Vorsicht Maschine!

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Stellten ihr Projekt ebenfalls auf der Technikermesse vor: Sahin Karacan, David Gaschka und Dominic Neugebauer (v.li.).
 
Mit diesen und ähnlichen Schaltkreisen beschäftigten sich die Studierenden in ihren Projektarbeiten.
Heinz-Nixdorf-Berufskolleg lud zur Techniker-Messe



Wo Ingenieure fehlen, da werden Techniker gesucht. Unter diesem Motto präsentierte sich das Berufskolleg in Essen West und zahlreiche Studierende hatten zum wiederholten Mal die Gelegenheit Interessenten ihre Technikerarbeiten vorzustellen.


Ein Hauptbestandteil der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker ist die Bearbeitung eines sogenannten Projekts. Angehende Technikerinnen und Techniker zeigen dabei, dass sie eine komplexe technisch anspruchsvolle Aufgabenstellung der industriellen Praxis professionell planen, durchführen und präsentieren können. Dabei sind Teamarbeit, das Anwenden professioneller Methoden des Projektmanagements sowie die Kooperation mit den Betrieben wesentliche Bestandteile der Projektarbeit.

Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker

„Die Studierenden, die sich bei unserer Messe präsentieren, haben schon einen Abschluss und wollen sich nun weiterbilden“, erklärt Gerhard Robert, Abteilungsleiter der Fachschule für Technik. „Diese Weiterbildung kann in zwei Jahren als Vollzeit beziehungsweise in vier Jahren als Teilzeit absolviert werden. Teilzeit bedeutet in diesem Fall, dass die jungen Männer und Frauen einer normalen Arbeit nachgehen und neben dieser Arbeit in den Abendstunden und am Wochenende die Weiterbildung machen. Hierfür verdienen alle ein großes Lob, vor allem, weil viele Studierende nicht aus Essen kommen und teils lange Anfahrtswege haben.“
Für die Projektarbeit ist jeder Studierende selbst verantwortlich. Das bedeutet, dass sie zu Firmen gehen und ein bestimmtes Projekt vorschlagen oder etwas bearbeiten, das das Unternehmen bereits beschäftigt. Unternehmen sollen also Projektpartner werden.

Studierende suchen sich Firmenpartner

Pascal Zimmer, Wolkan Kaba, Florian Eversberg und Leif Lehmkuhl haben sich für ein Projekt bei der Firma Homann entschieden. Sie haben ein „Energie- Management-System“ entwickelt, welches dem Unternehmen eine komplette Kostenanalyse der Produktion, der Kühlung und im Lager aufzeigt.
„Dafür haben wir die Stromnetze analysiert und die Ergebnisse können dann am Ende des Monats oder eines Jahres zusammengefasst angezeigt werden. Dabei hat sich herausgestellt, dass mit diesem System nicht nur eine Strom-, sondern auch eine Steuerersparnis möglich sein kann“, so Kaba. Dadurch, dass einer der jungen Männer schon bei der Firma Homann angestellt und das Projekt schon in Planung war, ist es den ihnen in die Hände gegeben worden. Knapp ein Jahr lang sind sie jede Woche ein Mal in die Firma gefahren und haben an ihrem Projekt gearbeitet.

Projekte wichtig für die Praxis

Für die „Optimierung einer Vorrichtmaschine“ haben sich David Gaschka, Dominic Neugebauer und Sahin Karacan entschieden. Für ihre Projektarbeit haben sie die Firma Küpper aus Bottrop als Partner gewinnen können.
„Wir haben uns mit der Bedienung einer Maschine auseinandergesetzt“, erklärt Gaschka. „Ziel war es diese Bedienung so zu gestalten, dass so viele Menschen wie möglich, egal ob ältere Mitarbeiter oder neue Mitarbeiter, die noch nicht eingearbeitet sind, die Maschine führen können. Die alte Version war zu unübersichtlich, also haben wir sie optisch bearbeitet und eine strukturierte Führung durch das Programm generiert. Dabei haben wir auch mit Farben gearbeitet und weitere neue Dinge eingefügt. Man soll im Endeffekt nicht lange suchen müssen, wenn man die Maschine bedienen will.“
Weitere Projekte waren die Datenerfassung von Druckmaschinen, eine Kostenanalyse zum Bandantrieb mit Sanftanlauf, die Planung und Umsetzung einer TÜV Nord Station, die Entwicklung eines Stoßauslösesystems, die Planung einer halbautomatischen Ultraschallreinigungsanlage oder eine Heizregelkreis-Optimierung.
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