Frische News über und um den ältesten Marktplatz

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Marktdiskussion im "Treffpunkt"! Foto: Privat
 
Wohin in Zukunft mit dem Markt-Müll? Die EVB muss sparen...Aber die Standgebühren werden nicht gemindert! Foto: Schattberg

Am 14.12.2017 erhält der Platz eine neue „Mitte“!

Bürger wünschen sich mehr Belebung! Fakt, die Zeiten ändern sich rasant. Auch Märkte. Die Plätze waren früher feste Anziehungspunkte für Kaufen und Kommunizieren – jetzt? Leute gucken, kaufen in Supermärkten. Das Sprechen wird stiller. Tonlos zieht’s die Menschen mehr zu Facebook und Co. Doch dagegen kämpft die Linke. Die will dem Frohnhauser Marktplatz frisches, buntes Leben einhauchen. Treffpunkt für Gespräche war der Verein Essener Kontakte, am Markt. Moderator Wolfgang Freye. Unterm Strich: Für Händler gibt’s neue Hürden. Bürger beklagen Stadt-Bürokratie, Ungleichbehandlungen…

Der West Anzeiger hakte nach. Resümee von Freye: „Volles Haus, circa 40 Personen, gute Diskussion und viele Anregungen zum Frohnhauser Platz bei der Veranstaltung der Stadtbezirksgruppe DIE LINKE. Essen-West. Architekt Peter Brdenk erläuterte, dass die "Leere" des großen Platzes immer seine Stärke war, allerdings richtig genutzt werden muss. Bezirksbürgermeister Klaus Persch (SPD) berichtete, dass die Bezirksvertretung 50.000 Euro zur Verbesserung des Übergangs des Platzes zum Westpark und zur Anpflanzung einer Eiche mitten auf dem Platz zur Verfügung gestellt hat.
Die meisten Teilnehmer/innen der Veranstaltung fanden, dass der Frohnhauser Platz schön ist, aber etwas zur Belebung getan werden muss. Für den Wochenmarkt gab es etliche Ideen, ebenso für Veranstaltungen und die Belebung des Platzes als Treffpunkt, gerade rund um die neue Eiche.
Bessere Sitzgelegenheiten sind nötig und warum sollten nicht 200 Stühle in Containern gelagert werden, die bei schönem Wetter herausgestellt werden?
Die Inhaberin der Kunst -Galerie "Clowns und Pferde" bemängelte aber auch, dass Veranstaltungen und Initiativen schon mehrfach von der Stadtverwaltung behindert wurden - muss nicht sein!

Gezeigt hat sich, dass es bei ganz unterschiedlichen Einwohnergruppen viel Interesse an der Entwicklung des Stadtteils und einer Vernetzung gibt. Deshalb soll es im Frühjahr eine weitere Veranstaltung geben.“
Klaus Persch, Bezirksbürgermeister, sieht das Treffen nicht rosa rot. „Die Bürgerversammlung brachte nichts Neues. Es war jetzt nicht die zündende Idee dabei, den Marktplatz kurzfristig
zu beleben. Flohmarkt einzurichten, Musikveranstaltungen oder andere kulturelle Veranstaltungen durchzuführen, waren in den letzten Jahren immer wieder im Gespräch, sind aber stets wieder aus den unterschiedlichsten Gründen gescheitert. Was fehlt ist eine Koordinierungsstelle, sprich ein Quartiers-Management für den Stadtteil.“
Die Sicht von Wolfgang Dotten, Markt-Obmann ist Wolken verhangen. „Dirk Heimeshoff, Grün und Gruga, informierte, dass die Pflanzung einer 6 Meter Eiche mitten auf dem Marktplatz am 6.12. beginnt; um den Baum kommen Bänke.
Seit kurzem gibt es „Parkhüter“ im Essener Westen – Gervinus-, Riehl- und Westpark.
Es wurde überlegt, wie man die Fläche auch außerhalb der Marktzeiten nutzen kann. Dabei fiel harsche Kritik an die Stadt-Bürokratie.“
Auf den Magen schlug Dotten und Händler die Nachricht von Torsten Schruhl, Marktmeister. „Dass ab 1.1.2018 keine Müllentsorgung per Container von der Stadt stattfinden soll. Weil die EVB (Essener Verwertungs- und Betriebsgesellschaft) Geld einsparen muss – wegen Verluste. Leider wurden wir im Vorfeld nicht informiert! Standgebühren nicht reduziert. Abfälle werden bisher im Container schnell zusammengepresst. Doch dann bedeutet das beispielsweise am Fischstand mit Abfall: Stinken."
Uschi Dotten fächert Vorschläge auf, „dass Jugendliche, kleine Bands auf dem Markt Musik machen könnten. Die Parksituation für Marktbesucher wurde diskutiert - noch immer ohne Klärung."
Barbara Görgen, KiTa Schwedenheim-Leiterin, beklagte sich über die Obdachlosenszene am Markt. Trinken und Urinieren. Kinder sehen das täglich…
Eine Besucherin, Name der Redaktion bekannt, zeigte ihren Ärger über die Ungleichbehandlung seitens der Stadt. „So gibt es in der nördlichen Innenstadt länger ein Quartiers-Management. Warum nicht im großen Stadtteil Essen-Frohnhausen? Auch der Vorschlag, einen gehobenen Trödelmarkt zwischen Markt und Westpark ins Leben zu rufen, wurde stets von der Stadt abgelehnt. Am Weberplatz klappte es mit dem Trick: Grüne Hauptstadt…“
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