Erwerbslosigkeit im Mai erneut gestiegen

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Zum fünften Mal hintereinander in diesem Jahr ist die tatsächliche Erwerbslosigkeit in Essen im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Neben den „offiziell“ 34.981 Erwerbslosen werden im Mai 11.386 Personen nicht mitgezählt, obwohl sie de facto erwerbslos sind. Dank dieser statistischen Tricks kann die Agentur für Arbeit eine Erwerbslosenquote von „nur“ 12,1 Prozent vermelden. Tatsächlich waren im Monat Mai in Essen jedoch 46.367 Personen, das entspricht 16,0 Prozent, erwerbslos.

Den größten Anteil der offiziell nicht-mitgezählten Erwerbslosen machen die Über-58-Jährigen aus: 3.864 Personen fallen aufgrund ihres Alters aus der Statistik. Weitere 2.595 Personen gehen einem Ein-Euro-Job nach und gelten deshalb offiziell nicht mehr als erwerbslos.

3.074 Personen sind in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung oder Aktivierungsmaßnahmen (beispielsweise Bewerbungstrainings) und fallen deshalb aus der offiziellen Statistik. 1.107 Erwerbslose werden deshalb nicht mitgezählt, weil sie einen Vermittlungsgutschein haben und sich nun ein privater Arbeitsvermittler um sie kümmert. 568 Erwerbslose waren für mindestens einen Tag krank gemeldet und fallen deshalb für mindestens eine Woche aus der Statistik.

Wie in den Vormonaten ist aufgrund dieser statistischen Tricks bei der offiziellen Erwerbslosenzahl für Essen ein leichter Rückgang zu vermelden. Ebenso wie in den Vormonaten ist die Zahl der tatsächlich erwerbslosen Personen hingegen erneut angestiegen.

Fazit: Die offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind Realitätsverweigerung auf hohem Niveau. Solange das Problem der unverändert hohen Erwerbslosigkeit schön geredet wird, ist mit einer Lösung des Problems nicht zu rechnen.
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