Rock dein Viertel!

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Ramona (19) stellt die Ergebnisse ihrer Gruppe vor.
Was nervt dich in deinem Alltag? Was denkst du über deinen Stadtteil? Was ist jugendgerecht und was nicht? Gibt es Dinge, die neu gestaltet, verändert oder mal in Angriff genommen werden sollten? - Diese Fragen wurden in den Räumlichkeiten der CVJM Essen West an die Jugendlichen herangetragen, um zu zeigen, dass auch sie dazu beitragen können, ihren Stadtteil aktiv mitzugestalten und nicht nur Erwachsene und Politiker Entscheidungsgewalt haben.
Eingebettet war die Veranstaltung „Rock dein Viertel“ in das stadtweite Beteiligungsprojekt „mitWirkung“, in der Jugendliche aktiviert und fit für lokale demokratische Entscheidungsprozesse gemacht werden sollen. Um im Vorfeld Jugendliche zu aktivieren, waren sogenannte Demokratiescouts in Altendorf unterwegs und luden persönlich Jugendliche ab 14 Jahren zur Veranstaltung ein. Dabei wurden sie nach ihren Meinungen zu ihrem Stadtteil Altendorf befragt und es wurden erste Ideen eingefangen, was man verbessern oder verändern könnte.
Zum Hintergrund: Die Stadt Essen hat sich auf den Weg gemacht, um die Beteiligung von Jugendlichen zu verbessern. Diese sollen aktiviert werden sich einzubringen, um ihre Lebenswelt zu verändern. In allen Stadtbezirken sind Lenkungsgruppen, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Jugendverbände und dem Jugendamt tätig, um die Beteiligung von Jugendlichen in den jeweiligen Stadtteilen zu verbessern.
Für den Stadtbezirk III, mit 15.635 jungen Menschen (Stand 30. Juni 2015) im Alter zwischen 14und 27 Jahren, sind die Kümmerer Anna Konincks vom Jugendamt und Mathias Lindemann von den Falken zuständig.
Seit Mai 2015 hat diese Lenkungsgruppe eine neue Unterstützung mit der Mitarbeiterin Angelika Actun aus dem Falkenzentrum erfahren. Gemeinsam mit dem Mädchentreff Perle und dem CVJM Essen West soll die Jugendbeteiligung in Altendorf einen Schritt nach vorne gebracht werden. Zusätzlich waren ehrenamtlich Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksvertretung III an diesem Tag anwesend, um zu demonstrieren, dass auch ihnen die Angelegenheit wichtig ist.
Bevor die Jugendlichen in Gruppenarbeit herausstellen sollten, was konkret in Angriff genommen werden kann, wurden O-Töne abgespielt, welche die Demokratiescouts im Vorfeld aufgezeichnet hatten. Hier war schon zu erkennen, was Jugendliche im Viertel interessiert: Positiv wurde die Vernetzung und die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel wahrgenommen, ebenso wie die vielen Grünflächen wie der Krupp-Park oder der Niederfeldsee. Als negativ wurde erachtet, dass es zu wenig Betätigungsmöglichkeiten wie Bolzplätze, Turnhallen oder Schwimmbäder gibt, auf denen sich die Jugendlichen aufhalten können und der auffällige Drogenhandel.
Nach diesen Statements wurden die Anwesenden getrennt: Die Bezirksvertreter unterhielten sich über das gerade Gehörte und die Jugendlichen konkretisierten in Kleingruppen ihre Wünsche. Es wurden mehrere Teams gebildet, angeleitet von den Demokratiescouts, um die zur Sprache gebrachten Anregungen später der Bezirksvertretung in Reinform vorlegen zu können.
In den Projektgruppen gab es zunächst eine kleine Vorstellungsrunde, um sich kennenzulernen. Dann wurde konkret nach Ideen gefragt und wie das aktuelle Gefühl über den Stadtteil ist und welche Veränderungspunkte man aktiv in der Gruppe erarbeiten kann. In Einzelarbeit sollte dann jeder Teilnehmer auf einen Zettel drei Punkte schreiben, die er oder sie für wichtig oder erwähnenswert erachtet. Diese Punkte wurden dann gesammelt und auf einer großen Wand festgehalten. Nachdem dieser Schritt vollzogen war, erfolgte eine Ordnung der Stichpunkte und es wurden Überbegriffe gesucht, um das Gesamtkonzept dann so der Bezirksvertretung III vorlegen zu können. Überbegriffe an diesem Tag waren zum Beispiel der Wunsch nach mehr Sauberkeit auf den Straßen, verstärkte Informationen über Jugendeinrichtungen im Stadtteil, mehr Kulturangebote wie zum Beispiel Diskotheken und ein Schwimmbad oder freundlichere Polizisten.
Um auch wirklich etwas bewirken zu können, wurde festgelegt, dass die Gruppen in dieser Form bestehen bleiben sollten, man sich wieder treffen werde, um zusammen eine Veränderung zu schaffen.
Wer nun auch neugierig geworden ist, diese Veranstaltung aber verpasst hat, kann sich an der kommenden beteiligen. Das nächste Treffen, bei dem es um den Stadtteil Holsterhausen gehen wird, findet statt am Samstag, den 21. November im Falkenzentrum Süd, Holsterhauser Straße 200. Beginn ist um 16 Uhr und es gibt wieder eine kostenlose Verköstigung.
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 12.11.2015 | 22:28  
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