Von Clementönchen und Sprachforschern

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Musik macht Spass: Nicht nur die Clementönchen, sondern auch die anderen Kinder freuen sich, wenn sie an die Musikinstrumente können.
 
Hast du auch Hunger?: In der "Mini-Küche" bei den Fröschen wird immer fleißig gekocht und gebacken.
Ab 7 Uhr morgens können sie kommen: Kleine Frösche, Hummeln und Igel wuseln dann in ihre Gruppe und nehmen am Morgenkreis teil. Bei geschlossenen Türen, damit am besten keine Unterbrechungen stattfinden und die Kinder ohne Störungen erzählen, singen oder zuhören können, wird gemeinsam mit den Erzieherinnen in den Tag gestartet. Im Anschluss beginnt das Freispiel, bei dem sich die Kleinen ihre Spielpartner und Spielbereich selbst aussuchen können.
Die katholische Kindertagesstätte St. Clemens Hofbauer hat insgesamt 55 Plätze zur Verfügung, in welcher Kinder von knapp einem Jahr bis zur Einschulung betreut werden.
„Durch unsere drei großzügig eingerichteten Kindergruppen auf zwei Ebenen sind wir in der Lage den Kleinen und Großen ausreichend Platz zum Spielen und Toben zu bieten. Zusätzlich haben wir noch Erlebnisräume und einen schönen Außenbereich, die die Möglichkeiten nochmals steigern“, erklärt die Leiterin der Einrichtung, Monika Westhoven.
Ein Schwerpunkt ist daher sehr naheliegend: Bewegung. Dieser wird in der Einrichtung nicht nur groß geschrieben, sondern auch in den verschiedensten Varianten gelebt. In der Kita können die Kinder hierfür in der hauseigenen Turnhalle auf Bewegungstour gehen: Es gibt eine Kletterwand, die Möglichkeit Schaukeln einzuhängen und mit verschiedenen Objekten zu spielen. Sehr beliebt bei allen ist auch die rote Pyramide im Eingangsbereich, auf der man ebenfalls die ein oder andere Stufe erklimmen kann. „Beides können die Kinder frei nutzen, wobei wir natürlich immer auf die Sicherheit achten“, so Westhoven weiter. „Wer noch weiter auf Entdeckungsreise gehen will, darf nach draußen in die Natur auf den Außenbereich. Der hat neben modernen Spielgeräten auch einen Matschplatz und andere Freiflächen darum herum können erkundet werden. Hier hat auch schon der eine oder andere Fahrradfahren gelernt.“
Zu kurz kommt in der Kita St. Clemens Maria Hofbauer das Thema Sprache auf keinen Fall: Viele Angebote sollen sicher stellen, dass die Kinder, was diesen Punkt angeht, einen guten und sicheren Start ins Leben erhalten. Es wird nach dem Prinzip der alltagsintegrierten Sprachförderung gearbeitet und aufgeteilt nach Altersklassen durchgeführt: Nicht dass die Kleinen überfordert werden und die Großen sich langweilen. Dort werden dann in kindgerechter Form Dinge wie Wortschatzerweiterung, Satzbau oder folgerichtiges Erzählen geübt. Natürlich wird immer auch gespielt und gebastelt, allerdings mit einem großen Gesprächsanteil. „Mit den Großen haben wir auch schon einmal selbstständig Briefe geschrieben und diese zur Post gebracht. Das war für sie natürlich ein ganz tolles Erlebnis“, verrät Westhoven. Konkret wird dieses Programm in den Kleingruppen umgesetzt, wo sich die „Sprachforscher“ immer am Dienstag und Mittwoch morgens treffen. Die Kinder, die schon ein Jahr später in die Schule kommen, treffen sich regelmäßig in der „Geschichtenwerkstatt“. Zusätzlich gibt es einmal im Monat ein mehrsprachiges Vorlesen. Hierbei lesen Eltern den Kindern in verschiedenen Sprachen eine Geschichte vor, welche im Anschluss nochmal auf deutsch vorgelesen wird. „Wir wollen die Kinder sensibel machen für andere Sprachen“, Westhoven weiter. „Das verbindende Element ist natürlich die deutsche Sprache, aber sie sollen auch erkennen und verstehen, dass es noch eine Reihe anderer Sprachen gibt.“ Zusätzlich ist im Bistro, wo die Kinder gemeinsam essen und andere Aktivitäten durchführen, eine kleine Bibliothek vorhanden. Hier kann man sich Bücher sogar ausleihen und mit nach Hause nehmen. Neu sind in diesem Zusammenhang die drei Leserollis, die mit Hörspielen, Bildern zum Ausmalen, Büchern und DVDs bestückt sind. Auch diese können für 14 Tage mit nach Hause genommen und gemeinsam mit den Eltern erforscht werden.
Nach dem Mittagessen ab 12 Uhr gibt es eine Ruhezeit. Die Gruppenräume werden geschlossen, die Kleinen schlafen und die Großen treffen sich im Nebenraum zur Vorleserunde. Alles ganz entspannt. Weiter am Nachmittag werden besondere Nachmittagsangebote veranstaltet. Da St. Clemens Maria Hofbauer auch Familienzentrum ist, können die Eltern zu Elternkursen, Elterngesprächskreisen oder AG´s kommen. „Weiter bieten wie den Eltern an gemeinsam mit ihren Kindern zu Kochkursen zu kommen. Hierbei muss die Veranstaltung „Gesunde Butterbrotdose“ erwähnt werden, bei der von einer qualifizierten Person erklärt wurde, was ein gesundes Frühstück ist. Anschließend wurde den Eltern auch die Rezepte mit gegeben“, so die Leiterin. Dass der Zusammenhalt der Eltern im Allgemeinen groß ist, zeigt sich am Väterstammtisch, der etwa beim Um- und Ausbau des Außengeländes tatkräftig mit angepackt hat. Auch der Elternrat spielt eine tragende Rolle und ist bei Festen und anderen Feierlichkeiten eine unabdingbare Hilfe.
Stolz kann die Kita ferner auf ihre „Clementönchen“, den Kinderchor der Kindertagesstätte, sein. In der Regel ab drei Jahren können die kleinen Goldkehlchen hierbei mitmachen und bei Stadtfesten oder kulturellen Veranstaltungen in Altendorf das Publikum begeistern.
„Uns ist eine Vernetzung im Stadtteil und eine Öffnung nach draußen sehr wichtig“, schließt Westhoven. „Wir wollen viel mit der Gemeinde machen, wofür sich der Standort der Kirche sehr anbietet. Gemeinsam mit benachbarten Schulen haben wir das Projekt „Übergang-Kita-Schule“ initiiert. Hier gehen die Vorschulkinder dann eine Woche in die Schule und erleben den Tagesablauf mit. Sie sollen so sehen, was sich ändert, wenn sie in der Schule sind und ihnen soll so die Angst vor der anstehenden Veränderung genommen werden.“
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