Zu wenig Raum für Kinder

Anzeige
Der Arbeitskreis "Fundstücke im Essener Westen" hatte zur Bürgersprechstunde mit Bezirksbürgermeister Klaus Persch (rechts) eingeladen. Foto: Svenja Goluch
 
Bezirksbürgermeister Klaus Persch stellte sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Foto: privat

Es geht wieder aufwärts. Zumindest, wenn man einen Blick auf die Einwohnerzahlen der Stadt und der Stadtteile wirft. "Und entgegen dem Vorurteil, dass Frohnhausen überaltert ist, besteht die größte Gruppe der Bevölkerung aus 25- bis 45-Jährigen", weiß Bezirksbürgermeister Klaus Persch zu berichten, der im Kurs "Fundstücke im Essener Westen" eine Bürgersprechstunde abhielt.

"Auch die Anzahl der Kinder steigt in den letzten Jahren wieder an", freut sich der SPD-Politiker, kennt jedoch auch die daraus entstehenden Probleme: "Es gibt aktuell viel zu wenig Kindergärten in den Stadtteilen der Bezirksvertretung III Essen-West. Und in Altendorf wäre es dringend erforderlich, eine vierte Grundschule zu eröffnen."
Das Problem verschärft sich zudem dadurch, dass der Kindergarten Grevelstraße abgerissen und neu gebaut wird. Und auch der Kindergarten der Katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth in Frohnhausen wird auslaufen.
Immerhin: Der Standort Grevelstraße soll nach der Wiedereröffnung größer sein, das Gelände der angrenzenden, ehemaligen städtischen Gärtnerei als Außenfläche zur Verfügung stehen.
Wenig Verständnis hat Klaus Persch für die getrennten Standorte der Cosmas und Damian-Grundschule und der Berliner Straße in Frohnhausen. "Die könnte man prima zu einer Schule zusammenlegen, gemeinsam den Schulhof nutzen und daraus ein Zentrum des Lernens machen."
Auch zahlreiche weitere Themen wurden an diesem Abend angesprochen und von Klaus Persch kommentiert:
Schultoiletten:
600.000 Euro stehen für eine zweite und dritte Reinigung bereit, um die Sauberkeit zu verbessern. Leider ist noch nicht ein Euro davon ausgegeben worden, weil kein Personal zu finden ist.
Flüchtlingsdorf Hamburger Straße:
Der Standort ist nicht gut gewählt. Durch die Troglage ist ein Schallschutz nur begrenzt möglich. Die Anwohner hatten sich bereits in Zeiten als die Hamburger Straße als Sportplatz diente über den Lärmpegel beschwert. Ob die Einschätzung des Oberbürgermeisters richtig ist, dass Ende des Jahres der Standort wieder aufgegeben werden kann, ist bislang unklar.
Hundeplatz Nöggerathstraße:
Die Bezirksvertretung hat einige alternative Standorte für das dort geplante Flüchtlingsdorf genannt, die vom Rat der Stadt jedoch nicht berücksichtigt wurden.
Rederecht:
Bislang ist es den Bezirksbürgermeistern nicht gestattet, im Rat der Stadt Essen ihre Argumente aus den Stadtteilen vorzutragen. Es läuft ein Antrag, dazu die Gemeindeordnung entsprechend zu ändern.
Sportplatz Krupp-Park:
Die vorbereitenden Arbeiten zum Bau des neuen Sportplatzes im Krupp-Park laufen. Derzeit werden große Mengen Füllmaterial eingebracht, um die Hohlräume zu verfüllen. Zum Teil sind dort unterirdische Bunker-Anlagen vorhanden.
Gelände Oase:
Die Bezirksvertretung hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, auf der Fläche sozialen Wohnungsbau und eine weitere Kindertagesstätte umzusetzen.
Berliner Straße:
Im Bereich zwischen Frohnhauser Straße und Busehofstraße wird die Berliner Straße zur Baustelle. Geplant ist dies ab September für eine Dauer von 15 Monaten.
Tunnel Grunertstraße:
Es wurden Gelder bewilligt, um eine farbliche Gestaltung des Tunnels umzusetzen.
Etat der Bezirksvertretung:
300.000 Euro jährlich stehen der Bezirksvertretung zur Verfügung. Einige Beispiele für Ausgaben: 150.000 Euro gehen davon an Grün und Gruga für Kinderspielplätze, Grünanlagen. 13.000 Euro werden in die Umgestaltung des Gervinusplatzes mit Schotterstauden-Flächen investiert. 300 Euro kosten die Hundebeutel im Gervinuspark. 5.000 Euro erhalten die Runden Tische im Bezirk für ihre Flüchtlingsarbeit. Jeder Kindergarten wird mit 250 Euro gefördert, jede Grundschule mit 850 Euro.

Info

Der Kurs "Fundstücke im Essener Westen" der Volkshochschule beschäftigt sich mit den Stadtteilen Altendorf und Frohnhausen sowie der neuen Weststadt. Mehr Infos gibt es per E-Mail: fundstücke-im-essener-westen@t-online.de
Die nächste öffentliche Veranstaltung findet am Mittwoch, 11. Mai, 17 Uhr, statt. Mit Heimatforscher Robert Welzel wird im Rahmen eines historischen Spaziergangs der Borbecker Mühlenbach erkundet. Treffpunkt ist die U-Bahn-Haltestelle Halbe Höhe, Holsterhauser Straße. Fundstücke
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.