Singen begleitet das Leben

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Mit 20 Mitgliedern kann sich die Chorgemeinschaft sehen lassen. Viele der Teilnehmer waren schon als Kinder und Jugendliche im Chor dabei.
 
Als Chorleiter der Chorgemeinschaft St. Elisabeth nicht mehr wegzudenken: Günther Haaß.
Die Chorgemeinschaft St. Elisabeth stellt sich vor



Wenn man sich ihnen anschließen will, muss man fast bis zur Endhaltestelle Breilsort in Frohnhausen fahren. Aber wer das jede Woche macht, von dem kann man sicher sein, dass er oder sie dem Singen mit Haut und Haar verfallen ist.

Die Rede ist von der Chorgemeinschaft St. Elisabeth in Frohnhausen. Geprobt wird jeden Donnerstag von 20-21:30 Uhr im Gemeindehaus im Postreitweg. Schon von weitem kann man die Töne des vierstimmigen Chores vernehmen und auch am Umgang der einzelnen Mitglieder kann man erkennen, dass sie sich wohl schon länger kennen und ein eingespieltes Team sind.
„Schon als Kinder und Jugendliche haben viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen in ansässigen Chören gesungen“, erklärt der Chorleiter Günther Haaß. „Jetzt sind sie in unserer Chorgemeinschaft vereint.“
Begonnen wird die Chorprobe sehr angenehm und locker: Haaß sortiert die Gesangsblätter nebeneinander auf dem Tisch, währenddessen sich die Mitglieder nach und nach einfinden. Nach der Begrüßung wird sofort losgelegt: Das Einsingen steht an. Dieses ist wichtig, um sich auditiv auf die anderen Stimmen um einen herum einstimmen zu können. Außerdem dient es der Stimmlockerung. Bei einem Chor mit vier Tonlagen, sprich Sopran-, Tenor-, Alt- und Bassstimmen, ist dies unerlässlich. Das Einsingen erfolgt zunächst ohne Klavierbegleitung, lediglich die Anklänge werden angespielt. Dann erfolgt das koordinierte Warmsingen: Jede Stimmlage zunächst für sich und am Ende werden alle zusammen gelegt. Orientiert wird sich dabei an Liedgut, das schon oft gesungen wurde und welches den Chormitgliedern vertraut ist.

Der Chor blickt auf eine bewegte Zeit zurück

Insgesamt beherbergt die Chorgemeinschaft 20 Mitglieder. Wobei, wie in anderen Chören auch, die Anzahl der weiblichen Teilnehmer höher ist. Im Jahr 1911 hat sich der Kirchenchor St. Elisabeth gegründet und kann seither auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Zumindest was die Chorleiter angeht: Der erste Dirigent war Wilhelm Hasenaecker. Musikalischer Schwerpunkt lag in den ersten Jahren auf dem Gregorianischen Choral. Die gesellschaftliche Blütezeit der 20-er Jahre fruchtete auch im St. Elisabeth-Chor. Daran tat sogar die Wirtschaftskrise Anfang der 30-er Jahre keinen Abbruch. Ein weiterer Akteur, der „super“ Chorarbeit leistete war Theo Schäfer. Jedoch ging dieser dann nach Bas Ems in Rheinland-Pfalz. Ein weiterer Vertreter verabschiedete sich 1978 nach Köln. Günther Haaß verspricht nun aber eine Konstante zu sein: Seit nun mehr als 30 Jahren ist er der Chorgemeinschaft, welche 1976 ihren Namen von Kirchenchor St. Elisabeth in Chorgemeinschaft St. Elisabeth änderte, schon treu.
„Wir singen vor allem bei Gottesdiensten und zu besonderen Anlässen wie Ostern und Weihnachten“, so der Chorleiter weiter. „Unser Repertoire umfasst vor allem geistliche und weltliche Lieder, auch die in lateinischer Sprache. Dabei schöpfen wir aus allen Epochen, was die Möglichkeiten unglaublich erweitert.“

Gemeinsame Zeit auch außerhalb der Chorproben

Sehr erpicht ist Haaß auf eine akzentuierte Artikulation beim Singen. Man soll ja schließlich verstehen, um was es geht. Dass das bei lateinischen Liedern etwas schwer ist, tut der Sache keinen Abbruch. „Laudate dominum“ etwa ist so ein Beispiel. Auch auf das Tempo wird schon bei der Probe sehr geachtet, um punktiert üben zu können.
Wer aber denkt, dass sich die Chorteilnehmer nur zu den Proben und Auftritten sehen, irrt so richtig. Da schon länger bekannt ist, dass gemeinsame Unternehmungen das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, werden zum Beispiel auch Ausflüge unternommen. Aachen oder Königswinter sind dabei zu nennen. Auch gemeinsame Grillabende mit Kind und Kegel stehen auf dem Programm.
„Ich habe gemerkt, dass das Singen einen positiven Effekt auf Menschen hat“, so Haaß. „Oft war es tagsüber stressig, nach der Probe gehen alle dann aber entspannt nach Hause. Das Singen lockert nicht nur die Stimme, sondern der ganze Körper kann davon profitieren. Es begleitet einen.“
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