Bei Nachbarn, Kräutern und Bienen

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Der Nachbarschaftsgarten Diergardtstraße ist Teil einer geführten Radtour. Foto: Katharina Wieczorek
Essen: Nachbarschaftsgarten Diergardtstraße |

Im Rahmen der "Grünen Hauptstadt Europas 2017" präsentiert sich der Nachbarschaftsgarten Diergardtstraße mit einer Kräuter- und Gemüsevielfalt mitten in Essen.

Wie kaum ein anderer Garten veranschaulicht der Kräuter- und Gemüsegarten an der Diergardtstraße in Essen-Frohnhausen das Konzept „säen, ernten, Essen“. Zum Event der „Grünen Hauptstadt Europas 2017“ war am Sonntag der kleine Garten eine Station einer geführten Radtour. Dabei wurde über Pflanzen gesprochen, Honig geschlemmt und Erfahrungswerte ausgetauscht.
Der öffentliche Garten wurde 2014 durch eine Nachbarschaftsgemeinschaft ins Leben gerufen. Auf dem Gelände eines ehemaligen Kinderspielplatzes versuchen Hobbygärtner die verschiedensten Nutzpflanzen anzupflanzen. „Ein jeder kann mitmachen“, so Ute Jonetat, Rentnerin und Hobbygärtnerin, die sich von Anfang an dem Projekt beteiligte. Dabei betonte sie, dass es um keine Verpflichtungen gehen soll. Ob selber etwas zu pflanzen oder sich an den gemeinsamen Erträgen zu bedienen, steht den Besuchern offen.

Lebensmittel schätzen lernen

Zwei Schwerpunkte sind für die Nachbarschaftsgemeinschaft von Bedeutung: Das Gärtnern und die Nachbarschaftstreffen Mittwochnachmittags ab 14:30 Uhr. Dabei werden Rezepte und Erfahrungen ausgetauscht. „Durch die intensive Beschäftigung mit den Pflanzen lernt man diese neu zu schätzen“, meint Ute Jonetat.
Von geeignetem Werkzeug bis hin zu einem kleinen Gewächshaus stehen alle wichtigen Hilfsmittel dem Gemeinschaftsgarten zur Verfügung. Nur die Wasserversorgung stellt sich aufgrund des Fehlens einer eigenen Wasserleitung oder eines Brunnens als schwierig heraus. Zwar spendet das an einer Hauptstraße gegenüber gelegene Markus-Haus das unabkömmliche Wasser, doch es zum Garten zu befördern erfordert Muskelkraft.

Süße Nascherei für zwischendurch

An dem Sonntag konnten sich die Besucher an frischen Honig erfreuen. Diesen stellte die Imkerin Jil Grolla direkt aus einer Bienenwabe zu Verfügung. Sie selbst lebt in der Nachbarschaft und ihre Bienen bestäuben regelmäßig das Feld des Kräuter- und Gemüsegartens. Auch Kräuterbutter konnten die Besucher selber herstellen und verzehren. So wurde ein Vorgeschmack auf die täglichen Möglichkeiten und die nächste geführte Radtour am 01. Oktober 2017 gegeben.
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