Barrieren abbauen - A. Sutter Dialog Services GmbH unterstützt inklusives Projekt

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Martin Lorrek, Teamleiter IT-Services, und Achim Herbst, Geschäftsführer der A. Sutter Dialog Services GmbH, arbeiten gut und gerne zusammen. Foto: P. de Lanck
Essen: Sutter |

"Ich habe zum Glück bisher keine negativen Erfahrungen in Bewerbungssituationen gesammelt", berichtet Martin Lorrek, der mit einer Gehbehinderung seit seinem 14. Lebensjahr stark bewegungseingeschränkt ist. Seit elf Jahren arbeitet er nun bereits bei der A. Sutter Dialog Services GmbH und ist dort mittlerweile als Teamleiter beschäftigt. Doch nicht allen Menschen mit Behinderung geht es so bei der Jobsuche.

Seit Januar 2015 läuft das Projekt „Essen.Inklusive.Arbeit“, das vom JobCenter, der Agentur für Arbeit Essen und dem Franz Sales Haus zur Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt auf den Weg gebracht wurde. Ziel des Projektes ist es, Arbeitgeber davon zu überzeugen, auch Menschen mit einem vermeintlichen Handicap eine Chance zu geben.
Die Sutter Dialog Services GmbH, Dienstleister für Call‐Center‐Projekte mit Expertise im Bereich Messe‐Services, Banken‐ und IT‐ sowie 24‐Stunden‐Services, z.B. in Form von Krisenhotlines, zeigt sich nicht nur in Bewerbungssituationen offen gegenüber allen Mitarbeitern. Derzeit arbeiten sieben Menschen mit Behinderung für das Unternehmen. Unter ihnen Marlén Zyla, die aus dem Projekt Essen.Inklusive.Arbeit übernommen wurde.
Die an der Glasknochenkrankheit erkrankte 28‐jährige arbeitet in der Email‐Bearbeitung und erledigt dies auch von zuhause aus. "Frau Zyla ist an den Rollstuhl gebunden ist und kann nicht täglich ins Unternehmen kommen. Also haben wir ihr flexible Arbeitszeiten und Homeoffice eingeräumt", erklärt Geschäftsführer Achim Herbst.
Auch Martin Lorrek, der mit 14 Jahren einen schweren Zugunfall hatte, fühlt sich bei Sutter Dialog Services gut aufgehoben. Der gelernte Fachinformatiker wurde von Anfang an gut im Team aufgenommen.
"Ich hatte keine Probleme und komme hier barrierefrei gut klar." Eine Sonderbehandlung gebe es für ihn nicht. Alle begegneten ihm mit Respekt, erklärt er und fügt hinzu: "Ein offener, normaler Umgang ist wichtig, man muss den Menschen kennenlernen. Hier gibt es keine Scheu."
Das Vorurteil, dass Arbeitnehmer mit Behinderung häufiger krank seien, kann Geschäftsführer Achim Herbst nicht bestätigen.

Flexible Arbeit und Homeoffice

Die Zukunft sieht Herbst vor allem auch in einer zunehmenden Vernetzung.
"Wir wollen Heimarbeitsplätze weiter ausbauen und mehr auf unsere Mitarbeiter zugehen." Zufriedene Mitarbeiter führten schließlich auch zu zufriedenen Kunden.
Ein Infonachmittag zum Thema "Inklusive Arbeit" am 27. November ab 15.30 Uhr im Hotel Franz richtet sich an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Achim Herbst ist dabei und gibt seine Erfahrungen gerne weiter.
Mehr zur Kampagne unter: www.esseninklusivearbeit.ruhr
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