Stahlstandort in Duisburg erhalten – Fusionspläne begraben

Anzeige
Landesregierung muss endlich handeln – Landesbeteiligung als Option diskutieren

Die LINKE im RVR fordert von der Thyssen-Krupp Steel Unternehmensspitze klare Zusagen den Stahlstandort im Ruhrgebiet und die 25.000 Arbeitsplätze hier in NRW zu erhalten. Ein Ausverkauf des Standortes in Duisburg im Zuge der Fusion mit dem indischen Tata-Konzern muss seitens des Landes und Bundes verhindert werden.

„Die Managementfehler der letzten Jahren bei Thyssen-Krupp Steel, bei denen allein mit dem Brasilien-Geschäft schätzungsweise 12 Milliarden Euro ,verbrannt‘ wurden, haben zu einer wirtschaftlichen Schieflage des Unternehmens geführt. Diese darf jetzt nicht auf den Rücken der Stahlarbeiter im Ruhrgebiet, in den Niederlanden oder Großbritannien ausgetragen werden,“ so Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR. „Wir begrüßen es, dass nicht nur der Betriebsrat von Thyssen-Krupp, sondern auch der Betriebsrat von Tata Steel Nederland mobil gegen diese ,Ehe’ macht, in der die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ignoriert werden.“

Aus Sicht der Linksfraktion im RVR muss der Rückgang von Industriearbeitsplätzen im Ruhrgebiet endlich aufgehalten werden, zumal sich diese Situation mit der Schließung der letzten Zechen 2018 noch verschärfen wird.

Wolfgang Freye weiter: „An die Adresse von Frau Kraft gerichtet: Im Landtagswahlkampf zu plakatieren ‚Stolz auf unser Können', reicht als Engagement für die Wirtschaft im Ruhrgebiet nicht aus. Es müssen endlich konkrete Signale aus Düsseldorf her, wie man zusammen mit dem Bund das hochriskante Geschäft im Interesse der Arbeitsplätze verhindern will. Die ernsthafte Prüfung von Beteiligungsoptionen des Landes und des Bundes könnte ein solches Signal sein.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.