Kleine bunte Murmeln

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Das neue Logo der Kita Murmel.
 
Bunt, bunter, murmelig: So siehts in der Kindertagesstätte in den einzelnen Räumen aus.
Viele Eltern stehen vor der gleichen Frage: In welche Kindertagesstätte soll mein Sprössling gehen? Obwohl die Plätze sehr begrenzt sind, gibt es doch eine Vielzahl an Einrichtungen, die in Betracht gezogen werden müssen. Wer dann aber doch lieber keine städtischen oder kirchlichen Einrichtungen haben möchte kann sich zum Beispiel in die Hamburger Straße in Frohnhausen begeben. Dort, versteckt hinter hohen Hecken, hat sich die Elterninitiative Murmel e.V. eingerichtet, wo sich pädagogische Fachkräfte von 7 Uhr morgens bis 16:30 nachmittags um die kleinen Racker kümmern.
Seit nunmehr fast 25 Jahren existiert die Einrichtung, vormals eine alte Schreinerei, bereits und auf zwei Etagen können Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Einschulungsalter tagtäglich spielen, toben und basteln was das Zeug hält. Momentan beherbergt die Kita 35 Kinder mehrerer Nationalitäten, welche in zwei Gruppen unterteilt sind: In der „Gummibärchen-Gruppe“ tummeln sich die unter Dreijährigen und in der „Regenbogen-Gruppe“ sind die älteren Kinder verankert.
„Begonnen hat alles mit einer Elterninitiative“, erklärt Angela Görtz, Leiterin der Einrichtung. „Eltern haben sich damals zusammengeschlossen, um Einrichtungsalternativen in der Betreuung für ihre Kinder zu finden, die nicht städtisch oder kirchlich waren. Aus dem Verein hat sich dann die Kinderbetreuung entwickelt mit der Möglichkeit der Gründung einer Kita.“
Dies legt die Vermutung nahe, dass die Eltern mit eingebunden werden und verpflichten sich aktiv in und an der Kita mit zu arbeiten. Das können dann zum Beispiel, da sich die Kita selbst verwaltet, Verwaltungsaufgaben sein oder das Pflegen des Hauses und des Gartens. Insgesamt wird die Einrichtung zu 98 % von Stadt und Land bezuschusst, woraus sich die Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher ergibt. Durch den Vereinsbeitrag dann, denn jedes Mitglied bezahlen muss, müssen die ausstehenden Arbeiten wie die Gartenpflege finanziert werden. Und selber mit anpacken ist dann doch besser.
Wer sein Kind hier abgibt, der will es in guten Händen wissen. Dafür sind insgesamt acht pädagogische Fachkräfte zuständig, die teilweise in Voll- und teilweise in Teilzeit hier angestellt sind. Auch eine Köchin gehört zum Team, die dafür zuständig ist, dass den Kleinen täglich gutes Essen unter die Nase und in den Magen kommt. „Wir haben uns dazu entschieden, das Essen täglich frisch selber zu kochen. Früher hatten wir einen Caterer. Dieser war auch gut, aber das Problem war die lange Lieferzeit. Die Zutaten beziehen wir von dem Bioladen Flotte Karotte, wo wir sicher sein können, dass es immer gute Qualität ist. Einmal in der Woche gibt es Fleisch und einmal Fisch, wobei wir hier generell auf Schweinefleisch verzichten. Das hat aber nichts mit religiösen Aspekten zu tun.“
Wie in anderen Einrichtungen auch, sind in der Murmel zahlreiche Nationalitäten vertreten. Das reicht von polnisch, griechisch und türkisch bis hin zu marokkanisch und französisch, was sich auch in den Schwerpunkten wieder spiegelt.
Die ganz Kleinen, die vielleicht noch nicht richtig laufen und sprechen können, werden zunächst auf das Ankommen vorbereitet. Sie müssen sich in eine neue Umgebung einfinden, in der die Eltern nicht dabei sein können. Deshalb muss erst einmal ihr Vertrauen gewonnen und eine neue Bezugsperson gefunden werden. Dann, in sehr kleinen Zügen, wird mit der Sprach- und Bewegungsförderung und dem Ausbau der sozialen Fähigkeiten begonnen, es wird gebastelt, gesungen und miteinander gespielt. „Die Gesellschaft hat sich verändert und somit auch die Bedürfnisse. Wir versuchen dahingehend mit zugehen und wollen vor allem mit der Kinderbetreuung ab einem Jahr den Eltern die Möglichkeit bieten, dass beide arbeiten können“, meint die Leiterin.
In der zweiten Gruppe sollen vor allem Sozialkompetenz,Selbstvertrauen, Kreativität und Selbstständigkeit gefördert werden. Die Kinder sollen somit auf die Einschulung vorbereitet werden. „Natürlich legen wir bei den Größeren auch viel Wert auf Sprache, Bewegung und den Ausbau kognitiver Fähigkeiten. Was sich jetzt vielleicht ein bisschen hart anhört, passiert bei uns aber immer auf spielerische Art und Weise. Wir wollen kein Kind überfordern und passen uns immer an die Fähigkeiten der jeweiligen Kinder an“, erklärt Görtz weiter.
Ihr ist aufgefallen, dass viele Eltern sehr viel Leistung von ihrem Kind erwarten. Das fängt bei einem durchgeplanten Tag an, geht über das Anmelden bei zahlreichen Kursen und hört auch schon mal mit der Frage auf, ob man den Sohnemann oder das Töchterchen nicht schon mit fünf anstatt mit sechs Jahren einschulen kann, da es mental schon soweit sei. „Es ist auch in Ordnung, wenn das Kind einmal Langeweile empfindet. Das muss nicht immer negativ sein, es kann auch die Kreativität fördern, weil das Kind dann Zeit hat, sich über Dinge Gedanken zu machen und sich selbst etwas suchen muss, mit dem es sich beschäftigen kann“, betont Görtz.
Um den Kleinen noch mehr Spass zu bereiten, soll das Außengelände zusammen mit der Essener Bewegungswerkstatt neu gestaltet werden. „Geplant sind zwei Bereiche. Für die U3-Kinder wird es einen kleinen Kletterturm geben mit Kletterpyramiden und Schaukelanlage. Diese ist individuell nutzbar, sprich darauf kann richtig im Sitzen geschaukelt werden, aber auch im Liegen. Im Ü3-Bereich soll das schon bestehende Baumhaus erweitert werden und auch ein Seilgarten ist geplant“, verkündet die Leiterin der Einrichtung.
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