Zukunft der Kirche: Veranstaltung am Freitag

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Am vergangenen Sonntag wurde noch ein fröhliches Kinderfest bei St. Antonius gefeiert. Am Freitag, 24. Juni, geht es um die Zukunft der katholischen Gemeinden im Essener Westen. (Foto: Debus-Gohl)
Essen: Lighthouse |

Die katholische Kirche im Essener Westen stellt sich neu auf. Weniger Katholiken, weniger Geld: Mit einer Veranstaltung startet die Pfarrei St. Antonius einen Zukunftsprozess. Auch Gebäude stehen auf dem Prüfstand.

Unter dem Motto „Antonius sucht den K.I.C.K.“ startet die katholische Pfarrei St. Antonius einen Pfarreientwicklungsprozess. Bis Ende 2017 will sich die katholische Kirche im Essener Westen neu aufstellen. Zu Beginn lädt die Pfarrei zu einer offenen Auftaktveranstaltung am Freitag, 24. Juni, von 18 bis 21 Uhr ein.

Versammlungsort Symbol für die Veränderungen

Schon der Ort für die Versammlung ist Symbol für die Veränderungen, vor denen die Kirche steht: Das „Lighthouse“, Liebigstraße 1, gehörte bis 2013 als damalige Kirche St. Mariä Geburt zur Pfarrei St. Antonius. Die Pfarrei verkaufte das Gotteshaus damals an die baptistische Gemeinde. „Unsere Stadtteile, unsere Stadt und unser Bistum haben sich deutlich verändert“, erklärt Pfarrer Ludger Blasius. „Was früher selbstverständlich war, ist es heute nicht mehr. Die Situation, in der wir Kirche sind, hat sich dramatisch verändert. Wir müssen uns kritisch die Frage stellen, was wir als Pfarrei und Gemeinden wollen. Was ist uns wichtig? Wie wollen und können wir in unseren Stadtteilen Kirche sein? Was können wir verbessern - und auch worauf können wir verzichten?“, so der Geistliche.
Vor allem die Frage nach Verzicht scheint angesichts stagnierender Kirchensteuereinnahmen und steigenden Kosten dringlich. Das Bistum und damit auch die Pfarrgemeinden müssen sparen.

Wir müssen 30 Prozent sparen

„Konkret heißt das, dass wir rund 30 Prozent unseres gesamten Haushaltes einsparen müssen“, so Pfarrer Blasius. Daraus folge die Frage: „Was können und wollen wir uns in Zukunft leisten? Auch Liebgewonnenes kommt hier auf den Prüfstand“, so Blasius. Dies sagt er auch mit Blick auf kirchliche Gebäude wie Gotteshäuser und Gemeindezentren, deren Unterhalt und Instandhaltung die größte Haushaltsposition bilden.
Es stehen viele wichtige Fragen im Raum. Um darauf in den kommenden anderthalb Jahren gute Antworten zu finden, lädt die Pfarrei alle zum Mitdenken ein und startet den Prozess mit einer offenen Veranstaltung, bei der auch Hintergründe und Ablauf des Zukunftsprojektes erläutert werden. „Egal ob Katholiken, andere Christen oder Nichtchristen: Alle, die sich mit uns gemeinsam Gedanken zur Zukunft der Kirche machen wollen, sind herzlich willkommen“, so Pfarrer Blasius.

Motto „K.I.C.K - Kritik, Ideen, Currywurst und Kirche"

Die Pfarrei suche bewusst breit Ideen und Anregungen, genauso wie Kritik. Dafür stehe auch das Motto „K.I.C.K - Kritik, Ideen, Currywurst und Kirche.“ Warum Currywurst? „Der Mensch lebt nicht allein vom Wort und guten Ideen“, so Blasius. Und wie die Currywurst sei auch die katholische Kirche nicht aus dem Ruhrgebiet wegzudenken. „Es steht viel auf dem Spiel“, so Blasius. Passend dazu beginnt der Prozess mitten in der EM. „Wir freuen uns auf die Menschen, die mit uns eine gute Zukunft für die Pfarrei gestalten wollen.“
Zur Pfarrei St. Antonius gehören fünf Gemeinden mit insgesamt knapp 29.000 Katholiken. Damit ist sie eine der größten Pfarrgemeinden im Bistum Essen. Zur Pfarrei gehören die Gemeinden St. Antonius und St. Elisabeth (beide Frohnhausen), St. Mariä Himmelfahrt (Altendorf), St. Mariä Empfängnis (Holsterhausen), Zur Heiligen Familie (Margarethenhöhe), sowie die polnisch-sprachige Gemeinde an St. Clemens Maria Hofbauer (Altendorf) und die Seelsorge am Klinikum. Weitere Informationen unter www.st-antonius-essen.de und http://www.bistum-essen.de/info/pfarreien-gemeinde...
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