Quartier-Manager gesucht

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SPD Frohnhausen will denk.bar Bürgerkonferenzen-Ergebnisse jetzt umsetzen!

Alles Gute braucht Weile. Auch die denk.bar. Nun ist es abseh.bar, dass die Schrittchen der SPD Frohnhausen abrupt größer werden. Das „Abtasten“, Abfragen, Diskutieren, Miteinander-Denken begann 2009 auf Bürgerkonferenzen, Bürgerforen. Die regelmäßigen Dialoge mit Bürgern wurden gebündelt. Immer im Kopf: Was ist mach.bar? Der nächste Gang heißt: Quartier-Manager. Frucht.bar für Frohnhausen…

Die Töne klingen vielversprechend hoch! Denn nach dem Willen des SPD Ortsvereins Frohnhausen, Vorsitzende Petra Hinz MdB, sollen die SPD-Vertreter in der Bezirksvertretung III die Verwaltung beauftragen, einen Masterplan für Frohnhausen zu erstellen.

Wofür? Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Um die Entwicklung, Planung, die Durchführung erforderlicher Maßnahmen und städtebaulicher Projekte durch eine mit der Region verbundenen Persönlichkeit, als eine Art Quartier-Manager, mit allen gesellschaftlichen Gruppen sowie der Bürgerschaft vor Ort zu moderieren, zu begleiten und die Umsetzung überwachen zu lassen.

Der „große Schritt“ wird auch begründet. Nämlich: Das einstige Mittelzentrum Frohnhausen hat im Laufe der Jahre kontinuierlich an Bedeutung verloren. Die Konzentration und die Bedeutung zahlreicher Infrastruktureinrichtungen haben abgenommen. Gründe hierfür sind vielschichtig - obwohl Frohnhausen nach wie vor der einwohnerstärkste Stadtteil Essens ist.

Die ungeschminkte Wahrheit ist bedrückend: Der Einzelhandelsstandort Frohnhausen hat keine Bedeutung mehr. Umliegende Einkaufszentren und Standorte in Nachbarstadtteilen übernahmen die Funktion. Bisherige Mechanismen der Standortplanung funktionieren nicht mehr, da zumindest im Kernbereich keine merkbaren Veränderungen möglich sind. So können nach Aussage des Geschäftsbereichsvorstandes Jürgen Best für den Kernbereich Frohnhausen keine ausreichend großen Flächen für Discounter oder gar Vollsortimenter im Einzelhandel ausgewiesen werden. Neue Wege zu veränderten Handlungsansätzen müssen gesucht und umgesetzt werden.

Folglich fordern die Sozialdemokraten, einen „Runden Tisch Masterplan Frohnhausen“: Bestehend aus Vertretern der BV III, örtlichen Ratsvertretern, Vertretern des Bürger- und Verkehrsvereins Frohnhausen, der Werbegemeinschaft Frohnhausen, Vertretern der Verwaltung und städt. Gesellschaften. Ja, um Wege zur Verbesserung der Gesamtsituation in diesem starken Stadtteil zu finden.

Aber – nicht nur die Einzelhandelssituation hier soll beleuchtet werden, sondern auch Probleme wie u. a.: leer stehende Schule Bärendelle, zwei Flächen ehemals Firma Meister, natürlich auch die Oase, leere Ladenlokale wie an der Wickenburg oder Rückzug der Sparkasse aus Frohnhausen-Ende… Auch andere Infrastrukturgegebenheiten und den darin bestehenden Aktivitäten - somit die örtlichen Auswirkungen des Infrastrukturrückbaus.

Also, ein gewaltiges Vorhaben, das geradezu nach einer Persönlichkeit „schreit“, die den „Runden Tisch“ leitet. Fakt, diese Person muss sich mit Frohnhausen verbunden fühlen, auf der anderen Seite aber auch die notwendige Unabhängigkeit haben. Voraussetzung, dass die Gliederungen der Stadtverwaltung dieser Persönlichkeit zuarbeiten, eine Art Backoffice zur Verfügung stellt. Idealfall: Diese Persönlichkeit sollte bei anschließender Umsetzung des Masterplans die Durchführung und Einhaltung der vorgeschlagenen Maßnahmen überwachen. Als Quartier-Manager fungieren. Die Arbeiten des „Runden Tisches Masterplan Frohnhausen“ beginnen im März 2013.

