Es geht voran

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Das Banner der Bürgerinitiative Bärendelle.
 
Ganz viel Spass für die Kleinen: Egal ob Kinderschminken oder Murmelnschießen, für jeden war etwas dabei.
Gemeinsam hat man viel erreicht und das muss auch gefeiert werden. Deswegen feierte die Bürgerinitiative Bärendelle ihr „Härbstbärenfest“ im Park vor dem ehemaligen Schulgebäude. Erstmals fand das Fest in Zusammenarbeit mit der Kita „Bärenhöhle“ des Arbeiter-Samariterbundes (ASB) statt. Neben einem großen Kuchenbuffet und Würstchen vom Grill konnten sich die Kleinen schminken lassen und diverser Spiele ausprobieren. Aber auch für die Erwachsenen war gesorgt: Neben den zahlreichen aufgebauten Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen und Unterhalten einluden, gab es auch einen großen Stand mit liebevoll ausgesuchtem Trödel. Der Erlös des Festes kam der Arbeit des in Gründung befindlichen Vereins Bärendelle zugute, der gemeinsam mit dem dem ASB ein soziokulturelles Zentrum im Gebäude Bärendelle betreiben möchte.
„Bei uns hat sich viel getan“, meint Anke Dussmann, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative. „Wir haben jetzt zwei Jahre für unsere Wünsche gerödelt, haben dem damaligen Oberbürgermeister permanent unser Banner sprichwörtlich vor die Nase gehalten und haben jetzt den Eindruck, dass es sich gelohnt hat.“
Und das hat es wirklich. Zum einen steht die Bürgerinitiative kurz vor der Vereinsgründung und zum anderen zeichnet sich in dem Krimi um das Schulgebäude an der Bärendelle ein sehr positiver Ausgang ab. Dieses wurde 1910 errichtet, überlebte die beiden Weltkriege und wurde 1994 unter Denkmalschutz gestellt. Im Jahr 2006 wurden gravierende Baumängel am Gebäude festgestellt und zwei Jahre später zeichnete sich eine wahrscheinliche künftige Schließung ab, da die Anmeldezahlen stetig gesunken sind. Dies passierte auch im Jahr 2011 und es war nicht abzusehen, was mit dem denkmalgeschützten Gebäude passieren sollte. Die Stadt machte deutlich, dass sie das Gebäude an einen geeigneten Investor verkauften wollte, eine vorgeschlagene Nutzung zum Beispiel als Jugendzentrum wurde jedoch ausgeschlossen.
„Und aus diesen Gründen hat sich im August 2013 die Bürgerinitiative Bärendelle gegründet“, so Dussmann weiter. „Wir haben in einer Stillarbeitsphase ein Konzept für ein soziokulturelles Zentrum, das wir dann dem Investor vorlegen können, erarbeitet. Aber da der Verkauf des Hauses erst Anfang 2016 gültig wird, können wir erst mal nur abwarten. Zudem soll ein Kooperativvertrag mit dem ASB geschlossen werden, um mit ihm zukünftig eine gute Zusammenarbeit gewährleisten zu können.“
Geplant ist, dass der neue Hauptmieter des Gebäudes der ASB sein wird. Dessen Räumlichkeiten werden sich dann im Erdgeschoss befinden, im ersten und zweiten Obergeschoss sollen Wohnungen entstehen. Für die Bürgerinitiative werden dann ebenfalls im Erdgeschoss ca. 560 Quadratmeter zur Verfügung gestellt. „Wir sind sehr froh, dass sich alles so gut entwickelt“, erklärt auch Ralf Schubert, ebenfalls im Vorstand der Bürgerinitiative. „Die Stadt hält sich weitgehend raus und dass der ASB mit im Boot ist, ist wunderbar. Denn alleine hätten wir das nicht stemmen können uns um das ganze Gebäude zu kümmern.“
Und nach dieser anstrengenden Zeit hatten Dussmann und ihre Mitstreiter ein starkes Bedürfnis nach einem Härbstbärenfest. Lange konnten sie wegen „Ela“ und den Sturmschäden keine Veranstaltung dieser Art machen. „Ich empfinde Fest wirklich als kleine Belohnung. Es tut gut zu sehen, dass man, wenn man für einen Gedanken Mitstreiter findet, wirklich etwas bewegen kann. Und es ist wunderbar, dass sich diese Mitstreiter auch immer ehrenamtlich an allen Veranstaltungen mit beteiligen. Ohne sie könnten wir das alles nicht stämmen“, so Dussmann. Wie bereits oben erwähnt kommt der Erlös der Bürgerinitiative zu Gute. Die Preise für Essen und Getränke sind auch absichtlich niedrig angelegt, dass sich auch sicher jeder Besucher das leisten kann.
„Wir wollen keinen Profit aus der Veranstaltung schlagen. Wir wollen so viele Menschen wie möglich auf unserem Fest begrüßen, was natürlich alle Anwohner und Nachbarn mit einschließt. Man kann schon sagen, dass wir durch die Bürgerinitiative stärker zusammen gerückt sind und sich neue Bekanntschaften und Freundschaften entwickelt haben. Wir können uns eben blind aufeinander verlassen“, so Schubert. „Die nächste Veranstaltung wird übrigens das Nikolausfest am 6. Dezember sein. Und egal welches Wetter, es wird sicher stattfinden.“
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