Die Regisseure von morgen

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  Früh übt sich, wer später einmal bei den ganz Großen mitmischen will. Gemeint ist in diesem Fall das Filmgeschäft, wo es an jungen Talenten nie genug geben kann. Einige dieser jungen Talente sind möglicherweise an der Bodelschwinghschule zu finden. Durch das Projekt „Präsentation des Offenen Ganztags durch einen Film“ gibt Annette Floss, Initiatorin der Aktion, Kindern die Möglichkeit sich mit dem Medium Film auseinander zu setzen.
„Ich führe das Projekt zur Zeit im Rahmen meiner Erzieherausbildung im Schulfach „Projekt“ während meines Praktikumblocks am Offenen Ganztag der OGS Bodelschwinghschule durch. Ziel ist die Förderung von Medienkompetenz, dabei vor allem das Erlangen von Sachkenntnissen im Umgang mit der Kamera, aber auch die Erkenntnis, dass ein Film als Medium etwas von Menschen künstlich Gemachtes ist, das nicht einfach die Realität 1:1 abbildet, sondern oft bestimmte Ziele verfolgt. Das sollen die Kinder dadurch erfahren, indem sie selbst praktisch einen Film drehen“, so Floss.
Um das zu erreichen, vermittelt Floss den Kindern zunächst erste Basiskenntnisse im Umgang mit dem Camcorder. Um das Gelernte zu verinnerlichen durften sie im Anschluss selbst freie beziehungsweise angeleitete Filmsequenzen und kleine Stopp-Filme drehen.
Nun geht es darum, den Hauptfilm im Offenen Ganztag zu drehen, es werden verschiedene Ag's und Gruppenräume gefilmt, sowie Interviews mit etwa Erziehern und anderen Kindern durchgeführt.
Und so gut sich die Idee anhört, so eingeschlagen hat es bei den Kindern.
„Wir sind drei Gruppen und haben insgesamt drei Kameras. Ganz dollen Spass haben uns die Trickfilme gemacht. Denn da durften wir uns aussuchen, was wir machen wollen. Meine Gruppe ist zum Beispiel auf die Treppe gegangen und hat sich in verschiedenen Positionen gefilmt. Einmal sind wir gesessen, dann gestanden“, erklärt Hilal (11).
Auch Yash (9) und sein Team wissen lustiges über die Stopp-Filme zu berichten: „Wir sind auch auf die Treppe gegangen und haben ganz viele lustige Grimassen und komische Dinge mit unseren Händen und Füßen gemacht. Noch eine Gruppe hat sich lustige Sachen mit Kuscheltieren ausgedacht.“
Teilgenommen an dem Projekt haben insgesamt zehn Kinder, die ihre Sache mehr als gut machen. „Es geht mir stark darum, dass die Kinder ihre eigenen Ideen umsetzen und dass dadurch praktische Erfahrungen mit der Kamera erworben werden. Zudem muss gesagt werden, dass die Kinder viele Sachen selbstständig gemacht haben. Sie sprechen selbstständig mit den AG-Leitern ab, wann sie filmen kommen können, filmen dann und sprechen später mit mir ab, welche Szenen sie in dem Hauptfilm haben wollen. Zum Schluss entscheidet die ganze Gruppe zusammen, in welcher Reihenfolge die Filmszenen zusammengestellt werden sollen“, lobt Floss.
Eine Sache, die auch gut klappt, ist die Teamarbeit. Bei zehn Kindern und drei Kameras kann schon einmal ein „Meins-Gefühl“ aufkommen, vor allem bei Kindern. „Das ist aber gar nicht so. Es war sehr lustig in der Gruppe zu arbeiten und hat uns allen großen Spass gemacht. Um die Kameras streiten wir uns gar nicht. Wir regeln das so, dass jeder den Camcorder für eine bestimmte Zeit haben darf und er dann weitergegeben wird. Dadurch lernen wir viel über Teamarbeit in der Gruppe“, beschreibt Hilal sehr präzise.
Ob sich nach Beendigung des Projekts etwas in der Art nochmals wiederholt, bleibt offen. Tatsache allerdings ist, dass alle Beteiligten mit großer Begeisterung bei der Sache waren. Und vielleicht hört man von den kleinen Regisseuren von heute noch viel morgen.
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