Spätschicht für die Zukunft

Anzeige
Die Helden der „Langen Nacht der interkulturellen Berufsberatung“ – Berater, Dolmetscher und Organisationsteam. Foto: KAUSA
Berufsberatung für Flüchtlinge im Zentrum für Türkeistudien

Um die 300 Personen haben kürzlich an der „Langen Nacht der interkulturellen Berufsberatung“ im Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) teilgenommen. Im Rahmen der bundesweit einmaligen Aktion wurden mit rund 140 jungen Flüchtlingen und Migranten Einzelgespräche geführt.

Beratung auf 13 Sprachen


An 13 Beratungstischen informierten 19 Berater aus neun Essener Institutionen junge Flüchtlinge und Migranten rund um das Thema „Ausbildung“.
Die Institutionen Arbeit und Bildung Essen gemeinnützige GmbH, BfZ Essen und KSE stellten 13 Dolmetscher zur Verfügung, um die Ratsuchenden mit geringen Deutschkenntnissen bei Gesprächen mit den Berufsberatern zu unterstützen. Mithilfe der Übersetzer und mehrsprachigen Beratern konnten sich die Interessierten neben Deutsch in 13 weiteren Sprachen informieren.

Während der Aktion wurden 137 Personen einzeln beraten. Zudem wurden für rund 40 Personen durch KSE-Experten muttersprachliche Gruppenberatungen auf Arabisch und Persisch angeboten, um dem großen Interesse an Beratungen gerecht zu werden. Zeitweise musste der Einlass aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten verwehrt werden, 25 Interessierte hinterließen jedoch ihre Kontaktdaten für eine spätere Einzelberatung durch die KSE.
Die Ratsuchenden stammten aus mindestens 15 verschiedenen Ländern, von Schweden bis Sri Lanka. Die Nachfrage der Flüchtlinge für die Beratungsangebote war sehr groß. 71 der 137 Beratungsgespräche wurden durch syrische Flüchtlinge in Anspruch genommen. 20 Personen stammten aus Afghanistan, 13 aus dem Iran und 9 aus dem Irak.
„Das große Interesse der Neuzugewanderten an einer Berufsberatung, die wir sowohl während der Langen Nacht, als auch in unserem Beratungsalltag beobachten, ist ein Zeichen der hohen Motivation. Damit diese Motivation zum Erfolg führt, soll sie richtig gesteuert werden. Daher sehen wir die Informationsarbeit, die wir mit den Essener Institutionen geleistet haben, als einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Stadtgesellschaft“, sagte Cem Şentürk, Leiter der im ZfTI angesiedelten KAUSA Servicestelle Essen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.