„Suche Frau, die meine Schildkröten putzt!“

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Für Dieter Schulz gibt es kein Tier, das ihn so fasziniert wie Schildkröten.
 
Schon vor mehr als 20 Jahren führte ihn seine Sammelleidenschaft in den Westanzeiger.
Frohnhauser trennt sich von Schildkrötensammlung


Diese Überschrift war am 19. November 1997 im Westanzeiger zu lesen. Darüber und darunter ein Bild von dem Frohnhauser Dieter Schulz, der sich seit Jahrzehnten dem Tier widmet, das ihn am meisten fasziniert: Schildkröten.

Mit 14 Jahren bekam Dieter Schulz seine erste Schildkröte zu Weihnachten. „Eine griechische Landschildkröte, die sieben Jahre alt wurde“, erinnert sich der Frohnhauser. Das war der Startschuss für eine nunmehr Jahrzehnte lang andauernde Leidenschaft für diese Tiere.
„Ich habe auch bis vor einem halben Jahr viele lebendige Tiere besessen, darunter Land- und Wasserschildkröten. Auch eine kleine Schnappschildkröte war dabei. Allerdings sind das relativ aggressive Tiere, die sollte man besser alleine halten, denn weder andere Aquarienbewohner noch Pflanzen sind vor ihnen sicher“, so Schulz. Wie sehr er an seinen Tieren hing und wie wichtig ihm eine gute Haltung und Pflege war zeigt sich daran, dass er die Landschildkröten sogar mit zur Arbeit nahm. „Ich habe früher auf dem Bau gearbeitet und da hatten wir richtig viel Sonne. Und weil Landschildkröten viel Sonne brauchen, damit sich zum Beispiel der Panzer nicht deformiert, habe ich meine Tiere mitgenommen. Dort haben wir ihnen dann ein kleines Gehege gebaut, dass sie den Tag über in der Sonne sein konnten.“

Ein Herz für Schildkrötensammlung

Doch nur lebendige Tiere waren dem Frohnhauser nicht genug. Kurze Zeit später begann er Schildkröten aller Arten und Formen zu sammeln. In seinen Vitrinen und an anderen zahlreichen Plätzen in der Wohnung hängen, sitzen, liegen oder stehen Schildkröten aus Plüsch, aus Plastik oder Holz. Wo sie in anderen Wohnungen nur als Spielzeug oder Alltagsgegenstände gesehen werden, fristen sie bei dem leidenschaftlichen Sammler ein exklusives Dasein.
„Sie können sich gar nicht vorstellen, woher ich meine ganzen Stücke habe“, erklärt Schulz und schmunzelt. „Ich war auf Weihnachts- und Trödelmärkten unterwegs, war in den verschiedensten Geschäften. Wenn mir Verwandte oder Freunde ein Urlaubspräsent mitgebracht haben, habe ich es ihnen durch meine Vorliebe für Schildkröten immer relativ leicht gemacht.“
In seiner Sammlung befinden sich daher Stücke aus aller Herrenländer: Der Schweiz, Hongkong oder den USA. Am beeindruckendsten ist dabei, dass er sich bei den meisten Stücken, seine Sammlung umfasst nunmehr ca. 1100 Exemplare, daran erinnern kann, woher sie kommen und wie viel sie gekostet haben.

50 Jahre Sammlerleidenschaft

„Mein erstes Sammlerstück war eine kleine Plüschschildkröte. Die hat einen Ehrenplatz, sie fährt nämlich mit mir im Auto mit. Sie sitzt hinten auf der Ablage und schaut alle anderen Autofahrern ganz frech an.“
Trotz aller Sammlerleidenschaft und Herzblut, das investiert wurde: Irgendwann ist auch hier die Zeit gekommen, wo man aufhören möchte. Bei Dieter Schulz ist diese Zeit jetzt.
„Meine lebendigen Tiere habe ich schon vor einem halben Jahr abgegeben, nun will ich mich auch von meiner Sammlung trennen.“ Da aus seiner Familie keiner die Tradition fortsetzen will, hat sich der Frohnhauser dazu entschieden, sein Lebenswerk zu verkaufen und hofft, sie in gute Hände anzugeben.
„Ich würde mich natürlich unglaublich freuen, wenn es jemand ist, der selbst weiter sammelt. Dazu gibt es nicht nur die einzelnen Stücke, sondern auch meine Vitrinen. Der Mindestbetrag liegt bei 500 Euro, wobei einige Exemplare dabei sind, die alleine schon mehrere hundert Euro wert sind.“
Den Erlös will Schulz übrigens nicht für sich behalten, sondern an ein Tierheim spenden.
„Ich weiß jetzt schon, dass es mit schwer fallen wird, wenn ich alle abgebe“, so Schulz. „Aber mein kleine Beifahrerin wird mit erhalten bleiben.“
Interessenten können sich bei Dieter Schulz unter folgender Nummer melden: 0201/75 24 63.
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