Grüne Hauptstadt im Mittelpunkt

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Bei jeder Sitzung der BV III Essen West dabei: Der Bezirksbürgermeister Klaus Persch. (Foto: privat)
 
Treffen sich regelmäßig im Ev. Lighthouse: (v.li.) Michael Fölster, Klaus Persch, Rolf-Dieter Liebeskind und Doris Eisenmenger.
Bezirksvertretung III Essen West tagt zum 16. Mal



Der Fußball lockt, doch politische Entscheidungen gehen vor. Getagt wurde dieses Mal wieder hinter den Türen des Ev. Lighthouses, ehemals Pfarrkirche St. Mariä Geburt in der Liebigstraße 1. Neben dem Bezirksbürgermeister Klaus Persch, dem 1. stellvertretenden Bezirksbürgermeister Rolf Dieter Liebeskind (CDU) und der 2. stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Doris Eisenmenger (Die Grünen), waren die alle anderen Parteienvertreter anwesend und somit beschlussfähig.

Begonnen wurde mit der Aktuellen Viertelstunde. Dabei ging es um die Angliederung der Berliner Schule als Teilstandort an die Cosmas und Damian-Schule. Die Schulpflegschaftsvorsitzende der Berliner Schule war mit Kolleginnen anwesend, um bei ein paar Punkten ihre Bedenken zu äußern. Zum einen ging es um die nötigen Fortbildungen der Belegschaft der Cosmas und Damian-Schule. Da die Berliner Schule eine Inklusionsschule ist, haben manche Kinder eine besondere Förderung nötig. Diese kann nur dann gewährleistet werden, sollte das Personal dementsprechend geschult sein. Bei einer Fusion also müsste sich die gesamte Belegschaft der Cosmas und Damian-Schule dieser Fortbildung verpflichten. Der andere Punkt betraf eine vergrößerte Klassengröße bei einer Fusion. Bei einem Zusammenschluss wäre dies bei der Berliner Schule nämlich der Fall, was dazu führen könnte, dass der Förderungsbedarf bei den Inklusionskindern nicht gedeckt werden könnte und daraus Probleme resultieren könnten. Die Bedenken wurden aufgenommen und in die Verwaltung gegeben.

„2017 werden wir rocken.“

Der nächste Redner war Thomas Ernst, Projektmanager im Büro der Grünen Hauptstadt und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Er legte in einer kurzen Präsentation die Gründe für den Titelgewinn dar und stellte weitere Punkte um den „Green Capital Day“ vor.
„Den Titel verliehen bekommen Städte mit Vorbildcharakter“, so Ernst. „Auch soll der Wandel der Zeit mit inbegriffen sein, was bei der Stadt Essen der Umbau von der Stahl- zur grünen Infrastruktur darstellt. Zudem gibt es 12 Hauptfelder, bei denen Essen überall relativ gut abgeschnitten hat.“ Die Leitprojekte waren ganz klar der Emscher-Umbau und die Zuläufe der Emscher, der Krupp-Park sowie der Niederfeldsee und das Uni Viertel. 2017 soll auch der Rhein Ruhr Express (RRX) an den Start gehen. Nicht zu vergessen sind der Radschnellweg Ruhr und das Vorhaben, dass im kommenden Jahr das Baden in der Ruhr (Steele) und am Seaside-Beach erlaubt werden soll. „Mit der Grünen Hauptstadt wird ein Anstoß für die kommenden Jahre gegeben werden, wobei Essen als Zukunftsgestalter fungieren soll“, erklärt der Berichterstatter weiter. „Es gibt einen hohen Partizipationsanspruch seitens der Bürger, den nur mit diesen können wir aktiv werden. Von der Grünen Hauptstadt erhoffen wir uns knapp eine halbe Million zusätzlicher Touristen, mehr als 30 nationale und internationale Tagungen sind schon gebucht.“ Die Eröffnungsveranstaltung für die Grüne Hauptstadt ist Mitte/Ende Januar 2017 angedacht.

Rikscha-Projekt geht an den Start

Auch Ricarda Fischer vom Stadtteilprojekt Altendorf kam an diesem Abend zu Wort. Zum einen berichtete sie, dass das geplante sogenannte „Rikscha-Projekt“ demnächst starten wird. Es wird an den Ehrenzeller Platz angedockt sein. Hierbei können sich Konsumenten ihre Einkäufe per Rikscha nach Hause bringen lassen. „Zudem haben wir eine Anfrage an Grün und Gruga für zusätzliche Bänke am Niederfeldsee gestellt. Es gab ein positives Signal und es wurde abgestimmt, wo diese Bänke am meisten Sinn machen könnten“, so Fischer. Am 22. Mai fand auch am Niederfeldsee ein von Herrn Hüttemann und seinem Team organisiertes Konzert statt, das mit etwa 200 Besuchern ein voller Erfolg war. Eine zweite Veranstaltung ist voraussichtlich im Oktober geplant. „Wir sind weiter darum bemüht, die Kräfte am Ehrenzeller Platz zu bündeln und Synergieeffekte zu schaffen. Dennoch gab es wieder diverse Vorfälle wegen der unterschiedlichen Nutzergruppen. Einen Erfolg können wir dahingehend verzeichnen, da unserem Team nun ein junger Mann zur Verfügung steht, der die rumänische Sprache beherrscht und vermittelnd tätig werden kann. Er wird bei Regina Moock im Stadtteilbüro untergebracht sein“, ergänzt Fischer.
Weitere Veranstaltungen werden sein der ALLBAU-Lauf um den Niederfeldsee am 2. Juli, das Sommerfest vom Afrika Kultur und Wohlfahrt e.V. am 16. Juli und das Kultur- und Kinderfest auf dem Ehrenzeller Platz am 25. August.
Die nächste Sitzung wird am 15. September um 17 Uhr wieder im Lighthouse stattfinden.
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