Windpocken im Groß-Asyl Opti-Park

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Windpocken im Groß-Asyl Opti Gewerbepark. Es gibt keinen Aufnahmestopp, sondern eine eingeschränkte Aufnahme bis zum 12. Juli. Foto: Gohl
 
Juliane Böttcher, stellvertretende Leiterin Gesundheitsamt. Foto: Privat
Es gibt keinen Aufnahmestopp, sondern eine eingeschränkte Aufnahme bis zum 12. Juli. Das Wort „Windpocken“ im Groß-Asyl im Opti-Gewerbepark genügt – die Alarmglocken schrillen.

Bei einem Flüchtling aus Ghana wurden sie festgestellt. Dank der schnellen Redaktion vom Gesundheitsamt scheint die Kinderkrankheit im Griff zu sein. Der Stadtspiegel sprach mit Juliane Böttcher, stellv. Leiterin, Gesundheitsamt. Sowie mit Hartmut Peltz, Fachbereichsleiter Stadt Essen, über neue Flüchtlings-Unterbringungsmöglichkeiten.

Frau Böttcher, wie viel Windpocken-Erkrankte gibt es heute, 8. Juli, im Asyl-Opti?
„Es gab einen Erkrankten, den sogenannten Indexfall, der heute nach ärztlicher Begutachtung wahrscheinlich aus der Quarantäne entlassen werden kann.“

Wie viel Personen sind in Quarantäne?
„ Eine Gruppe von sechs Personen hat unter Quarantäne gestanden, da die Blutergebnisse einen auffälligen Befund ergaben, die Quarantäne konnte inzwischen aufgehoben werden.“

Bis wann ist Aufnahmestopp?
„Es gibt keinen Aufnahmestopp, sondern eine eingeschränkte Aufnahme bis zum 12. Juli einschließlich. Es dürfen bis zu diesem Zeitpunkt nicht in die Einrichtung aufgenommen werden: Schwangere, Neugeborene bis neunter Monat, Menschen mit Immunschwäche. Aufgenommen werden dürfen: Geimpfte Personen, Person mit ausreichendem Titer (Antikörper gegen Windpocken). Das gilt bis zum 12. Juli.“

Was liegt Ihnen am Herzen zur Impfung?
„Ein Impfangebot besteht grundsätzlich für alle Menschen in der Einrichtung Opti-Park, nach den Empfehlungen der STIKO (ständigen Impfkommission) ist aber eine Impfung gegen Windpocken für Erwachsene nicht als Routineangebot vorgesehen, sondern nur als im Fall eines Ausbruchs. Jeder Geimpfte erhält einen Impfausweis, den er mitführen sollte, um durchgeführte Impfungen nachweisen zu können.“

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Doch wohin mit den vielen Asylsuchenden?
Mit der Erweiterung im Opti-Gewerbepark hat die akute Suche nach kurzfristig verfügbaren Unterbringungsmöglichkeiten vorerst etwas für Entspannung gesorgt. In der Landeseinrichtung werden jetzt 320 zusätzliche Plätze geschaffen. Der Stadtspiegel hat dazu Fragen.

Herr Peltz, wo genau werden 320 Menschen im Opti-Park unterkommen?
„Es handelt sich um die Anmietung weiterer Flächen im Opti-Park.“

Sind die Kapazitäten nicht schon längst erreicht?
„Der Opti-Park hatte eine Kapazitätsgrenze von 530, die meist nicht erreicht wurde.“

Gibt es auch ehrenamtliche Helfer, die sich um die Flüchtlinge kümmern?
„Ja, u. a. Große Kleiderkammer.“

Was bedeutet das für Vereine, Schulen, wenn die Turnhallen, wie Raumer, für Flüchtlinge geöffnet werden?
„Es wurde keine Turn-/Sporthalle belegt. Das wollen wir, wenn es irgend geht, vermeiden. Zum Handballleistungszentrum Raumerstraße gehört eine Herberge zur Übernachtung mit 59 Plätzen. Diese wurde nun mit Flüchtlingen belegt. Die benachbarte Sporthalle kann weiter für den Sport genutzt werden.“
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1 Kommentar
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 10.07.2015 | 20:42  
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