Gerissene Bäume - gespaltene Meinung

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Baumfällung auf der Mülheimer Straße. Warum? Näheres dazu im Text....Fotos: Schattberg
Bäume mit „Zündstoff“ – Grün & Gruga: 188000 Bäume außerhalb des Waldes...!
Von aufmerksamen Lesern lebt die Zeitung. Von Lesern, die uns mit „frischem Stoff“ füttern. Ein rühriger Schreiber ist Heinz Mulders. Jahrgang 1935! Er wohnt mit seiner Frau seit 1963 in Frohnhausen, Mülheimer Straße. Beide helle, blitzgescheit. Nie untätig. Und so flatterte sein handgeschriebener Brief in die Redaktion – mit heftiger Reaktion…

Sein Schreiben bringt jedenfalls Bewegung in den „zähen Fall“, sprich Baumfällung! „2010 wurde vor dem Haus Mülheimer Straße 48 ein Baum gefällt. Er war gerissen, drohte zu zerbrechen. Nach Rücksprache bei den Baumsägern – wann dieser ersetzt würde, die Antwort: Grün und Gruga würde solche Sachen schnell erledigen. Nach einem halben Jahr fragte ich bei dem Amt telefonisch nach, wann der Baum nun ersetzt würde? Antwort: Die Sache sei in Planung, würde in absehbarer Zeit ersetzt. Mitte Februar 2016 wurde nun dieser Baum nach „absehbarer Zeit“ neu gepflanzt. So weit so gut…“ Nö!

„Am 31. März wurden an der Mülheimer Straße zwischen 42 und 48 wieder zwei Bäume gefällt. Auch gerissen.Nun drängt sich mir die Frage auf, ob die auch in „absehbarer Zeit“ ersetzt werden. Ein Schelm ist, wer da Böses denkt…“

Wieder fünf Jahre warten? Nicht verzagen – Eckhard Spengler, Pressesprecher Grün und Gruga, fragen. Er bestätigt: „Ich bin dran. 2010 war vor dem Orkan ELA, der leider alle Planungen zunichte gemacht hat. Mit circa 10 % teilweise oder total zerstörten Bäumen außerhalb des Waldes gab und gibt es immer noch viel zu tun. Wir haben da eine Anzahl von circa 188000 Bäumen (außerhalb des Waldes)Aber es passiert ja etwas. Allein in diesem Winter sind schon wieder 2000 Bäume in den Straßen nachgepflanzt worden.

Jetzt muss aber erst wieder die nächste Pflanzperiode im Herbst/Winter abgewartet werden, da in den Sommermonaten nicht gepflanzt wird, denn dann sind die Anwuchs-Bedingungen nicht gut genug. Vor Hausnummer 46 ist der Auftrag vergeben (auch das wird in der kommenden Pflanzperiode von einer Firma erledigt); vor Hausnummer 44 prüfen wir gerade.“

Fakt, augenblicklich sorgen die zwei dicken Baumstümpfe vor den Häusern für Ärgernis. Ratsherr Theo Körber bemängelt: „Warum wurden die Stümpfe nicht direkt nach Fällung mit entsorgt? Warum muss eine zweite Truppe kommen und die entfernen? Die Bäume standen circa 20 Meter auseinander. Ferner, wegen des einheitlichen Eindrucks und aus Kostengründen kann man doch auch die Bäume gleichzeitig pflanzen…“

Lothar Foehse, Bezirksvertretung III, listet an: „Bei Absperrung wegen Stumpf-Entwurzelung sowie Baumeinpflanzung bitte keinen Markttag wählen.“ Spitze -Spar-Tipps!

Mittlerweile wurden in einer Nacht- und Nebelaktion fremde Hölzer am Baumstumpf gekippt.
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1 Kommentar
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 17.04.2016 | 23:12  
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