„Voll der coole Tag“

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Auf Müllsuche findet man die skurrilsten Gegenstände. Bistiwan (10) präsentiert einen Teil seiner Ausbeute.
 
Schon auf dem Schulhof liegen Abfälle, die dort nicht hingehöre. Cayenne (9), Mia (8), Henry (8) und Colin (8) (v.li.) drehten vor der eigentlichen Aktion auf dem Spielplatz eine Ehrenrunde auf dem Schulhof.
Elisabethschule Frohnhausen hilft bei SauberZauber



Schon von Weitem sind sie in ihren orangen Warnwesten zu sehen, pieksen Müll auf und befördern jeglichen Abfall in ihre großen roten Müllbeutel. Denn: Die 12. SauberZauber-Aktion stand wieder an und auch dieses Mal packte wieder Groß und Klein mit an.

Zuerst war der Schulhof dran. Obwohl sich die Klassen 3a und 3b der Elisabethschule Frohnhausen den Spielplatz unten an der Hamburger Straße ausgesucht hatten, konnten die Kinder nicht umhin zuerst ihren eigenen Schulhof von Müll und Unrat zu befreien. Und auch da gab es schon viel zu finden, ganz unabhängig von dem, was sie auf der Spielplatzfläche noch alles finden sollten.
„Zuerst hatten wir keine Lust mitzumachen, weil wir es schon etwas ekelig fand“, erklären Henry (8) und Colin (8). Die beiden gehören zur Saubermachtruppe, die während der Schulpause schon mal angefangen haben auf dem Schulhof zu pieksen. „Die meisten Sachen wie Kaugummis, Taschentücher, Bonbonpapier oder Wassereistüten haben wir auf der Wiese gefunden.“ Und auch der weibliche Part des Teams, Mia (8) und Cayenne (9), wusste, warum es sich lohnt bei der Aktion mitzumachen: „Es kann sein, dass Tiere etwas davon essen und überhaupt sieht es viel schöner aus, wenn kein Müll rumliegt.“ Und auch kein Kaugummi kann dann an den Schuhen kleben bleiben...

Elisabethschule kümmert sich um Spielplatz in der Hamburger Straße

Aufgerufen zum Saubermachen und Mitanpacken haben die Stadt Essen, die EBE (Entsorgungsbetriebe Essen) und die Ehrenamtagentur der Stadt Essen dieses Jahr im Rahmen der Grünen Hauptstadt 2017. Mittlerweile wurde die stadtweite Aktion zum 12. Mal veranstaltet, man könnte daher schon von einer kleinen Tradition sprechen. Beteiligen konnte sich jeder, der Lust hatte und wollte dass durch ihr oder sein Zutun die Stadt ein Stück mehr von Müll und Unrat befreit wurde. Und es haben sich zahlreiche Freiwillige gefunden: Von Privatpersonen, über KiTas, Kindergärten, Schulen, Vereine bis hin zu anderen Institutionen zogen auch 2017 wieder unzählige Menschengruppen mit orangen Warnwesten, Holzzangen und roten Müllsäcken durch die Stadtteile.

Eine kleine Tradition: 12. Essener SauberZauber

Nach der Pause hieß es auch für die knapp 50 Kinder der Elisabethschule Zweierreihen bilden, um gemeinsam zum nahe gelegenen Spielplatz zu laufen. Angeführt wurde die Kinderschar von Heike Wirth, Nicola Schütz und Marcus Wagner.
Angekommen am Ziel wurden noch die letzten Instruktionen gegeben und die Müllbeutel verteilt. Dann galt: Auf den Müll mit Gebrüll! Und das ließen sich die Kleinen nicht zweimal sagen. Hochmotiviert schwärmten sie in alle Himmelsrichtungen aus und sackten alles ein, was da nicht hingehörte. Nach kurzer Zeit hörte man die ersten Siegesschreie, die von Glasflaschen, Schuhen, Spraydosen, Absperrbändern, Kleiderbügeln, Süßigkeitenverpackungen, CDs, Zigarettenstumpen, Fußbällen und anderen kuriosen Dingen handelten. Dabei war ihnen kein Weg zu weit oder zu beschwerlich: Lockerflockig erklommen sie den Berg, über den sich die Rutsche erstreckte oder stürzten sich todesmutig ins Gebüsch, um auch die noch so kleinen Müllreste zu erwischen.
„Ich glaube man kann sagen, dass es eine rundum gelungene Aktion ist“, erklärt die Lehrerin Heike Wirth. „Wir haben mit den Kindern im Vorfeld ganz kurz über die Grüne Hauptstadt gesprochen, aber das war ihnen zu abstrakt. Selbst einen Müllbeuten und eine Zange in die Hand nehmen und anpacken, damit können Kinder viel mehr anfangen. Und es macht ihnen wirklich enormen Spass. So kann man sie zum einen für das Thema Umwelt sensibilisieren und wenn sie dann auch noch die Westen, Zangen und Handschuhe behalten dürfen, ist das ein weiterer Pluspunkt. Vielleicht könnte man daraus eventuell eine eigene Aktion bei uns an der Schule machen.“
Und so ging für die Drittklässler der Elisabethschule der 12. SauberZauber-Tag zu Ende, wobei eine Wiederholung, wie auch in den letzten Jahren fest eingeplant ist.
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