Ehrungen für großartigen Essener

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Ausnahme-Familienmensch Heinz Josef Kramer (Mitte) mit seiner lieben Familie, re. Tocher Ria, Enkel Luis. li. neben Kramer Patenkind Reimund; Schwester Helga, Bruder Werner. Foto: Schattberg

„Ich kann es kaum fassen: 90 Jahre und noch immer voll am Ball - natürlich an der Münze!“ strahlt Heinz Josef Kramer. 90?! So hell im Kopf! Wahnsinn!

Stolz zeigt er mir Post von Armin Laschet. Tja, dem Ministerpräsidenten liegt sehr daran, besonders Kramer für sein Engagement im Bereich der Numismatik zu danken... Es freut ihn, „dass der Essen-Frohnhauser zu den Trägerns des Verdienstordens unseres Landes zählt...Ich hoffe, Sie tragen ihn mit Stolz. Sie haben allen Grund dazu.“

In der Tat, der rüstige, quicklebendige, geistig sehr rege Kramer hat einen Jungbrunnen: Die Numismatik. Nach 31 Jahren Tätigkeit als Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik arbeitete er sich in die Numismatik ein. Auch so lange betreut er öffentliche Münzsammlungen in Essen. 1993 erschien sein erstes Buch „Das Stift Essen – Münzen und Medaillen“, ein unentbehrliches Zitierwerk. In der ganzen Zeit machte er 60 Veröffentlichungen.

Der Stadtspiegel trifft am Ehrentag Heinz Kramer im Kreis seiner Familie und Freunde. Für uns macht er einige Minuten Feier-Pause. Moment! Doris Eisenmenger, stellv. Bezirksbürgermeisterin, kommt. Gratuliert dem Jubilar mit Blumen der Bezirksvertretung; mit einem Glückwunschumschlag von Thomas Kufen, Oberbürgermeister.

Stadtspiegel: Woher schöpfen Sie so noch so viel Kraft, nach dem Tod Ihrer Frau?

„Sie starb 2004. Wir waren 49 Jahre glücklich verheiratet. Mein Lebensinhalt ist weiter die Numismatik. Die Tätigkeit im Museum war „belebend“ - die Arbeit macht mir sehr viel Freude. Meine Beratung von Münzsammlern ist gut angenommen worden. Es haben mehr als 1000 Münzfreunde meine Ratschläge in Anspruch genommen. Ich habe circa 4000 schriftliche Expertisen erstellt. Und – ich arbeite grundsätzlich ehrenamtlich, ohne Geld-werte Entschädigung.“


Was freut Sie besonders?

Ehrungen, die meine Arbeit würdigen – wie der Rheinlandtaler, Verdienstorden des Landes Nordrhein Westfalen, Goldener Bürgertaler der Stadt Essen. Auch über zwei im Ehren-Hain gepflanzte Bäumchen im israelischen Galiläa. 1988 - Ritter des Ordens vom Heiligen Silvester von Papst Johannes Paul II. für das Einsetzen an meiner Schule, Bischöfliches St. Hildegardis-Gymnasium, Duisburg.

Herzenswunsch?

„Dass mein Enkel sein Studium in Chemie erfolgreich abschließt. Von Zuhause aus bin ich ein zufriedener, optimistischer Mensch. Sehe die Dinge immer erst von der positiven Seite.“

Der Stadtspiegel wünscht Heinz Josef Kramer mit seinem großen, gutmütigen Herzen weiterhin Jahrzehnte bei bester Gesundheit.
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