Festlicher Partnerschafts-Gottesdienst in St. Mariä Himmelfahrt, Essen-Altendorf „Wer Freunde hat, geht nicht allein durch’s Leben“

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Arbeitskreis Alianza: "Für die Freundschaft ist uns kein Weg zu weit".
 
Die Koffer der Vergangenheit, Gegenwart und der Zukunft sind ein schönes Symbol für die Reisen zwischen Deutschland und Ecuador.
Von Carmen Dluzewski

Zugegeben: eine Freundschaft oder Partnerschaft zwischen Menschen, die 25 Jahre oder länger besteht, ist nicht so selten. Aber da gibt es in Essen-Altendorf eine ganz besondere Freundschaft zwischen der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt (Pfarrei St. Antonius) und der Gemeinde Espiritu Santo in Santa Domingo, Ecuador, die nun schon seit 25 Jahren besteht.
Was damals in 1991 durch einen Kontakt des ehem. Pfarrers von St. Anna Egon Zillekens und dem deutschen in Ecuador tätigen Bischof Emil Stehle begann, hat sich durch viele, viele Jahre trotz der räumlichen Entfernung von 10.000 km gehalten. Viele Gemeindemitglieder haben sich in der Zwischenzeit für das christliche Leben im weit entfernten Land interessiert und den Arbeitskreis Alianza gegründet. Ziel der Gruppe lautete stets: wir reichen uns die Hände und helfen, wo es nötig ist. In der Gemeinde Espiritu Santo, in einem armen Land wie Ecuador, gab es viele Projekte, die Hilfe benötigten.
Ein schöner Anlass war der festliche Gottesdienst in St. Mariä Himmelfahrt unter der Leitung von Pastor Gerhard Welp, einmal die Arbeit des Kreises nach 25 Jahren vorzustellen. Eine Mitarbeiterin des Arbeitskreises Alianza, Karin Hartmann, begrüßte die Gemeinde zunächst herzlich mit den Worten: „Wer Freunde hat, geht nicht allein durch’s Leben“.
Als Symbol für die weite Entfernung zwischen Deutschland und Ecuador wurden nun drei Koffer an den Altar gestellt. Der erste Koffer stand für alles Vergangene. Im Jahr 1991 gingen damit einige Gemeindemitglieder auf große Reise, um sich kennen zu lernen. „Damals gab es noch keine Möglichkeit sich per E-Mail auszutauschen“, erzählt die Sprecherin des Alianza-Arbeitskreises Gabi Groß, „es dauerte oft wochenlang, bis Briefe per Post ans Ziel gelangten“.
Der zweite Koffer symbolisierte die Gegenwart: „Zurzeit unterstützen wir soziale Projekte, wie 13 Kindergärten, indem wir vor Ort Grundnahrungsmittel verteilen, Einschulungen der Kinder begleiten, sowie medizinische Behandlung ermöglichen“ berichtet Gabi Groß, die soeben von einem Aufenthalt in Ecuador zurück gekommen ist. „Es macht uns besonders große Freude, die Ergebnisse unserer Bemühungen mit eigenen Augen zu sehen“.
Der dritte Koffer wurde nun als Zeichen für die Zukunft bereitgestellt. Der Arbeitskreis Alianza verspricht auch weiterhin die Treue zur Gemeinde Espiritu Santo zu halten. Alle Mitarbeiter des Teams sind sich darüber einig, dass es keine schönere Motivation gibt, als in glückliche Gesichter von Menschen zu schauen, die einfach dankbar und froh sind, dass sich jemand für sie interessiert und ihnen zur Seite steht. Kürzlich konnte einer der Kindergärten dort mit einem Anbau versehen werden, der wegen der wachsenden Kinderzahl nötig wurde. Es gibt aber noch keinerlei kindgerechtes Mobiliar und keine Spielsachen dafür. Es gibt also noch viel zu tun in der Gemeinde Espiritu Santo in Santa Domingo!
Auch Reiner Wilhelm, Länderreferent Adveniat, feierte gerne diesen schönen Gottesdienst zusammen mit der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt. „Die Partnerschaft zwischen den beiden weit voneinander entfernten Gemeinden ist etwas ganz Besonderes. In all‘ den Jahren haben die Menschen dort immer ihren Teil zu allem beigetragen. Das Motto: wir reichen uns die Hände und nicht: wir halten die Hände auf, hat alle Menschen fest miteinander verbunden“, freut sich Reiner Wilhelm.
Im Anschluss an den Gottesdienst kam die Gemeinde noch zum fairen Coffee-Stop mit kalten und warmen Getränken, Kuchen und Gebäck im hinteren Bereich der Kirche zusammen. Gabi Groß, die frisch aus Ecuador zurück war, präsentierte allen Gästen stolz die Stellwand, die mit zahlreichen Kinderzeichnungen, Fotos, Briefen etc. aus der Gemeinde Espiritu Santo in Ecuador bestückt war. „Diese Freundschaft ist ein richtiges Geschenk Gottes“ freut sich Gabi Groß. Wer nun gerne den Arbeitskreis Alianza unterstützen möchte ist jeden 1. Montag im Monat um 19.00 Uhr im Eine Welt Laden, Ehrenzeller Str. 47, zum Teamtreffen eingeladen. Die jüngste Mitarbeiterin im Team, Julia Hau, 20, betont: „Wir würden uns sehr freuen auch einige Jugendliche zu motivieren, sich 1-2 Stunden im Monat für diese gute Sache zu einzusetzen.“ Wer gerne finanzielle Unterstützung leisten möchte, bekommt weitere Informationen auf der Seite www.alianza-anna.de
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