Gärtnerinnen im Aposteljugendhaus

Anzeige
Die gesamte Truppe auf der Dachterrasse des Aposteljugendhauses.

„Die Mädels haben keine Skrupel in der Erde zu wühlen und dabei auch mal Würmer anzufassen“, erzählt Lydia Kellermanns, Projekt- und Jugendleiterin im Aposteljugendhaus auf der Mülheimer Straße 68. Bei dem Projekt des Aposteljugendhauses wurde die Dachterrasse weiter verschönert: Kräuter, neue Pflanzen, ein Hochbeet und eigene Blumentöpfe standen auf dem Programm. Dabei hat die Gruppe verschieden Ausflüge gemacht und sich Expertentipps eingeholt.

Bevor es zur Lagebesprechung und Tagesplanung geht, haben die Mädchen ein paar Minuten Zeit um anzukommen und sich zu sortieren. In der Zeit wird gekickert, gequatscht und so lange darf auch noch mit dem Handy gespielt werden. Sobald es in den Besprechungsraum des Aposteljugendhauses geht, kommt das Handy zur Seite, erzählt Kellermanns. Die acht Mädchen, Lydia Kellermanns und Daniel Leber, Haustechniker im handwerklichen Erziehungsdienst, versammeln sich an dem Tisch. Zur Stärkung gibt es Getränke und Obst Snacks. „Erst bemalen wir unsere Blumentöpfe, danach gehen wir zu einer Führung im Frohnhauser Gartencenter“, sagt Kellermanns. Dort können sich die Junggärtnerinnen Tipps und Kniffe zum richtigen Bepflanzen abholen.

Das Projekt „Dachterrasse“ gäbe es seit drei Jahren, erzählt Daniel Leber. Zu Anfang hätten die Kinder und Jugendlichen die Terrasse nicht betreten dürfen, denn das Geländer hat gefehlt. „Aus der Not haben wir eine Tugend gemacht“, erzählt er weiter. Zuerst sei das Geländer im Außenbereich der Terrasse angebracht worden. Nach und nach seien Blumentöpfe, Stühle, Blumen, ein Pavillon und ein Kräutergarten gekauft und aufgebaut worden. „Dafür haben wir Fördermittel beantragt, Sach- und Geldspenden erhalten und Eigenleistung erbracht“, sagt Leber. In diesem Jahr wurde ein Hochbeet gespendet, welches am nächsten Tag bepflanzt werden soll. Dazu hat sich die Gruppe, am Tag zuvor, ein paar Tipps bei dem Team des Lorengartens in Essen-Altendorf geholt und noch eine Minzpflanze geschenkt bekommen.

Der Großteil der zehn- bis dreizehnjährigen Mädchen war auch im letzten Jahr schon dabei und haben auch sonst einige Erfahrungen in der Gartenarbeit. Phoebe ist in einer Garten AG in ihrer Schule. Sie kennt das Bepflanzen und Besamen und es mache ihr viel Spaß, wie sie selber sagt. Auch Vivi buddelt wöchentlich in der Erde: „Montags habe ich Gartenbau in der Schule – jede Klasse hat ein Beet. Dieses wird dann immer umgegraben oder wir pflanzen neue Blumen eine.“ Doch die Mädchen hätten viel über Kräuter gelernt, erzählt Leonie. Außerdem habe sie vorher noch nie Blumentöpfe bemalt. „Jedes Mädchen darf am Ende ihren Blumentopf mit einer Kräuterpflanze mit nach Hause nehmen“, erzählt die Projekt und Jugendleiterin. Eigentlich sei das Projekt für gemischte Gruppen gedacht, aber die Jungs hätten dieses Jahr keine Lust gehabt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.