Die beliebteste Essener Baustelle

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Was gibt's denn da so Spannendes zu gucken? Die Kinder der ev. KiTa am Postreitweg können sich jedenfalls nicht sattsehen - Leiterin Martina Sonnenberg, re. sowie Erzieherin Nicole Fritz auch nicht. Fotos: Debus-Gohl
Ev. Kita am Postreitweg hat was, wovon Kleine und Große träumen!

Kennen Sie die Anziehungskraft vom Bagger? Wenn die Schaufel sich in das Gebäude gefräßig Teil für Teil raus „frisst“, den Brocken wieder ausspuckt. Die Zerstörung zieht an. Oder wenn Krater, Riesenhaufen durch die Baggerschaufeln entstehen. Die Kinder der Postreitweg-Kita sind jedenfalls täglich hin und weg. Sie leben auf der Baustelle mit den Großen. Denn es wächst ein 500000 Euro Projekt.

Nö, bei viel Durcheinander im „alten“ Gebäude, Krach hinter den Fenstern, schafft Martina Sonnenberg, Kita-Leiterin, es noch, zu lachen. Motto: Es geht alles vorüber… Mit Blick zurück.

1962 wurde die Einrichtung vom Gemeindezentrum gebaut, damals nur drei-gruppig. Aber rappelvoll, mit jeweils 30 Kinder. „Heute ist das Gott sei Dank nicht mehr der Fall. Denn 1995 folgten An- und Umbau der Einrichtung; sowie auch Einführung für Schulkinder. Die Gruppen wurden schlanker mit höchstens 20-25 Kindern.“

Aber die Zeiten ändern sich. „Jetzt haben wir den nächsten An- und Umbau für die U3 Betreuung, also unter drei-Jährige; Schulkinder jedoch nicht mehr.“ Dafür neu: Ab 1. August werden hier zusätzlich auch vier- bis sechs-Monatige gehegt, gepflegt, gewickelt. Die Gruppenzahl stieg von vier auf fünf, mit 95 Kindern.

Wer hätte es gedacht: Der Bau ist längst noch nicht fertig. Die neuen Winzlinge sind also da, auf dem Papier stehen schon fünf Gruppen. Was ist zu tun?
Jedenfalls nicht gejammert. „Sondern alles ist spannend. Wir leben auf der Baustelle. Die Kinder finden es cool. Es ist natürlich stressig für die Erzieher, mit weniger Raum mehr Kinder zu betreuen bis alles fertig ist. Doch die Lösung stand quasi vor der Tür. Denn die Gemeinde stellte uns im Gemeindehaus einen Raum zur Verfügung, direkt nebenan. Es gibt eine Verbindungstür. Alles wurde Kind gerecht eingerichtet. Die Zusammenarbeit ist sehr positiv.“Arrangieren heißt das Lösungswort – bis alles paletti ist.

Fakt: Baustellen sind für Kinder höchst interessant. „Wir machen kleine Projekte daraus, Eltern meckern nicht. Alles wurde besprochen. Auch im „alten“ Gebäude wird nämlich gewerkelt. Die Waschräume werden modernisiert, alles wird auf den heutigen Standard gebracht, entsprechend den Vorschriften vom Landes-Jugendamt. Und da die Baugenehmigung lange schmorte, erst im Juni rein flatterte, hofft Martina Sonnenberg, dass spätestens im Frühjahr die Bauwagen abziehen.

Alles Neue hat seinen Preis. Der Bund gab einen Zuschuss für zehn Plätze. Heißt: 20000 Euro pro Kind für den Neubau. Davon muss der ev. Kindertagesstätten-Verband, Essen-West, 10% blechen. Der Bau verschlingt um die 500000 Euro, die gesamte Kirchengemeinde übernimmt den Rest.
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