Kommentar: Wie grün ist der Essener Westen?

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Die Altendorfer Straße mal ohne Autos. Möglich machte dies ein Fest der Grünen Hauptstadt.

Für ein Jahr stand Essen ganz im Zeichen der Grünen Hauptstadt Europas. Inzwischen wurde der Staffelstab an Nijmegen im Osten der Niederlande weiter gereicht. Doch was wird nachhaltig bleiben von der Grünen Hauptstadt, die unter dem Motto "Erlebe dein grünes Wunder" stand? Speziell im Essener Westen?

Über 450 Projekte wurden in der gesamten Stadt umgesetzt und auch der Essener Westen ging - zum Glück - nicht leer aus.
Im Projekt "Mein grüner Essener Westen" konnten die Bürgerinnen und Bürger aus Altendorf und Frohnhausen zum Beispiel einige grüne Oasen entdecken: den Gervinuspark, den Lorengarten, die Altendorfer Kleingärten und den Niederfeldsee sowie den Krupp-Park.
Diese Oasen gab's auch schon vor der Grünen Hauptstadt und sie werden auch darüber hinaus bestehen bleiben. Doch das Jahr 2017 bot die Gelegenheit, sich einmal darüber klar zu werden, wie viele grüne Ecken auch der Essener Westen - abseits der Hauptverkehrsstraßen wie der Altendorfer Straße - hat.
Stichwort Altendorfer Straße: Eine ziemlich geniale Idee des Projektbüros der Grünen Hauptstadt war es, ein Familien- und Gartenfest unter dem Motto "Grün auf! Altendorf" zu veranstalten und für einen Tag die Altendorfer Straße zur verkehrsfreien Zone zu erklären.
Diese im Vorfeld kontrovers diskutierte Idee kam bei den Bürgerinnen und Bürgern super an und das Fest wurde zur abwechslungsreichen Veranstaltung mit reichlich lokalen Beteiligten, die die Chance hatten, sich zur präsentieren.
Es bleibt - nachhaltig - auch die Erkenntnis, dass die Altendorfer Straße ganz ohne Verkehr ein ganz anderes Flair hätte und stark an einen Urlaubsort in südlichen Gefilden mit vielen internationalen Geschäften erinnern könnte.
Es ist eben nur ein winziger Schritt, Parkstreifen auf der Altendorfer Straße neu zu gestalten und Haltestellen behindertengerecht umzubauen. Da muss sich noch mehr tun mit Blick auf die Altendorfer Stadtplanung. Denn besonders die vielbefahrene Kreuzung Altendorfer Straße / Ecke Helenenstraße prägt das Bild eines gesamten Stadtteils, der abseits von diesem lautstarken Knotenpunkt noch ganz viel anderes zu bieten hat.

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