Unterwegs im grünen Frohnhausen

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Großer Bahnhof am Frohnhauser Marktplatz. Zum Auftakt des historischen Stadtteilspaziergangs trafen sich die Teilnehmer an zentraler Stelle.
 
Wusste viele historische Entwicklungen in Frohnhausen einzuordnen und zu vermitteln: Heimatforscher Robert Welzel.

"Frohnhauser Grün - Parkanlagen und ihre Geschichte" - unter diesem Titel fand die Auftaktveranstaltung des EGC-Projektes "Mein grüner Essener Westen" statt. Über 60 Teilnehmer lauschten den Worten von Heimatforscher Robert Welzel und unternahmen gemeinsam einen Stadtteilspaziergang durch Frohnhausen.

"Mein grüner Essener Westen" ist ein Projekt im Rahmen der "Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017". In vier Exkursionen werden die grünen Orte von Altendorf, Frohnhausen und der neuen Weststadt erkundet. Ziel ist es, zu entdecken, wie grün und abwechslungsreich die dichtbesiedeltsten Stadtteile im Essener Westen sind.
Zum Auftakt standen die zahlreichen Frohnhauser Parks im Mittelpunkt.
Robert Welzel: "Der Stadtteil Frohnhausen ist bekannt für seine attraktiven Parks und begrünten Hinterhöfe. Die älteste öffentliche Parkanlage ist der Altendorfplatz, der um 1876 als begrünter Vorplatz für das Rathaus der Bürgermeisterei Altendorf geschaffen wurde."
Treffpunkt der Gruppe war der Frohnhauser Platz mit dem nahegelegenen Westpark. "1904 erwarb die Stadt Essen das Langenfeld des Pollerbergshofes, um das Gelände einer raschen Erschließung nach modernen Gesichtspunkten zuzuführen. Nach den zukunfsweisenden städtebaulichen Ideen Robert Schmidts entstand das wegweisende Stadtviertel Pollerbergshof", so Robert Welzel.
Der nahe Luisenhof und Westpark ist eine begrünte Hofanlage, der bis 1913 angelegte Westpark entsprach der von Bauingenieur und Stadtplaner Robert Schmidt favorisierten Durchdringung von Stadt und Natur.
Weitere Station auf dem Spaziergang, an dem auch Bezirksbürgermeister Klaus Persch teilnahm, war auch die Bärendelle, 1915 bis 1917 als großzügige Hofanlage des Kruppschen Baubüros errichtet. Robert Welzel: "Der Häuserblock schließt eine Grünanlage, einen Bolzplatz und ein um 1910 von Albert Erbe entworfenes Schulgebäude mit ein. Die Gesamtidee der Anlage mit dem Binnenpark wurde von Robert Schmidt entwickelt."
Ein großer Wurf, denn der Bebauungsplan wurde auf den großen nationalen und internationalen Baufach- und Städtebauausstellungen präsentiert und sorgte einmal mehr für den guten Ruf des Städteplaners.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Riehlpark mit seinem großen Spielplatz angelegt.
Den Abschluss fand die Tour durch Frohnhausen im Gervinuspark. "Der historische Baumbestand und einige erhaltene Grabsteine erinnern noch heute eindrucksvoll an die frühere Nutzung als Kommunalfriedhof, die ebenfalls bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht", so Robert Welzel.
Wer mehr historische Dinge über die Stadt Essen erfahren möchte, dem sei das Buch "Essener Streifzüge - Wege durch Kultur und Geschichte" (Klartext-Verlag) von Robert Welzel empfohlen.

Und hier die Termine und Themen der drei weiteren Exkursionen "Mein grüner Essener Westen". Die Teilnahme an den Exkursionen ist jeweils kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Samstag, 20. Mai, 15 Uhr:
Ort: Lorengarten Altendorf, Grünanlage hinter dem Treffpunkt Altendorf, Kopernikusstraße 8
Thema: Urban Gardening: Zu Gast im Gemeinschaftsgarten in Altendorf - Informationen und (wer mag) Mitgärtnern
Info: Pflanzen werden gestellt, können aber gerne auch mitgebracht werden!
Referentin: Wiebke Jünger, Autorin des Buches “Stadtgrün statt grau” (Ulmer Verlag)

Freitag, 7. Juli, 18 Uhr:
Start der Exkursion: Treffpunkt Altendorf, Kopernikusstraße 8
Thema: Stadtteilentwicklung Altendorf - Krupp-Park, Krupp-See, Niederfeldsee
Referentin: Ricarda Fischer, Amt für Stadterneuerung und Bodenmanagement

Freitag, 4. August, 18 Uhr:
Treffpunkt: Eingang des Kleingartenvereins Essen-Altendorf, Anlage verlängerte Grieperstraße
Thema: Kleingarten 2017 - Zu Gast in einer Kleingartenanlage inmitten der Großstadt
Referent: Rainer Weddeling, Vorsitzender des Kleingartenvereins Essen-Altendorf
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