Viele kreative Ideen in der vierten "Denkbar", Menschen im Bistum Essen da oder dort von innovativem Feuereifer infiziert

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Michael Meurer, Projektleiter, stellte die einzelnen Projektgruppenthemen kurz vor.
 
Dr. Michael Dörnemann vom Bischöflichen Generalvikariat versprach Unterstützung bei der Verwirklichung der Zukunftsbildprojekte.
Von Carmen Dluzewski

„Wie können wir in Zukunft eine lebendige Kirche sein?“ Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bistums Essen, sondern viele gläubige Essener und Essenerinnen. Über konkrete Ansätze des Pfarreientwicklungsprozesses (PEP), die zu einem besonderen Markt der Möglichkeiten zusammengeführt wurden, konnte man sich in der umgestalteten Kirche „Lighthouse“ in Essen-Frohnhausen ein Bild machen.
Dr. Michael Dörnemann, Leiter des Dezernates Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat, begrüßte den vollbesetzten Saal des Lighthouse Essen und freute sich zusammen mit Projektleiter Michael Meurer über das große Interesse an der „Denkbar“, die bereits zum vierten mal stattfand. „Ich bin erstaunt und sehr beeindruckt, dass es so viele Menschen gibt, denen die Zukunft der Kirchen am Herzen liegt“, so Dr. Michael Dörnemann „und ich bin gespannt, zu welchen Erkenntnissen wir heute Abend gemeinsam erlangen werden.“ Auch Pater Abraham vom Kloster Meschede, der eigentlich aus Paderborn stammt, ist bekennender „Fan vom Bistum Essen“. So wurde es mucksmäuschenstill im Saal, als er seine kurze Andacht hielt. „Wie seid ihr heute Abend drauf? Seid ihr gestresst, verstimmt, überlastet oder eher erwartungsfroh und voller Elan? Ganz egal, Kirche lädt alle Menschen so ein, wie sie sind und ist immer auf der Suche nach Machern, Träumern und Realisten“. Der Appell an alle, sich miteinander auf den Weg zu machen, auch und gerade weil sich einiges ändern wird, erntete Applaus des gesamten Publikums.
Und schon tummelten sich die Besucher auf dem „Marktplatz“ der Ideen. Über 20 Stationen mit Zukunftsperspektiven, die zuvor von verschiedenen Gruppen erarbeitet worden sind, konnte man sich nacheinander anschauen und von den Projektleitern erklären lassen. Stefan Glaser, Bischöflicher Beauftragter für Kirchenmusik im Bistum Essen, sorgte mit seiner Band und einem Projektchor für tolle musikalische Einwürfe.
Doch womit soll man eigentlich beginnen? „Mit der Willkommenskultur – denn der erste Kontakt eines Menschen mit der Kirche ist oft entscheidend“ erzählt Melanie Klaes von der „Agentur für Freundlichkeit“ aus Köln. Das Thema „Freundlichkeit“ geht alle gleich an und für den, der ein wenig Unterstützung braucht, bietet die junge Frau zusammen mit ihrem Team Workshops und Seminare an. Wer sich weiter auf den Rundgang über den Markt der Möglichkeiten begab, konnte sich über neue Ideen bei der Gestaltung von Gottesdiensten informieren, oder Anregungen für Engagements im eigenen Stadtviertel holen. Was wird aus leerstehenden Kirchen? Wie fördern wir kirchliche Start Ups? Wie helfen wir Lebensbedingungen zu verbessern und können Ehrenamtliche eigentlich Gemeinden leiten? Dazu hat sich Roman Blant mit seinem Projektteam Gedanken gemacht: „Mit Strukturen, die überzeugen, lässt sich durch gute Vorbereitung einiges umsetzen“ betonte Roman Blant „dies geschieht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern braucht seine Zeit“.
Bei den allerkleinsten Menschen beginnen möchte Pastoralreferentin des Bistums Essen Astrid Jöxen: „Mein Team und ich organisieren Segensfeiern für Babys, damit so früh wie möglich klar ist, dass jeder, der kommt, in seiner Lebenssituation willkommen ist“. Mit tollen Segenssprüchen, die einen Menschen sein ganzes Leben begleiten, kommen die Kleinen mit ihren Eltern zum ersten Mal in den Kontakt mit der Kirche. Wer nähere Informationen dazu haben möchte, kann sich gerne auf der Seite www.segenfuerbabys.de umschauen. Gestärkt durch einen kleinen Imbiss und Getränke gab es anschließend eine große gemeinsame Runde, um den Abend Revue passieren zu lassen. Was nehme ich mit? Was erzähle ich gerne weiter? Mit Sicherheit jede Menge „Leuchtfeuer“, dass entfacht wurde nach der Devise: Alles ist „Denkbar“ für die Zukunft der Kirchen im Bistum Essen.
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