Alibi? Asylheim "Hundewiese" für Bauland...

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Protestaktionen laufen seit Februar - zum Asylheim auf der Nöggerath 114 - doch dem 90 jährigen Hundesportverein droht jetzt die Zwangsräumung. Fotos: Schattberg
  Offener Brief an die Stadtverwaltung am 19.5., am 25.5. auch an die Mitglieder der Bezirksvertretung…

Vernichtung einer traditionellen Vereinsexistenz.
Mit ihrer Planung stellen sich die dafür Verantwortlichen der Stadt ein „Armutszeugnis“ aus. Oder ist es vielmehr geschickt geplantes Kalkül?
Der Hundeverein ist fast ein Jahrhundert lang, integrierter Bestandteil des kulturellen Altendorfer Lebens. Durch seine hundeschulische Ausbildungstätigkeit leistet er einen wertvollen Beitrag zum verständnisvollen Umgang zwischen Mensch und Hund. Die Hundewiese wird häufig von interessierten Bürgern und auch von Kindern der Umgebung gern besucht.

Unter dem Gelände befinden sich Durchgangsleitungen von Gasen und anderen chemischen Stoffen die eine flächige (wie von der Stadt vorgesehene) Bebauung nicht zulassen.

Die Stadt hat immer betont dass die Erbauung von Flüchtlingsunterkünften unter einer Größenordnung von 200 Unterbringungsmöglichkeiten finanziell nicht tragbar, weil insgesamt zu kostenintensiv sei. Aufgrund der Risiken auf dem Gelände können dort nun maximal 120 Menschen untergebracht werden. Trotz der Unwirtschaftlichkeit soll aber gebaut werden, vernünftiges Wirtschaften vernachlässigt werden und der Hundesportverein seine Existenz verlieren.

Der traditionelle Verein erhielt zwischenzeitlich die Aufforderung zur Platzräumung bis zum 30.6.2016. Warum?

Die Stadt betont immer wieder, dass die Unterbringungen keine Dauerlösungen sind und nach gewisser Zeit wieder zurückgebaut werden sollen.

Zwischenzeitlich entsteht durch die Renaturisierung des „Borbecker Mühlenbachs“ im Rahmen eines Milliardenprojekts der Emschergenossenschaft unmittelbar angrenzend ein höchstattraktives und hochwertiges Landschaftsgebiet als wunderbares, hochwertiges Wohnumfeld.

Derzeit ist die Hundewiese planerisch nicht als Bauland ausgewiesen. Nach dem Rückbau der Unterkünfte gibt es jedoch keinen Grund mehr das Gelände nicht als Bauland auszuweisen, denn warum sollten Flüchtende dort wohnen können und andere Bauwillige nicht?

Durch den Abriss des Hundeplatzes, die damit verbundene Vereinsvernichtung, verschafft sich die Stadt durch die Hintertür und dem Argument man müsse humanitäre Dienste leisten, Filetgrundstücke mit enormen Verkaufswert. Humanitäre Wertschöpfung. Clever ! Aber fürsorglich? Eher nicht ! Verantwortungslos, skrupelos!

Die ursprüngliche Planung des Bau`s von Unterkünften auf dem Gelände der ehemaligen OASE kann nicht erfolgen, weil dieses Grundstück, (was bestens geeignet gewesen wäre) während der Standortplanungen an einen finanzkräftigen Investor verkauft wurde. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Ich als interessierter Bürger bedanke mich bei den Verantwortlichen der Stadt Essen ausdrücklich für ihr ausgewogenes humanitäres und gemeinwohliges Verhalten bei der schnellen Vernichtung von Tradition zugunsten von nachhaltiger Baugrundschaffung höchster Qualität und Güte.

Johannes Breuer,Heinrich-Strunk-Str. 159, 45143 Essen
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1 Kommentar
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 25.05.2016 | 21:50  
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