Feindliche Übernahme?

(Foto: Gohl)
Die Aufregung ist groß, die gegenseitigen Vorwürfe ebenfalls. Kurz gefasst: Die Bundesagentur für Arbeit und die Stadt Essen kloppen sich um 80.000 Hartz IV-Empfänger. Wer darf sie zukünftig betreuen?
Hat die Bundesagentur ihren Job in den letzten Jahren so schlecht gemacht, dass das Team dringend ausgewechselt werden muss?
Wohl kaum, denn sonst würde die Stadt nicht 300 Mitarbeiter übernehmen und die Job-Center erhalten wollen.
Darf man der städtischen Verwaltung die neue Aufgabe zutrauen? Ist der Happen nicht etwas zu groß?
Schließlich sind wir alle ein wenig verunsichert, wenn wir das Hin und Her um Dinge wie das neue RWE-Stadion und die verzögerten Bauarbeiten in der Eissporthalle Essen-West betrachten. Ganz zu schweigen von den Bauarbeiten rund um den Essener Hauptbahnhof, die immer wieder gut sind als Lachnummer made in Schilda.
Dabei geht es - nicht ganz unwichtig - einfach um reichlich Kohle, die es hier zu verwalten oder einzusparen gilt. Ein Millionen-Deal.
Wobei: Wir glauben sowohl der Bundesagentur und der Stadt Essen, dass sie dabei auch die Arbeitsmarktpolitik zugunsten der betroffenen Bürger positiv beeinflussen möchten.
Neue Ideen, neue Ansätze - das könnte sicher gar nicht schaden.
Müssen dafür aber gleich alle Karten neu gemischt werden?
Fatal wäre es, wenn durch den Antrag als Optionskommune die - nötige - Kooperation aller Beteiligten auf der Strecke bliebe. Denn: Der Streit um die Macht darf nicht auf dem Rücken von 80.000 Essener Bedürftigen ausgetragen werden.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen Webseiten Senden
2 Kommentare zum Beitrag
142
Dirk Heidenblut aus Essen-Nord am 02.09.2010 um 01:08 Uhr  
142
Dirk Heidenblut aus Essen-Nord am 03.09.2010 um 23:57 Uhr  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.

Meistgelesene Beiträge des Autors

33 Bilder

Der Bunker 7

Frank Blum aus Essen-West | am 16.05.2011

Essen: Bunker St. Anna | Der Hochbunker von St. Anna hat eine lange Geschichte. Doch seine Zukunft ist ungewiss. „Zur Zeit wird der Bunker, einer der letzten seiner Art, von der Feuerwehr verwaltet“, so Theo Becker, als „Herr der Bunker“ für diese Aufgabe zuständig. Eigentlich hätte er den Bunker bereits an den Eigentümer - die Bundesrepublik Deutschland - zurückgeben sollen. „Das verzögert sich offenbar. Bis dahin wird regelmäßig geschaut, ob...

1 Bild

E-Zigarette: Schlappe für die Ministerin 42

Frank Blum aus Essen-West | am 29.03.2012

Aktueller Nachtrag: Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat sich eine Klatsche vor dem Oberverwaltungsgericht Münster in Sachen E-Zigarette eingefangen. Dies weist darauf hin, dass ihre Warnung vor der E-Zigarre und das Verkaufsverbot rechtswidrig seien. Die Diskussion um Gefahren und Verbote gehen in den nächsten Monaten also munter weiter. Der "Musterschüler" Stadt Essen hatte sich schon ganz früh hinter die...

29 Bilder

Mein Haus am See - Das Projekt Niederfeldsee 1

Frank Blum aus Essen-West | am 06.02.2012

Wohnen am See. - Das wird in Altendorf schon bald Wirklichkeit. Denn: Auf einer Fläche von etwa zwei Hektar entsteht zwischen der Rüselstraße im Süden und dem Sälzerbach im Norden derzeit der neue Niederfeldsee. Und: Die Allbau AG errichtet dort auf 5.000 Quadratmetern 60 neue Wohneinheiten. Der Arbeitskreis „Fundstücke im Essener Westen“ der Volkshochschule unternahm vor Ort einen Stadtteilspaziergang und erhielt unter...

Ähnliche Beiträge

1 Bild

Kulinarische Entdeckungstour in der Nordstadt 1

Antje Geiß aus Dortmund-City | am 13.05.2013

Dinner in der Nordstadt! Das bedeutet: ein Kochduo, drei Gänge an drei verschiedenen Orten, jeweils sechs Personen und somit zwölf neue Begegnungen. Das Quartiersmanagement lädt am Samstag, 8. Juni, von 18 bis 23 Uhr, zur kostenlosen, kulinarischen Entdeckungstour durch die Nordstadt ein. Anmeldungen sind aus organisatorischen Gründen bis zum 28. Mai erforderlich im Quartiersbüro Nordstadt bei Heike Schulz an der Kleinen...

1 Bild

Urlaub mit Hartz - Tausende Lehrer vor Sommerferien ohne Job

Ulrich Wockelmann aus Iserlohn | am 13.05.2013

Statt Urlaub im Hartz – Urlaub mit Hartz. Hartz IV – versteht sich. Auf viele Lehrer in befristeten Arbeitsverhältnissen wartet auch in diesem Jahr wieder ein Abenteuerurlaub der besonderen Art. Unerschrocken wagen sie sich in die Dschungel der deutschen Arbeitslosenverwaltung, getrieben von ungebrochenem Überlebenswillen und ohne die Gewissheit eine Rückkehr auf einen Arbeitsplatz. (Und wenn es doch wenigstens für...

1 Bild

Sagt die eine Frau zur anderen.... 1

Thomas Ruszkowski aus Essen-Ruhr | am 13.05.2013

gäb es keine Schuhgeschäfte, hätt ich gar keinen Sex mehr!