser Platz, dem Ausgangspunkt unserer Tour.
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 03.10.2014 | 19:34  
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