Markt-Urgestein Andreas Koch strahlt von oben...

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Was führen die beiden denn da im Schilde, li. Thomas Kellermann, Geschäftsführer KHS-Gebäudemanagement Sicher & Service und Wolfang Dotten, Markt-Obmann....Fotos: Schattberg
 
Strahlen bei Sabine Holtkamp, Leiterin des Ronald McDonald Haus, seit 2006, über die dicke Spende von Thomas Kellermann, re. mit Wolfgang Dotten.
Thomas Kellermann überrascht Ronald McDonald Haus – und Frohnhauser Markt!

Thomas Kellermann? Kennen Sie! Viele Essener und Kinder. Thomas als Nikolaus, der jahrelang die Kleinen auf dem Markt beschert. Regelmäßig Vereine beschenkt. Impulsiv, spontan ist der Geschäftsführer von KHS-Gebäudemanagement Sicherheit & Service. Wie jetzt. „Das bin ich meinem verstorbenen Freund Andreas Koch schuldig.“ Plötzlich, im Beisein von Wolfgang Dotten, Markt-Obmann, ruft er das Ronald McDonald Haus an. Danach düsen sie zum Hundertwasserhaus. Nach einer Stunde - Tränen!

Rückblick. Auf Rosen gebettet war der 43-jährige Thomas Kellermann nicht. „Wir lebten in Essen-Steele mit acht Kindern in ärmlichen Verhältnissen. Umzug - Schonnebeck. Dort wohnt auch Andreas Koch. Seit meinem 16. Lebensjahr sind wir befreundet. Halfen uns gegenseitig. So ist Kellermann oft Fronthelfer in sozialen Brennpunkten. Glück in der Familie, im Beruf. Teilhaben am Glück sollen auch andere. So übergab er Andreas Koch, im Beisein von Wolfgang Dotten, vor circa einem Jahr einen 1000,- Euro Scheck, als der noch den Vorsitz aller Märkte hatte. Doch Koch gab im Herbst alle Ämter ab. Ende November – sein plötzlicher Tod mit 52 Jahren.

„Wir wollten was für Kinder tun! Andreas lebt immer in meinem Herzen“, so Kellermann. Jetzt und sofortTodkranken helfen. Kein Wimpernschlag dauert es, dass auch Dotten mit seiner Uschi im Auto sitzen. „Andi! Wir lösen unser Versprechen ein.“ Kellermann guckt gegen Himmel. Wolken – teilten sich…

Ausstieg Unterm Sternenzelt, McDonald Haus, Gruga. Kellermann: „Ha, ich freue mich riesig, das Geld los zu werden.“ Und – es gibt Menschen, die kann man beim ersten Anblick sofort umarmen. So eine ist Sabine Holtkamp, Leiterin des Hauses seit 2006. Klar, sie freut sich heftig über das Geld. Spontan bietet sie eine Begehung des bunten, kurvigen Hauses an.

Mit 17 Räumen für Eltern, deren Kinder im Klinikum, schwerstkrank, liegen. „Mit kranken Organen bis zu Transplantationen. Extreme Frühgeburten; das kleinste Frühchen wog 270 Gramm.“ So gibt es eine onkologische Gruppe. „Kinder bekommen Bestrahlung…

22,50 Euro pro Nacht ein Apartment - bis zu vier Personen; für Leute aus ganz Deutschland, europaweit. „Damit die Familie hier zusammenkommt. Eltern versorgen sich hier selbst im Haus. Wir möchten gern ein Zuhause auf Zeit sein.“ So gibt es jeden Dienstagmorgen, 7-10 Uhr, ein Verwöhn-Frühstück, geschmückt mit Kerzen, Blumen. „Eltern tauschen sich hier aus. Was ist nachts mit meinem Kind gewesen …? Verwöhn-Abendessen donnerstags, ab 20.30 Uhr, für 30-35 Personen.

Es gibt Räume für Eltern in Ausnahmesituationen. „Hier wird viel geweint. Die Schleusen geöffnet. Wir, drei Hauptamtliche, 75 Ehrenamtliche - vom Putzen bis zum Händehalten - betüddeln Eltern; teilweise mit schlechtem Gewissen: Darf ich mich hier verwöhnen lassen und meinem Kind geht es unendlich schlecht…Ja, ich muss die Option haben, es wird wieder alles gut.“ Im letzten Jahr starben sieben Kinder.

Nach einer Stunde Abschied. „Ich bin überwältigt. Freue mich, dass ich Andis Wunsch erfüllen konnte, den wir eigentlich zusammen machen wollten.“ Die Sonne lugt hell hinter einer Wolke. Thomas Kellermann legt drauf: „200 Euro für den Frohnhauser Markt, für einen Maibaum.“ Tränenlauf bei Uschi und Wolfgang Dotten.
Hut ab vor Thomas Kellermann! Der gesteht euphorisch „Ich nehme jetzt viel Energie mit nach Hause. Sabine Holtkamp ist eine tolle Frau.“
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1 Kommentar
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 26.01.2017 | 16:18  
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