N E W S
Als der SPD-Ortsverein Frohnhausen,Vorsitz Petra Hinz MdB, mit Bürger-Ideen der "denk.bar" Atem einhauchte, glaubten viele an eine kurze leb.bare Zeit. Irrtum. Fakten wurden find.bar. Jetzt das Lös.bare: Nämlich allein schafft der Stadtteil es nicht, aus dem leere-Laden-Tief zu kommen - ein Qualitäts-Manager ist Muss. Ferner: Eine neue Broschüre „Essen. Im Westen“ soll Vereine – Freizeit, Sport, Kultur, Schulen, Kindergärten... nachles.bar machen. Griff.bar in Geschäften, Ämtern. Gelder für das Ausführ.bare? Abseg.bar von Vorort-Politikern der Bezirksvertretung III! Dank.bar verneigt sich der Stadtteil - wenn alles klappt....



Foto: Michael Gohl / West Anzeiger Essen
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5 Kommentare
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Franz-Josef Nüsse aus Essen-West | 28.02.2013 | 12:07  
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Ingrid Schattberg aus Essen-West | 28.02.2013 | 12:55  
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Otto Reschke aus Essen-West | 01.03.2013 | 12:15  
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 05.03.2013 | 09:34  
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Manfred Schuermann aus Essen-Ruhr | 06.03.2013 | 23:52  
Bezug:
Beitrag im Lokalkompass am 15.12.2012.
Offener Brief an Franz-Josef Nüsse zu Bürgeraktivitäten in Frohnhausen
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Wenn die Rede davon ist, Herr Nüsse habe seinen Moderatoren-Job „zurückgegeben“, hätte Herr Nüsse auch ebenso gut schreiben können, er sei „gescheitert“.

Doch ist er persönlich „gescheitert“, oder ist er nicht vielmehr „an“ etwas gescheitert?
Das Drama ist doch, dass es sowohl an Ideen fehlt wie auch an Energie. Zu sehr hofft „man“ doch, dass „irgendwann“ von „irgendwo“ das Schicksal rettend eingreift. Sagen wir mal: „von oben“. -- Das hat es ja auch schon mehrfach getan, bloß nicht an den richtigen Stellen. Essen bastelt ja kräftig an seiner Skyline und an seinem Metropolen-Flair. Dazu passt es, eine Seen-Achse von Altendorf bis zum Universitäts-Viertel zu verlegen, um auch eine „Klimaanlage“ für die City zu implementieren.

Aber man wird sich noch wundern, was sich in dem Vieleck Haedenkampstraße - Helenenstraße/Hülsmannshofstraße - Pferdebahnstraße - Hans-Böckler-Straße - Frohnhauser Straße mit dem Berthold-Beitz-Boulevard und der Altendorfer Straße als Peilachsen noch alles tun und die Interessen der Kerngebiete von Altendorf und Frohnhausen über den Rand hinaus drängen wird. Sobald das alte real-Gelände frei wird, werden sich die „Prioritäten“ hervorwagen. Denn: Der „Gürtel“ ist ja noch nicht ausgeträumt: http://media.essen.de/media/kruppguertel/inhalt_6/... - http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/sh... ff. - http://www.derwesten.de/staedte/essen/sportplatz-i... - und viele andere kaum alle aufzähbare Infos...

Wenn nicht wirklich -- alsbald -- etwas unternommen wird, kann man die Kernzonen von Altendorf und Frohnhausen bald als besondere und politisch hingenommene, wenn nicht sogar fahrlässig verursachte oder schlimmstenfalls gewollte "Favelas" verorten, wobei Altendorf dann auch noch als malerische muslimische Enklave vielleicht touristische Anziehungskraft erzielt, wie das Chinesen-Viertel in New York.

Doch glaube man bitte nicht, dass jene, die bislang eine Koordination und Aktion weggeschlafen oder in den Sand gesetzt haben, plötzlich in der Lage sind, sich wie Münchhausen am eigenen Schopf aus der Patsche zu ziehen.

Tempo 30 auf der Mühlheimer Straße vor dem Frohnhauser Platz?
Wenn das die Probleme lösen kann, dann bitte "Tempo 20" in ganz Essen!

Manfred Schuermann
- Fachjournalist IT/Media -
„“

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