Modifizierungen zur Verbesserung der Verhältnisse für Flüchtlinge geplant

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Der seit Mitte des Jahres 2015 stark angestiegene und in diesem Jahr weiter anhaltende Flüchtlingszustrom stellt die Stadt Essen vor eine große Herausforderung. Um der Unterbringungsverpflichtung und der hierzu nur begrenzt zur Verfügung stehenden Flächen gerecht zu werden, plant die Stadt Essen Regelunterkünfte mit einer Belegungszahl von in der Regel bis zu 400 Personen für die Jahre 2016 und 2017.
Sowohl die große Herausforderung der Integration der Flüchtlinge in Einrichtungen, als auch die Unterbringung in größere Einrichtungen, erfordert eine Modifizierung des bestehenden Betreuungskonzeptes. Änderungen sollen in den Bereichen Stellenbesetzung und verstärkter Integration der Flüchtlinge erfolgen.

Mehr Sozialbetreuung


Ab einer Einrichtungsgröße von 300 Personen ist eine Vollzeitkraft vorgesehen. Die Leitungskraft muss über eine mindestens 3-jährige Leitungserfahrung, davon mindestens ein Jahr in einer vergleichbaren sozialen Einrichtung, verfügen, sowie über ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium mit sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt oder einer vergleichbaren Befähigung.
Das weiterentwickelte Konzept sieht eine Sozialbetreuung durch den nunmehr an sieben Tagen in der Woche von 7 bis 19 Uhr, statt wie bisher nur werktags von 7 bis 17 Uhr, vor. In dieser Zeit wird der Betreuer/die Betreuerin von hierzu geeigneten Flüchtlingen durchgängig unterstützt.

Beschäftigungslosigkeit verhindern


Häufig gehen durch die langfristige Beschäftigungslosigkeit Kompetenzen verloren. Gleichzeitig bestehen nur sehr begrenzte Möglichkeiten, soziale Kontakte und Netzwerke aufzubauen. Eine hohe Unzufriedenheit, Spannungen untereinander und letztlich Erkrankungen können die Folge sein. Um dem entgegenzuwirken, sollen Angebote der Aktivierung wie ein Einsatz der Flüchtlinge im Rahmen der Gemeinwohlarbeit auch außerhalb der jeweiligen Einrichtung vermehrt vorgehalten werden. Denkbar wäre hier ein Einsatz im Bereich städtischer Liegenschaften wie in Parkanlagen sowie in Einrichtungen gemeinnütziger Organisationen, Altenbegegnungsstätten, Kindertageseinrichtungen als Unterstützung für das spielerische Erlernen einer Fremdsprache (2-Sprachigkeit: Englisch, Französisch).
Durch einen solchen Einsatz lässt sich ein gesellschaftlicher Mehrwert in Form von einer schnelleren Integration der Flüchtlinge und einer Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz durch eine unmittelbar erlebbare Steigerung der Aufenthaltsqualität in öffentlichen Parkanlagen erzielen.
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